Schwäbische Meisterschaften

31.07.2018

Frauenpower in Springparcours

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4 Bilder
Viel Spaß hatten die Teilnehmer, Reiter wie Läufer, beim Jump&Run-Wettbewerb

Alexandra Paul aus Altusried gewinnt bei den Amazonen. Schwester Stefanie muss sich knapp dem neuen Meister Markus Rudolph geschlagen geben

Die Schwestern Alexandra und Stefanie Paul vom TSV Altusried brachten bei den schwäbischen Meisterschaften im Springreiten im RC Ulrichshof Königsbrunn gehörig Frauenpower in den Parcours. Die 26-jährige Alexandra Paul gewann auf ihrem Wallach Albert Zweistein den Titel in der Frauenkonkurrenz vor Monika Dirr aus Illertissen. Pauls drei Jahre ältere Schwester Stefanie wurde in der Allgemeinen Klasse der Reiter gegen mehrheitlich männliche Konkurrenz Zweite. Hier ging der Titel an den Oberbeurer Markus Rudolph, der in den drei Meisterschaftsprüfungen auf seiner Stute Shakira hauchdünne 1,75 Punkte mehr gesammelt hatte.

„Ich bin super glücklich, dass mein Pferd auch am letzten Tag so gut gelaufen ist“, freute sich Alexandra Paul, die nicht wie ihre Schwester Berufsreiterin ist, sondern im Vertriebsaußendienst arbeitet. „Ich war schon sehr aufgeregt, als Führende ins Finale zu gehen. Doch Albert ist ein Kämpfer. Wenn ich aufgeregt bin, kämpft er noch mehr mit.“ Vor vier Jahren ritt sie mit ihm ihre erste Prüfung im Ulrichshof, nun wurde er dort zum Meisterpferd. „Wir haben zusammen schon einiges durchgemacht, und er ist einfach ein Klassepferd. Er sucht immer den nächsten Sprung“, schwärmt Alexandra Paul von ihrem Vierbeiner.

Auch ihre Schwester Stefanie, die als Ausbilderin und Trainerin des Gestüts Ambrosiushof in Haldenwang im Allgäu arbeitet, gehörte mit zwei S*-Siegen und zahlreichen weiteren guten Platzierungen in Königsbrunn zu den erfolgreichsten Reitern des Wochenendes. „Meine Pferde sind gut gesprungen. Ich bin sehr zufrieden“, sagte sie, auch wenn es letztendlich zum Titelgewinn nicht ganz gereicht hat.

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In Abwesenheit von Titelverteidiger Edwin Schmuck, aber gegen durchaus hochklassige Konkurrenz wie Patrick Afflerbach vom RV Königsbrunn Gut Fohlenhof, Stefanie Paul oder Richard Gardner vom RV Augsburg-West klappte es endlich mit dem ersten Meistertitel für Markus Rudolph. Immer wieder hatten in der Vergangenheit kleine Fehler dazu geführt, dass er am Titelgewinn vorbeigeschrammt war.

Auch in diesem Jahr hatte Markus Rudolph in der ersten Prüfung Pech. Im Auftaktspringen verlor er seinen Steigbügel, rettete sich aber dennoch mit Shakira ohne Abwurf noch als Vierter ins Ziel. In den zwei weiteren Meisterschaftsprüfungen der schweren Klasse S* und auch im Stechen des Finales blieb er fehlerfrei und machte so den Titelgewinn perfekt. „Es war ein tolles Turnier, und es hat großen Spaß gemacht“, lobte Rudolph die Veranstalter, nachdem er bei der Meisterschaftsehrung seine Medaille und die Auszeichnungen von Max Stechele, dem Vorsitzenden des Schwäbischen Reitverbands, und dem Sportreferenten der Stadt Königsbrunn, Maximilian Wellner überreicht bekommen hatte (siehe überregionaler Sport).

An den drei mitunter brütend heißen Turniertagen hatten die Mitglieder des RC Ulrichshof um den Vorsitzenden Peter Breitner und der 2. Vorsitzenden Kathrin Götzfried einen harten Job zu leisten. Überall sorgten Getränke und Wasserschläuche dafür, Mensch und Tier bestmöglich zu kühlen. Und auch der Turnierplatz musste immer wieder gewässert werden, um griffig zu bleiben. Auch beim beliebten Jump-&- Run-Spaßwettbewerb am Sonntagnachmittag floss der Schweiß in Strömen, als erst die Reiter und danach Läufer entweder in Turnschuhen oder sogar barfuß über fünf kleine Hindernisse jagten und die vielen Zuschauer begeisterten, die dicht gedrängt den Rand des Springplatzes bevölkerten.

Auf eine ähnliche Kulisse hoffen Breitner und Co. am nächsten Wochenende, wenn am Ulrichshof von Freitag bis Sonntag die schwäbischen Meisterschaften im Dressurreiten ausgetragen werden.

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