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Eishockey

28.01.2019

Knappe Niederlage gegen die Eishackler

Hayden Trupp erzielte den einzigen Königsbrunner Treffer gegen Peißenberg.
Bild: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn muss sich in einer schwachen Begegnung Peißenberg mit 1:3 geschlagen geben. Was der Trainer dazu sagt.

Der EHC Königsbrunn verlor mit 1:3 seine Auswärtspartie bei den „Eishacklern“ des TSV Peißenberg. Dabei hatten die Brunnenstädter noch bis zum Spielende die Chance, Punkte zu holen.

Königsbrunn reiste mit gerade mal 14 Feldspielern an, einige Spieler konnten die Begegnung nicht antreten. So musste neben dem gesperrten Aleksander Polaczek auch Top-Scorer Lukas Fettinger berufsbedingt pausieren; in der Defensive fehlte Robin Pandel. Wie schon am Freitag stand Jennifer Harß im Tor der Brunnenstädter, Donatas Zukovas war als Backup mit im Kader.

Hayden Trupp bringt EHC in Führung

Im ersten Drittel kam Peißenberg gut in die Partie und erarbeitete sich gleich Chancen. Königsbrunn brauchte erst ein paar Minuten, um ebenfalls ins Spiel zu kommen. Eine erste Strafe der Eishackler konnte der EHC zwar nicht verwerten, doch danach setzte Jeff Szwez seinen Sturmpartner Hayden Trupp in Szene. Dieser netzte zum 1:0 für die Brunnenstädter ein. Danach hatte Königsbrunn zwei gute Möglichkeiten, ehe die Gastgeber wieder ins Spiel fanden. In der 13. Spielminute kassierte dann Ralf Rinke nach einem unnötigen Foul eine 2+10-minütige Strafzeit, die nicht folgenlos blieb. Nach gerade mal 34 Sekunden Überzahlspiel der Gastgeber zappelte der Puck im Königsbrunner Tor, es stand nun 1:1. Danach setzte es für beide Teams Strafzeiten, Tore gab es aber bis zur Pause nicht mehr zu sehen.

Nach Wiederanpfiff hatte Königsbrunn noch in Überzahl Zeit, in Führung zu gehen. Doch der EHC präsentierte sich nun schwach und schaffte es nicht, sich im gegnerischen Drittel festzusetzen. Beide Teams zeigten eine schwache Bayernligapartie mit vielen Fehlern. Königsbrunn war in Überzahl viel zu harmlos, leistete sich viele Fehlpässe und spielte nahezu körperlos. So war es nicht verwunderlich, dass die Eishackler in der 28. Spielminute zum 2:1 trafen. Torfrau Jennifer Harß war aber an beiden Treffern schuldlos und wohl der einzige Königsbrunner Akteur mit Normalform auf dem Eis. Peißenberg hatte kurz vor Drittelende noch die Chance, einen weiteren Treffer zu erzielen, denn zwei Königsbrunner Spieler mussten auf die Strafbank. Doch die Eishackler nahmen die Einladung nicht an, die doppelte Überzahlsituation blieb folgenlos.

Treffer ins leere Tor

Auch im letzten Spielabschnitt war Königsbrunn nicht in Normalform und kam kaum aus dem eigenen Drittel heraus, doch auch Peißenberg wollte scheinbar kein Tor mehr schießen. Erst zehn Minuten vor Spielende schaffte es der EHC wieder, Chancen zu generieren. Dominic Auger traf dann auch mal den Pfosten, doch die Bemühungen wurden nicht honoriert. Kurz vor Spielende setzte Coach Sven Rampf noch mal alles auf eine Karte, nun musste Jennifer Harß zugunsten eines weiteren Feldspielers auf die Bank. Doch dieser Schuss ging nach hinten los, 55 Sekunden vor Spielende traf ein Eishackler das leere Tor und sorgte für den 3:1-Endstand zugunsten der Gastgeber.

Peißenberg schlug Königsbrunn verdient mit 3:1. Der EHC nutzte seine Chancen nicht und leistete sich zu viele Fehler. Am Dienstag folgt nun das nächste Auswärtsspiel beim TSV Miesbach, der momentan den zweiten Tabellenplatz hinter Riessersee belegt. Um dort bestehen zu können, bedarf es einer gewaltigen Leistungssteigerung, ansonsten droht Königsbrunn den Anschluss auf den anvisierten sechsten Tabellenplatz zu verlieren.

Dienstag gegen Miesbach

Der Königsbrunner Trainer Sven Rampf nennt Ursachen für die Niederlage: „Ich muss meine Mannschaft zuerst mal loben, sie hat von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Jenny im Tor war heute mal wieder überragend, sie hat uns ganz lange im Spiel gehalten. Wir haben leider etwas unglücklich gespielt, man muss aber auch sehen, dass Peißenberg die größeren Chancen hatte. Zum Schluss haben wir noch nachgelegt, da war leider der Pfosten im Weg. Wir wollten unbedingt noch das 2:2 machen und haben dann mit vollem Risiko ohne Torwart gespielt, dies wurde leider nicht belohnt. Trotzdem, die Mannschaft hat toll gekämpft, wir waren ja gerade mal 14 Feldspieler vor Ort. Ich musste sogar einen Verteidiger im Sturm einsetzen, Alexander Strehler hat das aber sehr gut gemacht. Im Gegensatz zum Freitag haben wir uns heute gesteigert, hoffentlich klappt das am Dienstag gegen Miesbach noch besser.“

Lesen Sie auch unser Portrait über die EHC-Torhüterin:  Jennifer Harß - die Frau mit der Maske

Tore 0:1 Trupp (Szwez) (4.), 1:1 Malzatzki (Andrä, Zink) (13.), 2:1 Estermaier (M. Barth, Höfler) (28.), 3:1 Eichberger (Goll, empty net) (60.)

Strafminuten TSV Peißenberg 10 EHC Königsbrunn 12+10

Zuschauer 451

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