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Eishockey

10.11.2019

Ein Training reicht für das erste Tor

Der reaktivierte Max Arnawa traf gleich bei seiner Rückkehr.
Foto: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn hält den ERV Schweinfurt nach guter kämpferischer Leistung klar nieder. In die Torschützenliste eintragen kann sich dabei auch ein kurzfristig reaktivierter Spieler, der nur einmal trainiert hat

Königsbrunn Mit 5:2 siegte der Eishockey-Bayernligist EHC Königsbrunn klar und in der Höhe auch verdient gegen den ERV Schweinfurt. Die rund 350 Zuschauer erlebten eine eindrucksvolle kämpferische Leistung der Brunnenstädter und sorgten für viel Stimmung in der Eisarena.

Kurzfristig wurde von den Königsbrunner Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Personalprobleme Max Arnawa reaktiviert, der nach nur einem Training für den EHC wieder auf Torejagd ging. Und auch Alexander Strehler war mit im Aufgebot, trotz Schmerzen biss er die Zähne zusammen und hielt die komplette Spielzeit durch. Schweinfurt musste allerdings ohne den 23-jährigen litauischen Verteidiger Domantas Cypas auskommen, dieser steht am Wochenende für die Nationalmannschaft seines Landes auf dem Eis.

Königsbrunn startete aggressiv und mit viel Einsatz in die Partie. Die Mannschaft spielte aus einer gesicherten Abwehr heraus und erarbeitete sich immer wieder Torchancen. Die Gäste kamen nur selten vor das Königsbrunner Tor, Goalie Nico Hetzel hatte wenig zu tun und hielt bei den wenigen Schüssen seinen Kasten sauber. Zum ersten Mal jubeln durften die Fans, als Jakub Srámek nach schöner Vorarbeit zum 1:0 für den EHC einschoss (13.). Königsbrunn blieb weiter die tonangebende Mannschaft und hatte ab der 15. Spielminute die Möglichkeit, in Überzahl zu spielen. Doch statt nun einen weiteren Treffer nachzulegen, war plötzlich die Konzentration weg. Die Mannschaft leistete sich viele Fehlpässe, in Unterzahl enteilten plötzlich zwei Schweinfurter Angreifer ihren Gegenspielern, schafften es aber nicht Nico Hetzel zu überwinden. Im mittleren Spielabschnitt hatte der EHC schon die ein oder andere Partie in der bisherigen Saison vergeigt, doch dieses Mitteldrittel war das wohl stärkste vor heimischem Publikum. In der 25. Spielminute erhöhte Moritz Lieb auf 2:0, nur sieben Minuten später legte Jakub Srámek das 3:0 nach. Die Fans in der Halle waren begeistert von der gezeigten Leistung, und feuerten die Mannschaft an. Lediglich die Chancenverwertung der Spieler ließ zu wünschen übrig, was aber auch an den Umstellungen innerhalb der Reihen geschuldet war, die Coach Waldemar Dietrich durchführen musste. Mit dem verdienten 3:0 ging es dann Mal in die Kabinen.

Schweinfurt kam im letzten Spielabschnitt nun besser in die Partie, Gästetrainer Michael Dippold hatte in der Pause wohl die richtigen Worte gefunden. Königsbrunn leistete sich zunächst gleich zwei Strafzeiten, in der 45. Spielminute gelang Schweinfurt dann in Überzahl der Anschlusstreffer. Beide Mannschaften lieferten sich nun ein Duell auf Augenhöhe. Sechs Minuten vor Abpfiff sorgte aber Max Arnawa mit seinem ersten Saisontreffer zum 4:1 für viel Jubel in der Halle. Allerdings gaben die Gäste nicht auf und machten das Spiel zwei Minuten vor Spielende mit dem 4:2 nochmals spannend. Gegen die zum Schluss ohne Torhüter agierenden Schweinfurter gelang Dominic Auger das entscheidende 5:2.

EHC-Trainer Waldemar Dietrich bremste die Euphorie etwas und sprach nach der Partie aber auch Schwächen an: „Im zweiten Drittel haben wir Eishockey so gespielt, wie ich es mir vorstelle. Da hat die Mannschaft das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Im letzten Drittel haben wir zu viele Scheiben verloren, da müssen auch unsere Stürmer besser nach hinten mitarbeiten. Die leichten Puckverluste in der Vorwärtsbewegung dürfen uns nicht passieren. Vor allem die dritte Reihe hat mir heute gut gefallen, die jungen Spieler können schon was.“

Tore 1:0 Srámek (Auger, Trupp) (13.), 2:0 Lieb (Baur, Schütz) (25), 3:0 Srámek (Maier, Szegedin) (32.), 3:1 Kouba (Manger) (45.), 4:1 Arnawa (Trupp, Srámek) (54.), 4:2 Murray (Kouba, Manger) (58.), 5:2 Auger (Trupp, empty net goal) (60.).

Strafminuten EHC Königsbrunn 6 Minuten. – ERV Schweinfurt 10.

Zuschauer 350. (SZ)

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