Eishockey

07.10.2019

Erding demütigt Königsbrunn

Erdings Philipp Michl (links) versenkte den Penalty im Königsbrunner Tor und sorgte damit für die Vorentscheidung. Jennifer Harß (rechts) war dabei wie auch bei den anderen Treffern chancenlos. Foto: Horst Plate

Nach einer 2:0-Führung fing sich der EHC Königsbrunn neun Tore ein. Im Mitteldrittel präsentierte sich das Team desolat.

Nach einer 2:0-Führung verlor der EHC Königsbrunn mit 2:9 bei den Erding „Gladiators“. Dabei erlebten die Brunnenstädter ein rabenschwarzes Mitteldrittel, von dem sie sich nicht mehr erholten.

Erneut musste EHC-Coach Peter Schedlbauer ohne Matthias Forster antreten. Und auch der gesperrte Hayden Trupp fehlte der Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen die Gladiators.

Die Partie begann auf Augenhöhe. Beide Teams erarbeiteten sich Chancen, verpassten es aber zu treffen. In der achten Spielminute durfte der Königsbrunner Anhang jubeln, als Julian Becher einen Abpraller zum 1:0 einnetzte. In der 16. Spielminute konnte der EHC eine unübersichtliche Situation vor dem gegnerischen Tor nutzen, Maxi Hermann schoss zum 2:0 für Königsbrunn ein. Leider ging nach dem Treffer die Konzentration der Brunnenstädter flöten, denn im Gegenzug konnte Erding bei angezeigter Strafe für den EHC auf 1:2 verkürzen. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die erste Pause.

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Debakel im zweiten Drittel

Im mittleren Spielabschnitt erlebte Königsbrunn ein Debakel. Schon nach einer Minute zappelte der Puck im Tor von Königsbrunns Goalie Jennifer Harß, die gnadenlos ausgespielt wurde und chancenlos war beim Ausgleichstreffer der Gastgeber. In der 27. Spielminute konnten dann die Gladiators in doppelter Überzahl zum ersten Mal in Führung gehen. In der 34. Spielminute bekam Erding einen Penalty zugesprochen, den Philipp Michl gekonnt zum 4:2 einschoss. Nur vier Minuten später schaffte es der EHC nicht, den Puck vor dem eigenen Tor unter Kontrolle zu bringen. Philipp Michl schaltete als Schnellster und beförderte die Scheibe ins Königsbrunner Gehäuse. Doch es sollte noch schlimmer kommen, denn selbst in Überzahl wollte dem EHC nichts gelingen und der Puck wurde leichtfertig verspielt. Die Gladiators nahmen das Geschenk an und schlossen den daraus resultierenden Konter geschickt zum 6:2- Pausenstand ab. Damit war die Partie schon vorzeitig entschieden, denn Königsbrunn kam nicht mehr auf die Füße.

Auch im letzten Drittel gab es für den EHC nichts mehr zu holen, die Brunnenstädter blieben zu harmlos und produzierten haarsträubende Fehler am laufenden Band. Erding erzielte noch mal drei schnelle Tore und bestrafte das pomadige Auftreten der Königsbrunner.

Rabenschwarzer Tag für den EHC Königsbrunn

Die Brunnenstädter erlebten gegen Erding einen rabenschwarzen Tag. Sowohl die Routiniers als auch die jungen Neuzugänge zeigten sich erschreckend schwach. Wenigstens wurde dem EHC ein zehntes Gegentor erspart. Normalform erreichte lediglich Jennifer Harß, die schuldlos war an den vielen Gegentreffern.

Am nächsten Wochenende muss Königsbrunn eine gewaltige Schippe auflegen, um sich Punkte gegen die nächsten Gegner zu holen. Erding machte es in der Partie viel besser, nach dem ersten Drittel mit ausgelassenen Chancen folgte eine starke und effektive Vorstellung der Gladiators vor eigenem Publikum.

EHC-Coach Peter Schedlbauer war nach der Pleite enttäuscht von der gezeigten Leistung: „Diese Niederlage war unnötig, wir haben dem Team genau gesagt, wie die Erdinger spielen und wie wir dann agieren müssen. Wir liegen schon zwei Tore vorn, wollen mit dem Ergebnis in die Pause, und gleich in der darauf folgenden Situation kassieren wir den Anschlusstreffer. Wir haben dann den Platzherren zu viel Platz gelassen, das ging dann natürlich voll in die Hose. Am Ende hätten wir noch mal zwanzig Minuten spielen können, da hätten wir trotzdem nichts mehr getroffen.“

Tore 0:1 Becher (8.), 0:2 Hermann (Knopf, Reuß) (16), 1:2 Krzizok (Lorenz) (16.), 2:2 Krzizok (Waldhausen, Lachner) (21.), 3:2 Schwarz (Krzizok, Michl) (27.), 4:2 Michl (34.), 5:2 Michl (38.), 6:2 Zimmermann (Krzizok) (40.), 7:2 Zimmermann (Lachner) (50.), 8:2 Michl (Schwarz, Krämmer) (52.), 9:2 Krzizok (Waldhausen, Lachner (53.)

Strafminuten TSV Erding 12 EHC Königsbrunn 16

Zuschauer 494

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