FußballKreisklasse

19.10.2019

Erfolge und Probleme

Könnte bald den FC „Lazarett“ Kleinaitingen bilden: Trainer Michael Imburgia muss derzeit auf viele Spieler verzichten und – wenn es so weitergeht – bald selbst auf den Platz.
Bild: Angele

Nicht nur in Kleinaitingen gehen die Spieler aus. Walkertshofen probiert es mit neuem Trainer

Am zehnten Spieltag gab es nicht auf dem Platz, sondern auf der Trainerbank in Walkertshofen eine Überraschung: Bernhard Vogg legte unerwartet sein Traineramt nieder. Aber mit Jens Lutz kommt ein Nachfolger, der schon höherklassige Erfahrung mitbringt. In Kleinaitingen können die Verantwortlichen bald ein eigenes Krankenhaus neben das Vereinsheim bauen und auch in Fischach gehen zahlreiche Spieler am Stock. Dagegen feiert der TSV Königsbrunn derzeit einen Sieg nach dem anderen und darf so durchaus von mehr träumen.

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Es ist noch gar nicht so lange her, als der FC Kleinaitingen von ganz oben in der Tabelle grüßte. Doch eine schon fast unheimliche Verletzungsserie bremst die Lechfeldkicker gerade böse aus. Mittlerweile muss sogar der Ersatztorhüter im Feld ran und Trainer Michael Imburgia hatte sich beim letzten Spiel gegen Hiltenfingen ebenfalls als letzte Reserve das Trikot übergezogen, um notfalls einzuspringen. „Das ist schon echt brutal, was uns da gerade widerfährt“, stand er kopfschüttelnd an der Seitenlinie als gleich drei weitere Spieler verletzt den Platz verlassen mussten.

Der Grund für die Niederlagen ist so ganz schnell klar: „Dass wir da vor allem in der zweiten Halbzeit konditionell und auch mit der Schnelligkeit einer ersten Mannschaft nicht mehr mithalten können, ist doch klar. Wir müssen jetzt einfach versuchen, so gut es geht die Löcher zu stopfen und die Hinrunde einigermaßen ordentlich zu überstehen.“

Erfolge und Probleme

Nun geht es nach Ustersbach, wo aktuell kaum mit Punkten zu rechnen ist. Bei den Blau-Gelben ist gerade Sebastian Schmid in der Form seines Lebens. Mit einem Hattrick schoss er den FSV Wehringen alleine ab und setzte sich an die Spitze der Torjägerliste. Nach neun Spielen ist Ustersbach auf jeden Fall total im Soll und könnte sich mit einem Sieg von Platz vier sogar noch weiter nach vorne arbeiten.

Der TSV Fischach kämpft ebenfalls mit einer langen Verletzungsliste und Trainer Dominik Bröll musste beim 1:4 gegen Inningen zwei weitere Spieler auf die Liste setzen. Am elften Spieltag führt der Weg nach Hiltenfingen, wo der ASV nach dem Sieg gegen Kleinaitingen gut motiviert wartet. Nach zwei Niederlagen hintereinander war dieser Erfolg auch Balsam für die Hiltenfinger Fußballerseele. Sollten Maximilian Geißler, Dennis Pfender und Co. erneut so präsent auftreten, dürfte für den Aufsteiger in Hiltenfingen nichts zu holen sein.

Ebenfalls schwer wird es für die SpVgg Langenneufnach in Inningen. Bei der Staudenelf häufen sich gerade die Fehler bei den Basics. Unnötige Abspielfehler, Böcke in der Abwehr und nicht genutzte Topchancen machen das Leben in der Kreisklasse nicht unbedingt leicht und kosten dem Trainer einige Nerven. Im Spiel gegen den SV Untermeitingen fing man sich nach einer eigenen Ecke den entscheidenden Konter zum 0:2. Ob gegen Inningen nun ein Punktgewinn gelingt, darf dann doch schwer bezweifelt werden, außer die Mannschaft besinnt sich auf ihre Tugenden und kämpft wie bei den Siegen gegen Margertshausen und Wehringen. Untermeitingen darf sich dagegen an diesem Wochenende spielfrei ausruhen.

In Margertshausen kommt es zum Duell der Absteiger. Der FSV Wehringen ist zu Gast und man darf gespannt sein, wer seine Niederlage aus dem letzten Spieltag besser weggesteckt hat.

Nachdem bei Wehringen anfangs der Motor schwer stotterte, kamen die Hochsträßler in den letzten Partien immer besser ins Rollen. Gegen Ustersbach gab es allerdings wieder ein paar Fehlzündungen, die sich der FSV in Margertshausen nicht leisten darf.

Der heimstarke SSV bot dagegen in Königsbrunn eigentlich ein gutes Spiel und ging zweimal in Führung. Am Ende stand aber die dritte Saisonniederlage zu Buche.

Die Mannschaft der Stunde kommt aus Königsbrunn. Die Truppe von Wolfgang Missenhardt spielt derzeit vielleicht den schönsten und effektivsten Fußball. So durften sich die Spieler auch zum ersten Mal nach der Partie gegen Margertshausen den verdienten Applaus seiner Fans abholen, was den Coach sehr freute.

Nun geht es zum SV Schwabegg, der gegen Großaitingen keine Glanzleistung auf den Boden zauberte, aber laut Trainer Michael Hanwalter doch noch das bessere von zwei schlechten Teams an diesem Tag war und mit 3:0 gewann. Mit einer derartigen Leistung muss sich der SVS in seinem vierten Heimspiel in Folge warm anziehen, da auch Goalgetter Florian Wiest noch einmal rotgesperrt aussetzen muss.

Mit personellen Engpässen muss sich Großaitingens Trainer Sepp Schlögel herumschlagen. Auch gegen Schwabegg fehlten wieder zahlreiche Spieler. Nun kommt der TSV Walkertshofen zum Kellerduell. Mit einem Sieg würden sich die FSV-Kicker etwas Luft nach unten verschaffen.

Doch die Staudenelf kommt mit einem neuen Trainer. Jens Lutz, der als Übungsleiter bereits mit Dinkelscherben und Balzhausen Bezirks- und Kreisliga-Erfahrung sammeln durfte und erfolgreich war, konnte bereits eine Woche mit den Walkertshofer Kickern trainieren. Er ist vom Potenzial der Mannschaft überzeugt, die Kreisklasse doch noch halten zu können. Mit einem Sieg wäre dann schon mal ein guter und wichtiger Anfang gegen einen Mitkonkurrenten und gegen den Abstieg gemacht.

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