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23.01.2015

Keine Mannschaft ist chancenlos

Diese beiden Trainer und ihre Teams treffen am Sonntag wieder aufeinander, aber nur, wenn sie es bis in die Platzierungsspiele schafftenn: Herbert Wiest (links) vom SV Schwabegg, und Charly Pecher (rechts) vom TSV Bobingen.
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Diese beiden Trainer und ihre Teams treffen am Sonntag wieder aufeinander, aber nur, wenn sie es bis in die Platzierungsspiele schafftenn: Herbert Wiest (links) vom SV Schwabegg, und Charly Pecher (rechts) vom TSV Bobingen.

Obwohl der VfR Foret als Favorit gehandelt wird, erwarten die beteiligten Trainer ein Landkreis-Endturnier auf Augenhöhe

 Wenn am Sonntag um 13 Uhr in der Schmuttertalhalle der Anpfiff zur 34. Landkreismeisterschaft im Hallenfußball ertönt, feiert eine neue Sportart Premiere. Erstmals wird auch dieser traditionsreiche Wettbewerb nach den Fifa-Regeln gespielt. Die Bande bleibt im Abstellraum, denn Futsal ist angesagt. Wenigstens den Modus sind die Zuschauer gewohnt: Die Endrunde wird nach wie vor im K.o.-System gespielt, während die acht Hauptrunden im Modus Jeder gegen Jeden ausgetragen wurden. Dieses System mit den Gruppenspielen ist sehr anspruchsvoll. „Das ist gar nicht so einfach“, sagt zum Beispiel Franz Stroh, der Trainer des FC Horgau. „Da setzte sich am Ende die Qualität der besten Mannschaft durch. Beim K.o.-System braucht man mehr Glück und hat mit einer defensiven Taktik besser Chancen.“ Für die Spannung seien diese Hop oder Top-Spiele jedoch wesentlich besser. Deshalb freut sich Stroh auf den Showdown ebenso wie seine Kollegen.

Nachfolgend stellen wir die acht Teilnehmer vor und beurteilen ihre Chancen.

TSV Leitershofen

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Gleich beim ersten Turnier im Futsal hat sich der Kreisklassist bei der Vorrunde in Königsbrunn durchgesetzt. „Futsal ist eine andere Sportart“, sagt Trainer Michael Kreutmayr, „wir haben uns damit arrangiert und den Gegebenheiten ganz gut angepasst.“ Für ihn hat sowohl den Kick mit dem sprungreduzierten Ball als auch die Diskussion um den Modus zwei Seiten. „Futsal ist für die Spieler genauso interessant, weil Technik und Taktik eine größere Rolle spielt. Sie sind auch vom Modus Jeder gegen jeden begeistert, weil man da fünf Spiele hat“, berichtet Kreutmayr. „Für die Zuschauer ist beides jedoch nicht so interessant. Futsal fehlt der Pep und die Dynamik, dem Modus die Spannung.“ Die wird am Sonntag vorhanden sein. „Keine Mannschaft ist chancenlos“, sagt Kreutmayr und fühlt sich wohl in der Außenseiterrolle. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Dominik Bröll.

Hallenspezialisten: Dominik Bröll, Markus Bröll.

AL-Prognose: Überraschung möglich!

TSV Bobingen

Nicht mit seiner besten Mannschaft kann der Bezirksligist TSV Bobingen auflaufen. Denn einige Spieler sind einfach nicht da, andere verletzt, andere will Trainer Charly Pecher aus Sicherheitsgründen nicht spielen lassen, um ihren Heilungsprozess nicht in Gefahr zu bringen. „Wir sind aber trotzdem konkurrenzfähig“, sagt er. Denn er meint, dass bei diesem Turnier jeder jeden schlagen kann, jeder Landkreismeister werden kann. „Es ist ein Turnier auf Augenhöhe“, fügt Pecher hinzu. Auch wenn er Foret für den Favoriten hält, er hat sich trotzdem mit seiner Mannschaft den Sieg vorgenommen, denn: „Der Zweite ist der erste Verlierer.“ Die Bobingern hatten in den Wintermonaten einmal pro Woche Hallentraining, allerdings „just for fun“ und auf freiwilliger Basis. (rr)

Hallenspezialist: Cemal Mutlu

AL-Prognose: Als Titelverteidiger und Rekordmeister immer ein Kandidat für den Turniersieg!

TSV Diedorf

Die Endrunde wird zwar vom SSV Anhausen ausgerichtet, doch der TSV Diedorf ist der Lokalmatador in der Schmuttertalhalle. Das sollte der Stimmung gut, die sich zuletzt beim Futsal doch sehr in Grenzen hielt. Klar, dass sich der Kreisliga-Spitzenreiter um Trainer Jürgen Fuchs viel vorgenommen hat.

Hallenspezialisten: Dennis Czifra, Benjamin Keller.

AL-Prognose: Mit dem Heimvorteil könnte eine Überraschung gelingen!

FC Horgau

Über zehn Jahr musste der FC Horgau warten, um sich wieder einmal für die Endrunde zu qualifizieren. „Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben“, sagt Trainer Franz Stroh, der sich als absoluter Futsal-Fan bezeichnet: „Das kommt uns entgegen, weil wir eine spielerisch starke Mannschaft haben.“ Die Horgauer Hallenspezialisten sind heiß auf den Kick unter dem Dach, wie man beim Turniersieg in Fischach gezeigt hat. Stroh kann mit bester Besetzung auflaufen. dazu gehört auch Omar Samouwel. Der 19-jährige Asylbewerber aus dem Senegal, der im Horgauer Waldcafe untergebracht ist, kickt normalerweise nur in der zweiten Mannschaft der Kleeblätter. „In der Halle macht er uns viel Freude“, sagt Franz Stroh.

Hallenspezialisten: Fabian Tögel, Manuel Schmid, Omar Samouwel.

AL-Prognose: Geheimtipp!

VfR Foret

Den Hallen-Rastellis des VfR Foret ist Futsal auf den Leib geschneidert. Die Filigrantechniker fühlen sich bei der körperloseren Variante des Hallenfußballs pudelwohl. Meist sind sie nur mit Fouls zu stoppen, was dann zu Zehn-Meter-Strafstößen führt. Von der Favoritenrolle will Trainer Jimmy Arslan nichts wissen, obwohl er mit seiner besten Besetzung nach Diedorf fahren kann. „In der Halle hängt der Erfolg von so vielen Kleinigkeiten ab. Von der Tagesform, einer Schiedsrichterentscheidung oder wie die Spieler den vergangenen Abend verbracht haben“, schmunzelt der 42-Jährige. Seine Jungs haben ihm übrigens mit der Qualifikation für die Endrunde einen Wunsch erfüllt. „Ich war schon bei der schwäbischen und bei der bayerischen Meisterschaft, aber noch nie bei einer Landkreis-Endrunde.“

Hallenspezialisten: Ayhan Kara-Idris, Rudi Kine, Alexander Chetschik.

AL-Prognose: Topfavorit!

SV Schwabegg

Nicht mit seiner stärksten Besetzung kann der SV Schwabegg zu Endrunde antreten. Joachim Schuster fällt mit Sicherheit aus, eventuell können auch Florian Wiest und Christoph Schedler nicht auflaufen. Zu diesem Handycap hatten die Schwabegger auch noch Lospech. Sie müssen gleich gegen den Topfavoriten VfR Foret ran. Trainer Herbert Wiest sieht seine Truppe als krassen Außenseiter, will aber trotzdem ohne Angst und Respekt dem Gegner, der große individuelle Klasse hat, gegenübertreten. „Wenn wir dieses Spiel gewinnen können, dann ist alles möglich. Dann können wir uns auch den Titel holen“, sagt er. (rr)

Hallenspezialist: Peter Ziegler

AL-Prognose: Außenseiter, weil auf dem Weg ins Finale zu hohe Hürden warten!

TSV Dinkelscherben

Viele Jahre gab der TSV Dinkelscherben auf dem Hallenparkett eine eher unbeholfene Figur ab. Das hat sich zuletzt geändert. 2013 standen die Lila-Weißen im Finale, diesmal marschierten die Schützlinge von Trainer Michael Finkel so souverän durch die Vorrunde in eigner Halle, dass sie von den Experten gleich in den Favoritenkreis aufgenommen wurden. Und während beim Futsal ansonsten eher mit Toren gegeizt wird, zeigten sich die Dinkelscherbener mit 30 Treffernsehr spendabel. 14 davon erzielte der überragende Daniel Wiener.

Hallenspezialisten: Daniel Wiener

Prognose: Geheimfavorit!

TSV Neusäß

Der TSV Neusäß gehört zu den Vorreitern im Futsal. Die Spieler lieben diese Sportart, wollen aber nicht auf Biegen und Brechen gewinnen. Vorrang genießt die Rückrunde im Freien.

Hallenspezialisten: Lukas Drechsler, Daniele Miccoli, Fabian Krug, Seppi Guggenberger.

AL-Prognose: Mitfavorit

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