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Schwabmühlhausen

29.03.2015

Kirche und Schubkarre fest im Blick

Die einsetzende Dunkelheit gepaart mit stimmungsvoller Beleuchtung gab dem Wettkamp seinen eigenen Flair.
Bild: Christian Kruppe

Nach sechs Jahren Pause geht es beim Schubkarrenrennen wieder rund um das Schwabmühlhauser Gotteshaus. Hunderte Zuschauer und mehr als 90 Teilnehmer wissen nun, was der "Zeitlupenberg" ist.

 Es dämmert langsam, als sich das Schützenheim in Schwabmühlhausen füllt. Wie im Rennsport üblich, ist vor dem Rennen eine Fahrerbesprechung angesetzt. Nach sechs Jahren Rennpause in Schwabmühlhausen sind viele neue Schubkarrenfahrer dabei, die erste über die Tücken des Kurses rund um den Kirchberg eingeweiht werden müssen. Schützenmeister Georg Stammel klärt die Fahrer über Strecke und Hindernisse auf. „Vermeidet vor allem das Abladen. Das kostet Zeit,“ fügt er hinzu. Ein Rat, den einige der Rennteilnehmer, meist ungewollt, dann doch nicht beherzigen.

Nach der Fahrerbesprechung ging es auf die Strecke. Eine Runde, angeführt von der Lamerdinger Musikkapelle, abgelaufen. Danach war es endlich so weit. Sechs Jahre mussten die Schubkarrenrennsportfans warten, ehe das 19. Schwabmühlhauser Schubkarrenrennen wieder gestartet wurde. Statt wie früher am Fasching wurde der Frühling abgewartet und der Start in die Abendstunden verlegt. Eine gute Entscheidung. Die einsetzende Dunkelheit gepaart mit stimmungsvoller Beleuchtung gab dem Wettkamp seinen eigenen Flair.

Als erstes gingen die Lokalmatadoren an den Start, sozusagen die offizielle Schwabmühlhauser Dorfmeisterschaft. Mit einem Kanonenschuss gingen die ersten vier an den Start. Nach gut 30 Metern wartete bereits das erste Hindernis, ein Balken in knapp 80 Zentimetern Höhe - zu tief um unten durch zu schlüpfen. Also mussten die Renngefährte samt Ladung darüber gehoben werden. In regelmäßigen Abständen warteten weitere Hindernisse wie ein alter Holzschlitten, auf die Läufer. Richtig anspruchsvoll wurde es am niedrigsten Punkt der Strecke. Da wartete zuerst ein weiterer Balken. Doch diesmal etwas mehr als einen Meter über den Boden. So heißt es hier unten durch. Hierbei boten die Läufer allerlei Varianten.

Von Schubkarre zuerst und Läufer hinterher, auch mal im Tiefflug, bis hin zu den erfahrenen, die sich auf den Schubkarren warfen und teilweise gar funkensprühend unter dem Balken hindurch rutschten, waren etliche Varianten der Hindernisbewältigung geboten. Nach dem Balken folgte ein Jauchfass, das es zu überqueren galt. Ihm folgte der Schlussspurt der Strecke. Bergauf. Für viele war hier nichts mit Schlussspurt. Georg Stammel hatte die Läufer bei der Besprechung gewarnt: „Das letzte Stück heißt nicht ohne Grund Zeitlupenberg“. Nach dem Fass geht es straff bergauf, noch über eine Wippe, ehe der Zieleinlauf kommt. Dort heißt es weg mit der Schubkarre, auf allen vieren durch einen „Saukäfig“ zur Glockenstange und läuten. Auch da wurde die ein oder andere Sekunde verloren. Die Neuauflage des Rennens ist definitiv geglückt, viele freuen sich schon auf eine Fortsetzung. "Seite 8

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