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Eishockey

21.01.2019

EHC Königsbrunn verschenkt zwei Punkte gegen Landsberg

Jennifer Harß (links) zeigte in der Partie gegen Landsberg eine starke Leistung. Auf unserem Bild entschärft sie den Penalty von Tyler Wiseman.
Bild: Horst Plate

 Der EHC Königsbrunn verlor trotz einer guten Leistung nach Verlängerung gegen Landsberg. Woran es lag und was der Trainer dazu sagt.

Mit 1:2 nach Verlängerung verlor Königsbrunn sein Auswärtsspiel bei den „River Kings“ des HC Landsberg. In der hochspannenden Partie waren die Brunnenstädter die klar bessere Mannschaft, wurden aber am Ende für die mangelnde Chancenverwertung bestraft.

Dabei konnte EHC-Coach Sven Rampf auf fast alle Leistungsträger zurückgreifen, lediglich Henning Schütz musste berufsbedingt pausieren. Im Königsbrunner Tor stand wie auch am Freitag Jennifer Harß, Donatas Zukovas war als Backup mit angereist.

Im ersten Drittel zeigten beide Mannschaften ein unterhaltsames Spiel und lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe. Der EHC zeigte sich verbessert zum Spiel gegen Erding und präsentierte sich hellwach. Schon in der vierten Spielminute durften die zahlreich angereisten Königsbrunner Fans ein erstes Mal jubeln, als Nicolas Neuber den Puck im Landsberger Tor versenkte. Beide Teams kamen immer wieder zu Torchancen, allerdings standen auch zwei exzellente Goalies auf dem Platz, die mit direkten Schüssen nicht zu bezwingen waren. In der elften Spielminute rettete der Pfosten den Königsbrunner Vorsprung, als Landsberg in Überzahl auf den Ausgleich drängte. In der 16. Spielminute hatte der EHC dann vier Minuten Zeit, den Vorsprung weiter auszubauen. Vorausgegangen war eine unglückliche Aktion von Königsbrunns ehemaligen Spielertrainer Carciola, dessen Schläger in Patrick Zimmermanns Gesicht landete und ihm zwei Cuts als Andenken verpasste. Dafür setzte es zwei plus zwei Strafminuten, die aber folgenlos für die River Kings blieben. Die Brunnenstädter waren in Überzahl zu harmlos und konnten sich kaum richtig im gegnerischen Drittel festsetzen. Bis zur ersten Pause fielen dann auch keine weiteren Treffer.

Ausgleich fiel wie aus dem Nichts

Nach Wiederanpfiff kam Landsberg wie aus dem Nichts zum Ausgleich, als ein Schuss von Michael Fischer den Weg ins Königsbrunner Tor fand. Torfrau Harß war die Sicht verdeckt, doch der EHC ließ sich dadurch nicht beirren. Königsbrunn erarbeitete sich mehr Spielanteile und war nun die klar bessere Mannschaft. Doch die Brunnenstädter verpassten es, Kapital daraus zu schlagen. Zudem hatte auch Landsbergs Goalie Markus Kring einen Sahnetag erwischt und gab sich keine Blöße. Die River Kings waren in der Vorwärtsbewegung immer wieder gefährlich, der EHC verteidigte aber mit Mann und Maus, so dass beide Mannschaften mit dem 1:1 in die letzte Pause gingen.

Auch im letzten Spielabschnitt war Königsbrunn die bessere Mannschaft, hatte aber weiterhin Ladehemmung vor dem gegnerischen Tor. Zehn Minuten vor Spielende wurde Landsberg noch ein Penalty zugesprochen, doch Jennifer Harß im Königsbrunner Tor hatte Nerven wie Drahtseile und entschärfte den gegnerischen Abschluss. Doch auch danach wollte kein weiterer Treffer fallen, so dass nach 60 Spielminuten die Verlängerung eine Entscheidung bringen musste.

Landsberger Konter brachte die Entscheidung

Nun galt es für beide Mannschaften mit jeweils drei Feldspielern innerhalb fünf Minuten den entscheidenden nächsten Treffer zu machen. Auch jetzt kam der EHC immer wieder vor das gegnerische Tor und erarbeitete sich einige Möglichkeiten, Landsberg war kaum im Scheibenbesitz. Doch ein schöner Konter der River Kings zerstörte den Traum vom Auswärtssieg, als Dennis Neal den Puck an Jenny Harß vorbei ins Königsbrunner Tor spitzelte.

Landsberg holt sich mit dem Glück des Tüchtigen den Sieg gegen überlegene Königsbrunner. Der EHC bringt sich aufgrund der mangelnden Chancenverwertung um den Sieg, kann aber einen Punkt mit in die Brunnenstadt entführen und wusste zumindest spielerisch zu überzeugen.

Der Königsbrunner Trainer Sven Rampf ist trotz der Niederlage stolz auf das Team: „Meine Mannschaft hat heute ein sehr gutes Eishockeyspiel gezeigt. Wir waren über weite Strecken das bessere Team und konnten viele Chancen generieren, haben es aber verpasst die Tore zu schießen. Sieben Überzahlsituationen konnten wir leider nicht nutzen. Trotzdem, Respekt an meine Mannschaft, wir haben alles probiert und immer gefightet. Und auch Jenny hat ein tolles Spiel gemacht, an ihr lag es sicher nicht. Ich bin dennoch zufrieden, dass wir vier Punkte am Wochenende geholt habern. Nun müssen wir weiter nach vorne schauen.“

Tore 0:1 Neuber (Trupp) (4.), 1:1 M. Fischer (T. Fischer) (22.), 2:1 Neal (T. Fischer, Gäbelein) (64.)

Strafminuten HC Landsberg 14 EHC Königsbrunn 4

Zuschauer 960

Den Bericht vom Sieg des EHC Königsbrunn gegen Erding lesen Sie hier.

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