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Fußball, Bayernliga

18.05.2015

Jetzt ist wieder alles offen

Andreas Rucht machte in Rosenheim mit dem Treffer zum 3:0 alles klar für die Schwabmünchner.
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Andreas Rucht machte in Rosenheim mit dem Treffer zum 3:0 alles klar für die Schwabmünchner.

Wie Schwabmünchen in Rosenheim dem Klassenerhalt näherkommt

Der TSV Schwabmünchen hat die Tür zur Bayernliga wieder aufgestoßen. In der vorentscheidenden Partie beim SB Rosenheim behielten die Schützlinge von Trainer René Ott die Nerven und siegten auch in dieser Höhe verdient mit 3:0. Während sich die Rosenheimer dadurch endgültig in die Landesliga verabschiedeten, verschafften sich die Schwarz-Weißen die Chance, im letzten Saisonspiel am Samstag gegen den FC Pipinsried aus eigener Kraft den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.

„Wir sind die Begegnung so angegangen, wie man ein Abstiegsfinale angehen muss. Nach diesem Sieg haben wir es jetzt nach vielen Wochen erstmals wieder selbst in der Hand, die Liga zu halten. Hut ab auch vor dem SV Pullach“, freute sich TSV-Spielleiter Manfred Bock über sein Team und den 6:0-Sieg des SVP gegen Landshut, wodurch der TSV in der Tabelle an den Niederbayern vorbeizog.

Obwohl die Schwabmünchner aufgrund eines Staus auf der A8 erst 40 Minuten vor dem Anpfiff im Josef-März-Stadion angekommen waren und damit die Vorbereitung alles andere als optimal verlaufen war, sahen die Zuschauer schon früh zwei grundverschiedene Mannschaftsmentalitäten: auf der einen Seite der konzentrierte und hellwache TSV und auf der anderen Seite völlig übermotivierte Hausherren. Die Bilanz ergab ein deutliches Resultat: Doppelte Überzahl wegen zweier Feldverweise nach Notbremse (9.) und Unsportlichkeit (39.) sowie ein beruhigender 2:0-Halbzeitstand für Schwabmünchen.

„Rosenheim hat sich selbst den Zahn gezogen und den Schwung genommen. Wir dagegen blieben äußerst cool. Das war immens wichtig, denn dadurch sind jetzt wir am Zug und wurden vom Jäger zum Gejagten“, fasste TSV-Coach René Ott die Vorteile zusammen.

Der Trainer brachte diesmal von Beginn an Andreas Rucht in der Spitze. Und der rechtfertigte das Vertrauen mit seiner Beteiligung an allen drei Treffern. Das 0:1 durch Gabriel Önat entstand aus dem Freistoß von Tobias Heinzinger, der aufgrund der Notbremse an Rucht verhängt wurde. Beim 0:2 verarbeitete der Blondschopf einen weiten Pass von Janis Danke mustergültig als Vorlage zu Paul Fischer, und für das endgültige Siegtor zum 0:3 sorgte Rucht mit seinem 8. Saisontreffer höchstpersönlich.

Noch mehr Lob für seine tadellose Leistung im Mittelfeld erhielt von den Verantwortlichen allerdings Tim Uhde, der das jedoch bescheiden weitergab: „Das war ein Erfolg von allen zusammen und der mannschaftlichen Geschlossenheit.“ Damit lebt Tim Uhde das vor, was das Team des TSV Schwabmünchen rechtzeitig wieder gewonnen zu haben scheint: Willen und Teamgeist.

SB Rosenheim Zmugg (Tor); Achatz, Herberth, Sollinger, Eyrainer, Poschauko, Börtschök, Hofer (ab 63. Minute Thomas Höhensteiger), Jäger (ab 69. Minute Eminoglu), Markus Höhensteiger (ab 38. Minute Temel), Max Höhensteiger

TSV Schwabmünchen Steidle (Tor); Bauer, Sandner, Zerle, Önat (ab 78. Minute Sedelmaier), Danke, Uhde, Rucht (ab 84. Minute Rau), Heinzinger, Fischer, Rudolph (ab 43. Minute Raffler)

Tore 0:1 (9.) Gabriel Önat, 0:2 (26.) Paul Fischer, 0:3 (52.) Andreas Rucht.

Besondere Vorkommnisse Rot für Franz Eyrainer (7./Rosenheim), Gelb-Rot für Matthias Poschauko (39./Rosenheim).

Schiedsrichter Tobias Baumann (Seebach). – Zuschauer 100.

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