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Handball,Bezirksoberliga

05.11.2019

Lang ersehnt, endlich erreicht

Da war der Jubel bei den Bobingern groß. Sie gewannen das Derby gegen Schwabmünchen relativ klar. Das ist ein riesiger Motivationsschub für das Team von Trainer Mario Stadlmair.
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Da war der Jubel bei den Bobingern groß. Sie gewannen das Derby gegen Schwabmünchen relativ klar. Das ist ein riesiger Motivationsschub für das Team von Trainer Mario Stadlmair.

Bobingen bietet gegen Schwabmünchen eine starke zweite Hälfte und spielt den Derbysieg clever heim

„Werbung für den Handballsport“ betrieben der TSV Bobingen und der TSV Schwabmünchen beim Lokalderby am Samstag. Nach einer berauschenden zweiten Halbzeit siegte der TSV Bobingen verdient mit 27:23.

Schon vor der Partie sah man beiden Mannschaften an, dass das Derby kein normales Spiel werden würde. Das spürte man schon beim Aufwärmen. Beide Seiten hatten noch eine extra Portion Motivation mitgebracht. Und die 300 Zuschauer bekamen von Anfang an eine hart umkämpfte Partie zu sehen.

In der Anfangsphase dominierten die Gäste aus Schwabmünchen. Der zu Beginn starke Leonard Scholz erzielte die ersten vier der fünf Schwabmünchener Tore und so lagen die Gäste schnell mit 5:3 in Front. Mit dynamischen, schnellen Angriffen konnten die Mannen aus Schwabmünchen immer wieder die Bobinger Abwehr umspielen.

Doch der Gastgeber ließ sich nicht abschütteln, hatte im Angriff immer eine Lösung parat. So konnten die Singoldstädter um den starken Tobias Müller immer wieder den Ausgleich erzielen. „Die Abwehr von uns war in dieser Phase nicht aggressiv genug, und wir bekamen keinen Zugriff auf die schnellen Rückraumspieler der Schwabmünchner. Doch im Angriff hielten wir immer wieder dagegen“, analysierte Trainer Mario Stadlmair. So ging es mit einer verdienten Führung von 13:11 für die Gäste in die Pause.

Beide Mannschaften nutzten die Pause, um sich neu einzustellen. Wirkung zeigte es zunächst nur bei den Bobingern. Im Angriff nutzten sie die Räume gegen die neu formierte offensive Deckung der Schwabmünchner und verbesserten die Abwehr. Vor allem Moritz Müller und der junge Benedikt Arlt präsentierten sich in Topform. Nach einer Auszeit der Gästetrainer konnte der TSV Schwabmünchen wieder zu seinem Spiel zurückfinden. Nur drei Minuten später warf Schwabmünchens Stärkster, Leonhard Reichenberger, den Ausgleich zum 16:16.

Die nächsten sieben Minuten war das Spiel ausgeglichen. Frank Hübenthal und Bobingens Manuel Fischer dominierten als Keeper das Spiel. Die Singoldstädter nutzten daraufhin die Fehler der Schwabmünchner gnadenlos aus und konnten über den pfeilschnellen Tobias Müller einen 24:19-Vorsprung herausspielen.

Mit riskanter Abwehr brachte Schwabmünchen die Bobinger nochmals aus dem Konzept. Trainer Mario Stadlmair nahm eine Auszeit und beruhigte sein Team. Und das zeigte Wirkung. Die letzten Minuten konnten clever heruntergespielt werden. Dadurch sicherten sich die Bobinger den lang ersehnten „Derbyheimsieg“ mit einem Endstand von 27:23.

„Starke Leistung der Bobinger. Sie haben heute den Sieg mehr gewollt“, so Schwabmünchens Leonhard Reichenberger nach der Partie. „Ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Am Ende haben wir uns mit zwei Punkten belohnt“, analysierte Moritz Müller aufseiten der Bobinger.

Das Spiel war von einer harten Gangweise geprägt, doch immer fair. Vor einer klasse Kulisse war es ein ansehnlicher Handball und hervorragend für den südlichen Landkreis, dass es solche Handballspiele gibt.

Für den TSV Schwabmünchen geht es am kommenden Wochenende weiter mit einem Heimspiel gegen Schlusslicht Ichenhausen, und Bobingen gastiert am Sonntag in Lauingen. Dort wird gegen die HSG dieselbe Leistung benötigt, um etwas Zählbares mitzunehmen.

TSV Bobingen: Fischer, Lenz (Tor); Müller T. (9), Pillmayr (7/4), Müller M. (4), Stadlmair J. (3), Muliyanto (3), Riedlinger (1), Obele, Huber, Hermann, Arlt, Winkler, Vogt, Peffer.

TSV Schwabmünchen: Hübenthal, Mürbeth (Tor); Scholz (5/3), Reichenberger (5), Reinsch (3), Bürgle (3), Hänsel (2), Merbold (1), Brugmoser (1), Thoma, Boppel, Fetahu.

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