Fußball,A-Klasse

24.05.2019

„Genießt genau diesen Moment“

Der TSV Fischach hat den Aufstieg in Walkertshofen schon geschafft. Doch vielleicht sehen sich die beiden Kontrahenten der vergangenen Woche in der nächsten Saison in der Kreisklasse wieder.
Bild: Marcus Angele

Was Fischachs Meistertrainer seinen Jungs empfiehlt und wie es für Walkertshofen weitergeht

Augsburg „Genießt genau diesen Moment, diese zehn Minuten nach dem Abpfiff, das sind die geilsten. Ihr habt es geschafft, ihr seid Meister und ihr dürft richtig stolz auf euch sein“. Mit diesen Worten beschwor der verletzte Spielertrainer Dominik Bröll seine Truppe im Mannschaftskreis nach dem Spitzenspiel in Walkertshofen.

Danach gab es kein Halten mehr und der Coach musste die ein oder andere Bierdusche über sich ergehen lassen. Aber auch die Walkertshofer durften sich nach dem 2:1-Sieg freuen. Sie fahren zum Relegationsspiel gegen Westendorf und könnten mit einem Sieg den Fischachern in die Kreisklasse folgen. Verdient hätten sie es allemal: Mit einer überragenden Serie mit bisher vierzehn Siegen aus fünfzehn Spielen, waren sie das A-Klassen-Team der Stunde.

Hitzige Zweikämpfe auf dem Feld, hitzige Fans am Spielfeldrand: Im Staudenderby und Spitzenspiel Walkertshofen gegen Fischach schenkten sich die Akteure keinen Grashalm und es wurde mit äußerst harten Bandagen und viel Emotion bis zur letzten Minute gekämpft. Und die gut 300 Zuschauer sahen so eher ein raues, durch viele Fouls unterbrochenes Spiel. So konnten sich einige Spieler beim besonnenen Schiedsrichter Langenmaier bedanken, der sich nicht von der allgemeinen Hektik anstecken ließ und das Spiel mit elf gegen elf zu Ende brachte.

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Ein Pfiff sorgte allerdings für totale Verwirrung. Nach einem Eckball pfiff der Schiedsrichter und ließ trotzdem weiterlaufen. Dies erkannte Fischachs Dominik Schubert am schnellsten und drückte per Spitz das Leder zum 1:1 über die Linie. Verdientermaßen gelang dann Jürgen Demmel nach einem blitzsauberen Konter doch noch kurz vor Schluss der 2:1-Siegtreffer. Dies ärgerte Fischach aber nur kurz: Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme und es wurde zuerst auf dem Platz und später noch bis spät in die Nacht zu Hause im Vereinsheim gefeiert.

Wie sieht es auf den anderen Plätzen aus? Keine Probleme hatte der Tabellendritte Türkgücü Königsbrunn in seinem Heimspiel. Mit einem sicheren 4:1 schickten sie die Reserve des TSV Bobingen wieder nach Hause. Nun kommt zum Abschluss noch der SV Reinhartshausen zum erfolgreichen Aufsteiger. Hier werden dann noch zwei Fragen geklärt: Kann Türkgücü seinen tollen dritten Platz verteidigen und kann der Reinhartshauser Dennis Biber noch an Dominik Bröll in der Torschützenliste vorbeiziehen?

Am vergangenen Spieltag war der SVR spielfrei. Hurlach nahm beim SSV Bobingen mit einem deutlichen 5:0 die Punkte mit nach Oberbayern. Dabei erzielte Tobias Keil noch vor der Pause einen astreinen Hattrick. Auf der anderen Seite kassierte SSV-Torjäger Tuvshinbaatar Altantuul die Rote Karte und fehlt somit seinem Team im letzten Match gegen Fischach. Hurlach reist nach Langerringen, wo wahrscheinlich alles im Zeichen des Aufstiegs der ersten Mannschaft steht. Natürlich würde da ein Sieg der Zweiten noch perfekt dazu passen. Hurlach darf sich seinerseits mit einem Sieg noch Chancen auf Platz drei ausrechnen, wenn Türkgücü nicht punktet.

Torreich ging es beim 4:4 des Türk Bobingen gegen Klosterlechfeld zu. Bis zur 67. Minute führte Bobingen hier schon mit 4:1, als die Lechfelder dann irgendwie den Schalter fanden und mit der letzten Aktion den nicht mehr geglaubten Ausgleich erzielten.

Klosterlechfeld empfängt nun den schier übermächtigen TSV Walkertshofen. Doch wenn die Lechfeldhasen so wie in den letzten 20 Minuten auftreten und die Staudenelf schon die Relegation im Kopf haben, dann könnte es vielleicht eine Überraschung geben. Türk Bobingen fährt zum TSV Königsbrunn, die am letzten Spieltag in Straßberg aus Spielermangel nicht antraten. Mit den geschenkten Punkten schließt Straßberg bereits vor dem letzten Spiel beim TSV Bobingen die Saison sicher auf Platz zwölf ab. Der VfL Kaufering ist spielfrei.

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