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Schwabmünchen

21.09.2020

Fussball und Corona: Hygiene, Hochzeit, hohe Siege

Claudia Rau vom TSV Schwabmünchen macht es vor: Erst Hände desinfizieren, dann geht’s aufs Gelände.
Bild: Christian Kruppe

Plus In Schwabmünchen funktioniert beim Spiel gegen Schwaben Augsburg nur das Hygienekonzept. Warum Lagerlechfeld einen Hochzeitsplaner engagieren sollte.

Endlich. In ganz Deutschland rollt der Ball. Zumindest fast. Im Süden gab es ein Spiel, das Opfer der Pandemie wurde. Langerringens Kreisliga-Auftritt beim FC Haunstetten wurde wegen eines Corona-Verdachts im Kader der Augsburger abgesagt. Der Fall hat sich am Ende bestätigt.

Beim „Re-Start“ der Amateurligen war wenig so, wie es einmal war. Der Duft von Desinfektionsmittel verdrängte manchenorts den heiß geliebten Bratwurstgeruch. Während die Fans im Frühjahr noch nach dem Betreten des Sportplatzes erst einmal dem Freund die Hand gegeben wurde, ist nur der Griff zum Spender die erste Aktion. Erst mit sauberen Händen wurde begrüßt – meist per „Ellenbogencheck“. Hygiene, Abstand, Maske statt Tricks, Toren und Jubel. Ganz so schlimm war der Wiederbeginn aber nicht. Die Hygienekonzepte hatten überall funktioniert. In Schwabmünchen sogar auf dem Platz, denn auch dort gingen die Bayernligakicker beim Gegner oft zu sehr auf Abstand. Dies machte auch Trainer Paolo Maiolo nach der Partie. Der sonst doch wortreiche Italiener war nach der Leistung der Schwabmünchner dieses Mal eher kurz angebunden. Bezeichnend auch seine Reaktion nach dem 3:0 von Schwaben Augsburg. Der Treffer roch so stark nach Abseits, dass die Bratwurst erneut übertüncht wurde. Erst reklamierte er heftig, um dann abwinkend in Richtung Linienrichterin festzustellen: „Das ist heute eh egal.“

Schwabmünchens Kapitän verletzte sich vor Anpfiff

Kein guter Tag war es auch für Schwabmünchens Kapitän Tim Uhde. Im letzten Vorbereitungsspiel gab es einen Schlag aufs Knie, und nach dem Aufwärmen war für ihn Schluss. Schon vor dem Spiel war deshalb seine Laune im Keller, die Partie konnte die Stimmung nicht aufhellen.

Wesentlich besser dürfte die Laune in Lagerlechfeld gewesen sein. Die Mannschaft wollten eigentlich nicht spielen, weil viele Spieler auf einer Hochzeit weilten. Lagerlechfeld wollte verschieben, doch der Vorletzte Täfertingen hatte etwas dagegen. Der Mitaufsteiger hoffte wohl, so zu wichtigen Punkten zu kommen. Eine Fehleinschätzung. Lagerlechfelds Not-Elf gewann mit 8:0. Angesichts dieses Erfolgs macht es durchaus Sinn, wenn die Lechfeldhasen einen Hochzeitsplaner mit ins Trainerteam nehmen. Dies könnte für die Abstimmung in Zukunft durchaus Sinn machen.

Was bleibt noch vom Wiederbeginn? Der Torhunger. Hieß es einst, die Teams spielten mit „offenem Visier“, so ist das nun wohl mit „ohne Maske“ gleichzusetzen. Tore gab es bei den Teams aus dem Landkreis-Süden wie am Fließband. 23 Partien wurden von der B-Klasse bis zur Bayernliga gespielt. In nur vier Begegnungen fielen drei oder weniger Tore. Dreimal durften die Fans gar acht Tore genießen.

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