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Fußball Bayernliga
02.09.2021

Jede Menge Chancen vergeben

Einen starken Auftritt bot Schwabmünchen im Bayernliga-Derby gegen Schwaben Augsburg. Am Ende reichte es nur zu einem 1:1, weil die Gastgeber zu viele Torchancen ausließen.
Foto: Christian Kruppe

Die Schwabmünchner zeigen gegen Schwaben Augsburgs ihre beste Saisonleistung, patzen aber vor dem Tor, so dass nur ein Punkt herausspringt.

Auf dem Papier war es ein Krisentreffen, das Bayernliga-Derby des TSV Schwabmünchen gegen Schwaben Augsburg. Auf dem Platz war es über fast die ganze Spielzeit eine rassige Partie, in der vor allem die Schwabmünchner in fast allen Belangen zu überzeugen wussten.

Beide Teams legten mit viel Offensivgeist und Tempo los, doch wirkliche Torgelegenheiten gab es in den ersten 20 Minuten wenig zu beklatschen. Nach gut einer halben Stunde kippte das Spiel mehr und mehr zu Gunsten der Schwabmünchner. Das neue Offensivtrio um den wieder erstarkten Turgay Karvar und die beiden Neuen Mertion Vrenezi und Alessandro Mulas beschäftigten die Schwaben-Defensive immer mehr.

Kurz vor der Pause hätten die Gastgeber eigentlich in Führung gehen müssen. Nahezu alle paar Sekunden flog der Ball in Richtung des Augsburger Tores, doch egal wie, wer und was versucht wurde, immer wieder war ein Körperteil der in dieser Phase völlig überforderten Schwaben im Weg. Schwabmünchen wirbelte, traf aber nicht.

Das sollte sich direkt nach der Pause endlich ändern. Schon die erste Offensivaktion sorgte für das 1:0. Alessandro Mulas spielte den von Trainer Paolo Maiolo lautstark geforderten Pass in die Tiefe. Dort nahm Turgay Karvar das sensationelle Zuspiel auf und verwertet eiskalt.

Nun waren die Hausherren am Drücker. angetrieben von einem an diesem Tag überragenden Tim Uhde rollte ein Angriff nach dem anderen in Richtung Augsburger Tor. Schwabmünchens Kapitän war gefühlt überall auf dem Platz zu finden, arbeitete, spielte und führte die Mannschaft. Doch der verdiente Lohn für diesen starken Auftritt blieb ihm verwehrt. Sein Schussversuch aus 18 Metern prallte von der Unterkante der Latte zurück ins Spielfeld.

Auch danach bekamen die 570 Zuschauer vor allem von den Schwabmünchnern viel geboten, Angriff um Angriff rollte in Richtung Schwaben-Tor. Doch der Ball wollte nicht über die Linie.

Das sollte sich rächen. Fünf Minuten vor dem Ende sorgte einer der wenigen Augsburger Entlastungsangriffe für den schmeichelhaften Ausgleich. Da die Schwabmünchner auch im Endspurt den Ball nicht mehr im Tor unterbringen konnten, bleib es am Ende beim 1:1.

Auch wenn mehr drin war, zeigte sich Schwabmünchens Trainer Paolo Maiolo nach der Partie zufrieden. „Die Chancenverwertung war unglaublich. Aber trotzdem überwiegt der Stolz auf die gezeigte Leistung den Schmerz des verpassten Sieges“, so Maiolo. Womit er recht hat. Der Auftritt gegen Schwaben war der Stärkste in dieser Spielzeit - und hätte auch mehr Applaus verdient als er von den eigenen Fans bekommen hat.

TSV Schwabmünchen Brunner, Aracic, Uhde, Kümmerle, Aschner, Uhde, Hoppe (80. Mbaraka), Karvar, Handanovic (71. Kavuk), Vrenezi, Mulas (61. Schäffler)

Tore 1:0 Karvar (46.), 1:1 Zupur (85.)

Schiedsrichter Brandstätter (Zamdorf)

Zuschauer 572

Für die Maiolo-Elf gilt es nun, am Samstag diese Leistung gegen den FC Ismaning zu bestätigen. Gegen die kompakten und derzeit durchaus erfolgreichen Münchner wird es nicht leicht. Zumal neben den beiden erkrankten Thomas Rudolph und Robert Markovic-Mandic auch Tim und Maik Uhde nicht zur Verfügung stehen. Da bleibt die Hoffnung, dass der Rest der Mannschaft erneut die Listung vom Mittwoch abrufen kann. Wichtig könnten dabei die drei Neuzugänge werden. Lordan Handanovic kam wie schon zuvor Mertion Vrenezi vom Landesligisten Olching und brachte viel Schwung ins Offensivspiel, ebenso wie der aus Landsberg gekommene Alessandro Mulas, der mit seiner blitzsauberen Torvorbereitung schon mächtig Eindruck hinterlassen hat. Dazu kommt noch Amani Mbaraka, der zuletzt bei Türkgücü München aktiv war. „Es wird in Ismaning nicht einfach, aber wenn wir so auftreten wie am Mittwoch, bin ich guter Dinge“, so ein zuversichtlicher Paolo Maiolo.

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