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Fußball

09.07.2019

Ein erfolgreicher Auftakt ist das Ziel

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In der Vorbereitung klappte das Zusammenspiel mit Ausnahme der Pokalpartie in Dachau ganz gut. So konnten die Schwabmünchner, hier David Juric (links) und Stefan Meisel (rechts) einige Tore bejubeln.
Bild: Foto: Christian Kruppe

Am Freitag startet der TSV Schwabmünchen in die neue Saison. Zum Start gibt es das Derby gegen den TSV Landsberg. Zum offiziellen Bayernligastart sind alle Mannschaften der Liga und viel Prominenz vertreten

Von Christian Kruppe

Schwabmünchen Es ist angerichtet. Nach Wochen der Quälerei durch die Vorbereitung geht es am Freitag wieder um Punkte in der Fußball Bayernliga. Gleich zum Auftakt bekommen die Fußballer des TSV Schwabmünchen das Derby gegen Aufsteiger Landsberg (18.30 Uhr) serviert.

Als ob das Derby nicht interessant genug ist, wurde vom Verband noch eine Schippe oben auf gelegt. Die Partie ist die offizielle Eröffnung der Bayernligasaison. Somit wird viel Prominenz, unter anderem auch Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußballverbandes und Interimspräsident des DFB. So ist rund um das Spiel ein tolles Rahmenprogramm geboten (siehe Infokasten).

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Doch das interessiert die Mannschaft um Trainer Paolo Maiolo wenig. Für die zählt nur das Spiel. Und da zeigt sich der Trainer zuversichtlich. „Wir haben bis auf den rotgesperrten Tim Uhde alle Mann an Bord, ich habe die Qual der Wahl“, so Maiolo. Eine Situation, die für ihn neu ist. 25 Feldspieler stehen Maiolo zur Verfügung, eine Startelfgarantie haben derzeit nur zwei Akteure. Stefan Brunner im Tor und Abwehrchef Maik Uhde sind gesetzt. „Der Rest ergibt sich am Mittwoch“, so der Trainer. „Alle im Kader haben die Qualität für die Liga. Nach derzeitigem Stand bleiben daher auch alle Spieler im Kader“, ergänzt er. Das erhöht den Druck auf seine Spieler. „Wer spielen will, muss sich zeigen“, stellt Maiolo klar. Ein Umstand, der auch beim Sturm-Neuzugang Stefan Meisel angekommen ist. „Das ist eine junge ehrgeizige Mannschaft, dementsprechend sind Einsatz und Tempo im Training hoch. Davon profitieren alle“, stellt der Torjäger fest.

Ähnlich beurteilt es auch Schwabmünchens sportlicher Leiter Manfred Bock, der das Team in der Breite besser aufgestellt sieht als im Vorjahr. „Aber trotzdem wird die Saison nicht leicht. Die Auf- und Absteiger sind alle sehr ambitioniert“, so Bock.

Bleibt das so, dann dürften die Schwabmünchner in dieser Saison deutlich schwerer auszurechnen zu sein als bisher. Zwar hat sich in der Vorbereitung ein 3-5-2-System mit zwei echten Spitzen als beliebteste Spielform herauskristallisiert, doch die Mannschaft kann mehr. „Wir beherrschen fünf Spielsysteme“, verrät Trainer Maiolo. Auch hier scheint der breite Kader Früchte zu tragen.

Beim großen Kader sieht der sportliche Leiter Vor- und Nachteile. „Das schafft Optionen. Aber wenn alle 26 fit sind, dann stehen acht nicht auf dem Spielberichtsbogen. Da sind viele Gespräche nötig“, weiß Bock.

Mit den Neuzugängen ist Maiolo zufrieden. Einen hebt er aktuell hervor. „Kevin Kümmerle habe ich nicht so stark erwartet“, lobt der Trainer. Doch das ist kein Freibrief. „Auch er muss sich immer wieder zeigen.“

Vor Gegner Landsberg hat Maiolo viel Respekt. „Das ist kein typischer Aufsteiger. Die haben sich richtig gut verstärkt“, urteilt er. Vor allem Florian Mayer und Tugbay Orkun, beide kommen aus der Regionalliga, haben es ihm angetan. „Das sind zwei richtige Hausnummern“, so Maiolo.

Mit Blick auf die Partie am Freitag sorgt sich Bock im spielerischen Bereich um den Umstand, dass die vielen erwarteten Zuschauer die junge Schwabmünchner Mannschaft nervös machen könnte. „Wenn alles passt, dann könnten das durchaus 1000 Zuschauer werden. Aber da wird Paolo Maiolo schon die richtigen Worte finden, um das Team darauf vorzubereiten. Trotzdem ist Bock optimistisch: „Das erste Heimspiel muss gewonnen werden. Ich tippe auf ein 2:0.“

Abwehrmann Timo Prechtl sieht eine große Kulisse positiv: „Ich denke, das pusht noch mehr, wenn wir vor einer großen Kulisse spielen. Ich denke, da kann man noch ein bisschen mehr aus sich rausholen.“

Bei all der Zuversicht gibt es nur noch einen Umstand, der den Freitag trüben könnte: Das Wetter. Bislang sind die Vorhersagen nicht unbedingt perfekt. „Das ist wirklich das Einzige, dass mir Sorgen bereitet“, so Paolo Maiolo. Dem schließt sich Manfred Bock an. „Wenn das Wetter passt, haben wir eine tolle Kulisse, da bin ich mir sicher. Bis Spielende muss es trocken bleiben, danach kann es von mir aus Heugabeln regnen“ so Bock.

TSV Landsberg im Überblick

Nur ein Jahr nach dem Bayernligaabstieg ist der TSV Landsberg zurück. Und das mit einer beeindruckenden Bilanz. Mit elf Punkten Vorsprung sicherten sich die Lechstädter den Meistertitel in der Landesliga Südwest. Mit dabei auch der ehemalige Schwabmünchner Kapitän Janis Danke – der hat den Aufsteiger aber schon wieder verlassen. Ebenso wie Spielertrainer Muriz Salemovic, der nun beim FC Pipinsried unter Vertrag steht. Der schmerzhafteste Abgang dürfte der von Kapitän David Anzenhofer sein. Der Abwehrhüne hat die Landsberger in Richtung USA verlassen.

Bei den Neuzugängen sind vor allem Florian Mayer und Orkun Tugbay hervorzuheben. Beide bringen reichlich Regionalligaerfahrung mit. Dazu haben sich die Landsberger mit einigen jungen Talenten verstärkt.

Dazu kommen noch alte Bekannte wie Sebastian Bonfert, Andreas Fülla, Lukas Göttle oder Philipp Siegwart.

Die Bilanz gegen Schwabmünchen ist ausgeglichen, wobei die letzten drei Partien allesamt an die Menkinger gingen.

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