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Fußball

22.11.2017

Er will Ordnung und Schwung reinbringen

Wolfgang Missenhardt übernimmt im neuen Jahr die Kreisklassenmannschaft des TSV Königsbrunn.
Bild: Reinhold Radloff

Warum Wolfgang Missenhardt den TSV Königsbrunn als Trainer übernimmt

Wenn’s nicht läuft, dann ist immer der erste Gedanke: den Trainer entlassen. Das war auch so bei den Kreisklassen-Fußballern des TSV Königsbrunn. Gedacht, getan. Und schnell war auch ein Neuer gefunden, und zwar einer mit Format. Doch das sind nicht alle Veränderungen bei den Brunnenstädtern.

„Wir mussten einfach was ändern“, sagt der neue sportliche Leiter der Fußballer des TSV Königsbrunn, Roland Pankratz. Nicht nur er ist neu auf dieser Position, sondern die ganze Position ist neu bei diesem Verein. Sein Einstand war für ihn nicht besonders erfreulich. Denn er musste gleich harte Maßnahmen ergreifen. Die sportliche Talfahrt des Kreisklassisten war unübersehbar. Während die Brunnenstädter bisher gewohnt waren, oben mitzuspielen, krebsen sie heuer am Tabellenende rum.

Pankratz meint: „Eigentlich haben wir ja eine gute Truppe. Doch sie blieb in der Entwicklung einfach stehen und es war kein Spielsystem erkennbar. Außerdem sind die Jungs nicht mehr so drauf wie früher. Die Verlässlichkeit fehlt, bei schlechtem Wetter lässt die Trainingsbeteiligung nach. Fortgehen ist wichtiger als trainieren. Das muss sich wieder ändern.“ Deshalb suchte der Verein nach einem Mann, der disziplinär durchgreift, der die Mannschaft wieder auf Vordermann bringt, taktisch was drauf hat. Und für diese Aufgaben fand Pankratz seiner Meinung nach genau den richtigen Mann: Wolfgang Missenhardt.

„Es war für uns ein Glück, dass er bei Hiltenfingen aufgehört hat und ihn die Arbeit bei uns reizt. Er zählt für mich zu den zehn besten Trainern im Landkreis“, so der neue Sportliche Leiter, der Missenhardt für eineinhalb Jahre verpflichtet hat.

Pankratz will den bisherigen Trainern Andreas Hübner und Christoph Schmid nichts Schlechtes nachsagen. „Sie haben wohl irgendwie den Zugriff auf die Mannschaft verloren. Deshalb blieb uns nichts anderes übrig als zu handeln.“ Da dem Team jetzt die Winterpause bevorsteht, wurde Missenhardt erst für Januar 2018 verpflichtet. In der Hallensaison will Pankratz eventuell selbst das Team übernehmen. Das passt, denn mit den Spielern müssen seiner Meinung nach jetzt ohnehin viele Gespräche geführt werden. „An 15 Spieltagen elf Niederlagen zu kassieren, das ist einfach nicht unsere Mannschaft, auch wenn wir viele Probleme mit Verletzten hatten.“

Für Pankratz ist klar: „Wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben und würden uns über einen einstelligen Tabellenplatz freuen.“ In der neuen Saison soll dann beim TSV Königsbrunn ein Neuaufbau angestrebt werden.

Missenhardt war schon als Spieler beim TSV Königsbrunn

Missenhardt freut sich auf seine Aufgaben beim TSV Königsbrunn: „Ich habe bei dem Verein lange gespielt und meine besten fußballerischen Zeiten erlebt. Außerdem kenne ich Panki seit Langem. Der Verein ist bestens geführt, die Anlagen sind perfekt. Ich übernehme eine junge und talentierte Truppe. Alles passt.“ Ändern will der 55-Jährige vorerst recht wenig, weil er glaubt, dass die Arbeit der beiden bisherigen Trainer gar nicht schlecht war. „Ich muss nur wieder Ordnung, Disziplin und Schwung reinbringen und dafür sorgen, dass die Spieler ihr Hobby ernster nehmen. Das klappt schon.“

Missenhardt hofft, dass bis zum Trainingsbeginn im Frühjahr die Verletzten wieder fit sind und eventuell Hübner ihm zur Seite steht, „denn wir hatten ein gutes Gespräch“, so der Trainer.

Er arbeitet darauf hin, dass er mit dieser Mannschaft seine Karriere zu einem guten Ende bringt. „So wie in Hiltenfingen wollte ich auf keinen Fall aufhören. Am Ende muss kein Aufstieg in die nächst höhere Liga rausspringen, aber eine intakte Mannschaft mit gutem Zusammenhalt und mit einem ordentlichen Tabellenplatz.“

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