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11.07.2010

Hitzeschlacht in Königsbrunn

Kein Weißbier-, aber dafür eine viel angenehmere Wasserdusche, wenn auch aus dem Bierkrug, erhielt Gabriela Harnischfeger nach ihrem Wiederholungssieg beim Triathlon in Königsbrunn von Manfred Winter (rechts) und Stefan Stehle. Fotos: Radloff
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Kein Weißbier-, aber dafür eine viel angenehmere Wasserdusche, wenn auch aus dem Bierkrug, erhielt Gabriela Harnischfeger nach ihrem Wiederholungssieg beim Triathlon in Königsbrunn von Manfred Winter (rechts) und Stefan Stehle. Fotos: Radloff

Königsbrunn Heiß, heißer, am heißesten, so war es gestern beim Triathlon in Königsbrunn. Irrsinnige 37 Grad herrschten mittags im Hans-Wenninger-Stadion, als die über 280 Teilnehmer des Hauptwettbewerbs, dem olympischen Triathlon (1,5 km Schwimmen, 46 km Radfahren, 11 km Laufen), teilweise völlig erschöpft und von der Sonne ausgezehrt ins Ziel kamen.

Da war das Schwimmen zum Auftakt ein Hochgenuss, wenn auch etwas ungewohnt. Denn aufgrund der Wassertemperatur von 23 Grad und mehr durfte laut Reglement kein Neoprenanzug getragen werden. Macht nichts, rein ins genussvolle Nass des Ilsesees und zwei Runden, mit einem kurzen Landgang und unter dem Applaus der vielen Zuschauer, geschwommen.

Reihenweise Überrundungen

Durch die Hitzeregelung zog sich das Feld allerdings noch weiter auseinander als sonst. Auf der letzten Geraden gab es reihenweise Überrundungen. Als Erster kam Robert Bartels vom TSV Obergünzburg nach 22,10 Minuten aus dem Wasser. 42 Sekunden nach ihm landete Steffen Frühauf. Rauf aufs Rad und 46 Kilometer in die Pedale getreten, was die Muskeln hergeben. Trotz eines Schnitts der Spitzenfahrer von um die 40 Stundenkilometer, die Trikots trockneten nicht, denn der Schweiß floss, vor allem an den heftigen Steigungen, in Strömen.

Hitzeschlacht in Königsbrunn

Mit großem Vorsprung rollte Steffen Frühauf vom Team Chooza Post SV ins Stadion ein. Der hoch aufgeschossene, kräftige Athlet musste allerdings seinen Vorsprung von über 30 Minuten auf rund eine halbe Minute zusammenschmelzen sehen. Trotzdem kam er noch recht frisch wirkend nach 2:14,47 Stunden ins Ziel.

Abgekämpft und unzufrieden ließ sich Jürgen Metzner die Endzeit von 2:21,16 Stunden abnehmen. Das war nach seiner Meinung unter seinen Möglichkeiten. "Es ging heute einfach nichts", meinte der Königsbrunner etwas frustriert über seinen Platz neun. Denn er hatte mit einem Gesamtsieg geliebäugelt. Und auch seine Vereinskameradin Maria Hivner, widererwartend doch gestartet, machte im Ziel trotz Platz vier keinen glücklichen Eindruck.

Unzufrieden, aber nur auf den ersten Blick, war das Organisationsteam des Ski Clubs um Stefan Stehle mit der Starterzahl bei den Kindern. Rund 80 hatten sie erwartet, nur 30 schickte Bürgermeister Ludwig Fröhlich auf die Strecke. "Die Eltern haben sich wohl überlegt, dass sie bei der Hitze ihre Kinder nicht starten lassen wollen", meinte Manfred Winter und gab ihnen recht. Am Volkstriathlon, den Lukas Sporer (Aquaman Tri-Team) gewann, beteiligten sich 127 Starter.

Einen sehr zufriedenen, frischen und fröhlichen Eindruck hinterließ Gabriela Harnischfeger vom TSV Bobingen im Ziel. Die Vorjahressiegerin kam zwar erst als Fünfte aus dem Wasser, doch nach dem Radfahren hatte sie schon einen Vorsprung von rund drei Minuten und musste sich beim Laufen nicht mehr überanstrengen, um wieder als erste Frau beim Königsbrunner Triathlon durchs Ziel zu laufen. Deswegen überließ sie auch die beste Laufzeit um fast 30 Sekunden der gesamt Zweitplatzierten, Jaqueline Brans. Dankend nahm die Bobingerin trotzdem die Wasserdusche aus dem Bierkrug an. (rr)

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Viele Bilder vom Triathlon unter

schwabmuenchnera-allgemeine.de

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