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Eishockey

31.01.2019

Es warten attraktive und schwierige Gegner auf Königsbrunn

Auch in der Offensive ist der EHC Klostersee breit und stark aufgestellt. Links Raphael Kaefer, rechts Königsbrunns Luka Gottwald, im Hintergrund Jennifer Harß.Eishockey EHC Königsbrunn
Bild: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn muss am Freitag nach Bad Kissingen und erwartet am Sonntag Klostersee.

Am Wochenende hat der EHC zwei attraktive Partien auf dem Programm. Zuerst geht am Freitag die Reise nach Bad Kissingen, ab 20 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen mit den „Wölfen“. Sonntags ist dann der EHC Klostersee zu Gast in der heimischen Eisarena, ab 18 Uhr steigt das Match gegen die Grafinger Kufencracks.

Sechs Spieltage sind nun in der Verzahnungsrunde absolviert, bisher haben alle Mannschaften Federn lassen müssen. Auf Rang eins und damit auf dem direkten Aufstiegsplatz zur Oberliga steht nun der TEV Miesbach, der unter der Woche den EHC Königsbrunn mit 7:0 wieder nach Hause schickte. Auf Platz zwei und ebenfalls auf einem direkten Aufstiegsplatz rangiert der SC Riessersee, der sich zuletzt aber dem HC Landsberg geschlagen geben musste. Den dritten Rang hat sich momentan die Überraschungsmannschaft aus Bad Kissingen gesichert.

Bad Kissingen hat Formtief überwunden

Die Unterfranken stiegen in der letzten Saison zusammen mit dem EHC Königsbrunn in die Bayernliga auf und mussten vor der aktuellen Spielzeit den Kader massiv umbauen. Zuvor hatte Bad Kissingen mehrere Kontingentspieler in der Mannschaft, in der Bayernliga sind allerdings nur zwei erlaubt. Trotzdem schafften es die Verantwortlichen, einen schlagkräftigen Kader aus dem Hut zu zaubern. Nach der Vorrunde landeten die Wölfe auf dem vierten Tabellenplatz und hatten nur kurzzeitig mit einem Formtief zu kämpfen. Doch in der aktuellen Verzahnungsrunde sind die Unterfranken wieder auf Kurs. Am vergangenen Wochenende besiegte Bad Kissingen sogar Altmeister Füssen sehr deutlich mit 7:2 und präsentierte sich in Hochform. Und auch Landsberg holte sich zuletzt mit der 3:6-Niederlage eine blutige Nase bei den heimstarken Wölfen. Kopf der Mannschaft ist der 44-jährige Spielertrainer Mikhail Nemirovsky, der seine Mitspieler gekonnt in Szene setzt. Top-Scorer ist der 24-jährige Anton Zimmer, der in den bisherigen sechs Partien elf Punkte holte. Es waren meist spannende und enge Spiele, wenn beide Mannschaften aufeinandertrafen. In der letzten Begegnung hatte der EHC Königsbrunn das bessere Ende für sich. Trotzdem sind die Gastgeber am Freitag Favorit.

Sonntag ist dann gleich der nächste Hochkaräter angesagt, denn auch der EHC Klostersee befindet sich zurzeit in Top-Form. Gleich am ersten Spieltag der Verzahnungsrunde fegten die Grafinger den Oberligisten Waldkraiburg mit 9:2 vom Eis. In Garmisch beim höherklassigen SC Riessersee holte sich die Mannschaft einen Punkt und musste sich erst in der Verlängerung geschlagen geben. Danach gewann Klostersee auf heimischen Eis mit 6:0 gegen die starken Bad Kissinger. In Füssen war bei der 2:5-Niederlage nichts zu holen, doch zuletzt siegten die Grafinger mit 4:2 gegen den aktuellen Tabellenführer Miesbach. Anfang Dezember traf Klostersee in Königsbrunn auf die Brunnenstädter und siegte damals deutlich und verdient mit 5:1. Der ehemalige Panther-Spieler Bob Wren ist Top-Scorer bei den Grafingern, aber auch darüber hinaus ist Klostersee sowohl offensiv als auch defensiv breit und stark aufgestellt und wird sicher noch ein Wort um die Aufstiegsplätze mitreden können. Der EHC Klostersee geht nun am Sonntag als klarer Favorit in die Partie.

Königsbrunn mit vier Niederlagen in Folge

Denn zuletzt lief es nicht so gut für den EHC Königsbrunn. Nach vier Niederlagen am Stück ist der anvisierte sechste Platz in weite Ferne gerückt. Allerdings traten die Brunnenstädter zuletzt auch nur mit einem Rumpfkader an. Zudem scheint der Abgang von Spielertrainer Fabio Carciola eine große Lücke hinterlassen zu haben, was sich vor allem im Überzahlspiel bemerkbar macht. In der Vorrunde erzielte der EHC Königsbrunn viele Powerplay-Tore, doch in den letzten Partien war das Überzahlspiel zu harmlos. Gar keine Sorgen muss der EHC bezüglich der Torhüter-Position haben, denn sowohl Jennifer Harß als auch Donatas Zukovas präsentierten sich zuletzt in Bestform. In den kommenden Partien gilt es nun, Strafzeiten zu vermeiden und Torchancen besser zu verwerten, auch wenn zuletzt das notwendige Quäntchen Glück fehlte. Leider ist der Einsatz von Top-Scorer Matthias Forster noch unklar. Am Dienstag fehlte er wegen eines Magen-Darm-Infekts gegen Miesbach.

Trotzdem hofft Königsbrunns dritter Vorstand Tim Bertele am Sonntag auf ein schönes Spiel: „Das kommende Wochenende wird auch wieder kein Zuckerschlecken für uns. Wir benötigen jetzt vielleicht auch mal einen glücklichen Sieg, um die Kehrtwende zu schaffen. Das fehlte in den letzten Spielen auch ein wenig. Dennoch darf man nicht vergessen, dass wir als Aufsteiger bereits im ersten Jahr Bayernliga zu den besten Acht gehören. Deshalb lasse ich hier auch keine Kritik aufkommen, da die Mannschaft immer ihr Bestmögliches gibt. Da sind uns die alteingesessenen Bayernligisten einfach noch einen Schritt in ihrer Entwicklung voraus. Nichtsdestotrotz wollen wir am Wochenende Punkte einfahren und unseren Fans vor allem am Sonntag ein tolles Spiel bieten.“

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