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Kegeln

28.04.2015

Er hat den Dreh raus

Mit seiner ganz speziellen Technik, und die auch noch als Linkshänder, gelingen Marius Bäurle vom SSV Bobingen Superwürfe.
Bild: Reinhold Radloff

Wie es Marius Bäurle bis zur Weltmeisterschaft schaffte

Ein leichter Dreh, ein Schlenzer, ein Schubser, etwas in der Art, und das mit links, das ist das Geheimnis von Marius Bäurle. Damit schaffte er es als Einziger weit und breit bis in die Nationalmannschaft im Kegeln. Und er hat noch weitere hohe Ziele.

Eigentlich ist Marius Bäurle ja Fußballer. Doch weil seine Mutter früher kegelte, wuchs der Kleine mehr oder weniger auf der Kegelbahn des SSV Bobingen auf. „Ich kegle schon, seit ich laufen kann“, erzählt Bäurle, inzwischen 17 Jahre alt. Das Einzige, was er links macht, ist seine heutige Lieblingssportart. „Ich habe immer einer guten Spielerin zugeschaut und sie nachgeahmt. Und weil sie Linkshänderin war, bin ich es heute eben auch“, erzählt der Maurer, der sich in aller Stille nach oben gearbeitet hat. Zuerst Schwaben-, dann Bayern- und jetzt Nationalkader. Eine steile Karriere in nur wenigen Jahren.

Sein Bundestrainer, Werner Buchs, hält große Stücke auf ihn, seine Technik und seine Entwicklungsfähigkeit. Deshalb nimmt er ihn vom 7. bis 13. Mai auch mit zur Weltweltmeisterschaft nach Speichersdorf. „Von den zehn besten deutschen A-Jugendlichen wurden sechs ausgesucht. Und ich war dabei“, strahlt der zurückhaltende Jugendliche.

Sein erstes Ländespiel hat der Bobinger auch schon hinter sich, und zwar in Görlitz gegen Polen, das natürlich gewonnen wurde, denn die deutsche A-Jugend ist Weltspitze.

An die will Bäurle auch im Einzel, und zwar so schnell wie möglich: „Ich will Weltmeister werden“, sagt der sympathische junge Mann selbstbewusst.

Praktisch ist derzeit, dass auch seine Freundin im Nationalkader ist und für weitere Motivation sorgt. Dreimal pro Woche trainiert er. Da kommen pro Woche weit über 1000 Schub zusammen, eine stattliche Leistung. Sein Trainingsfleiß und seine „eigenartige Technik“ verhalfen ihm zu Spitzenleistungen wie 629 Holz bei 60 Schub auf die Vollen und 60 im Abräumen.

Was ihm am Kegeln so gefällt? „Der Zusammenhalt, das Anfeuern, das Erfolgserlebnis“, sagt Bäurle nach kurzem Nachdenken. Das kann sein Vorsitzender beim SSV Bobingen, Siegfried Miethig, nur bestätigen: „Wir sind sehr stolz auf unseren Marius. Er ist der Erste und Einzige, der es bei uns jemals so weit nach oben geschafft hat.“ (rr)

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