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Eishockey

09.02.2020

EHC Königsbrunn: Aufholjagd wird nicht belohnt

Julian Becher (links in weiß) schoss gleich nach dem glücklichen Tor der Gastgeber zum 3:1 ein.
Bild: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn musste sich in Dorfen mit 2:3 geschlagen geben. Nach einem Drei-Tore-Rückstand kämpfte sich der EHC noch einmal heran, doch es reicht nicht.

Mit 2:3 verlor der EHC Königsbrunn denkbar knapp sein Auswärtsspiel bei den „Eispiraten“ des ESC Dorfen. Wie erwartet war es ein Kampf auf Augenhöhe, am Ende entschied ein schwaches Mitteldrittel.

In der Partie konnte EHC-Coach Waldemar Dietrich auf den wieder genesenen Kapitän Dominic Auger zurückgreifen; am letzten Wochenende wurde er noch geschont. Königsbrunn konnte mit drei kompletten Reihen die Partie bestreiten.

Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen Kampf auf Augenhöhe und ließen nicht viele Möglichkeiten zu. Zudem standen in beiden Toren starke Schlussleute, die ihren Kasten sauber hielten. Auch in Überzahlsituationen wollten keine Treffer fallen, bis zur ersten Pause blieb es beim 0:0.

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Schwaches Mitteldrittel des EHC Königsbrunn

Doch im mittleren Spielabschnitt erwischte Dorfen den besseren Start und legte einen Zahn zu. Nahezu jedes Bully gewannen die Gastgeber und entschieden nun auch fast jeden Zweikampf für sich. Die Eispiraten waren einen Tick spritziger und aggressiver. In der 25. Spielminute konterte Dorfen den EHC nach Scheibenverlust eiskalt aus und ging durch den Treffer von Lukas Miculka mit 1:0 in Führung. Nur drei Minuten später legte Miculka einen weiteren Treffer zum 2:0 nach, vorausgegangen war ein katastrophaler Fehler in der Königsbrunner Defensive. Die Eispiraten setzten nach, verpassten es aber, weitere Treffer nachzulegen. Kurz vor der Pause hatte Dorfen sogar Gelegenheit, in doppelter Überzahl nachzulegen, doch bis Drittelende fiel kein weiterer Treffer mehr.

Der letzte Spielabschnitt lief gerade mal sieben Sekunden, da prallte ein Schuss der Eispiraten von der Bande hinter dem Königsbrunner Tor zurück an den Schlittschuh eines Verteidigers und von da aus ins Tor. Dank des kuriosen Treffers stand es nun 3:0 für die Gastgeber, doch die Freude des heimischen Publikums währte nur kurz. Nur zwei Minuten später konnte der EHC in Überzahl durch den Treffer von Julian Becher auf 1:3 verkürzen. Königsbrunn war nun wieder im Spiel, Dorfen war nicht mehr so präsent wie im zweiten Drittel. In der 54. Spielminute fasste sich dann Max Arnawa ein Herz, tankte sich durch die Defensive der Eispiraten und schoss dann zum 2:3 ein. Doch danach wollte dem EHC nichts mehr gelingen, auch nach der Herausnahme von Goalie Nicolas Hetzel zugunsten eines weiteren Stürmers fiel bis Spielende kein Treffer mehr.

Verdiente Niederlage

Königsbrunn verlor am Ende gegen clevere Gastgeber, die im mittleren Spielabschnitt mehr investierten und verdient den EHC ohne Punkte nach Hause schickten. Doch die Brunnenstädter steckten auch nicht auf, als im letzten Drittel der sehr glückliche Treffer für Dorfen fiel. Die Moral in der Mannschaft stimmte und auch beim Einsatz gab es kaum etwas zu bemängeln. Königsbrunn bleibt trotz der Niederlage vor Dorfen auf dem vierten Platz und hat immer noch Chancen auf den zweiten Tabellenrang.

Sichtlich unzufrieden mit dem Ergebnis war der Königsbrunner Coach Waldemar Dietrich: „Das Spiel war im ersten Drittel ausgeglichen, für das zweite Drittel hatten wir uns viel vorgenommen. Wir sind gut gestartet, dann fällt das 1:0 und nach einem Scheibenverlust gleich das 2:0. Obwohl wir gute Chancen hatten, haben wir für zu wenig Verkehr vor dem Tor gesorgt. Dorfens Keeper Tanzer hat auch sehr gut gehalten. In der Pause haben wir uns noch vorgenommen, die zwei Tore aufzuholen. Doch dann kassieren wir nach ein paar Sekunden so einen kuriosen Treffer, wir haben uns aber wieder ins Spiel gekämpft, gute Chancen herausgespielt und zwei Tore gemacht. Es war eine enge Kiste, wir haben einfach zu wenig vor dem Tor gearbeitet und keine Nachschüsse bekommen. Dorfen war defensiv sehr präsent und hat viele Schüsse blockiert.“

Tore: 1:0 Miculka (Fengler, Attenberger) (25.), 2:0 Miculka (28.), 3:0 Mayer (Miculka, Attenberger) (41.), 3:1 Becher (Srámek, Auger) (43.), 3:2 Arnawa (Maier, Rau) (54.)

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