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Königsbrunn

03.07.2020

Mit 35 will Leichtathletin Sonja Keil noch mal durchstarten

Sonja Keil will bei den deutschen Meisterschaften starten.

Plus Nach ihren Erfolgen im Seniorenbereich will die Königsbrunnerin zu den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Was sie sich vorgenommen hat.

Lange hat sie auf ihre ersten deutschen Meisterschaften warten müssen, doch Ende Februar war es dann so weit: Die Königsbrunnerin Sonja Keil gewann in Erfurt über die 200 (25,57 Sekunden) und 400 Meter (persönliche Bestzeit von 56,51 Sekunden) ihre ersten beiden deutschen Seniorentitel in der Altersklasse W35. Und auch für die Freiluftsaison hat sie sich einiges vorgenommen.

„Die ersten beiden deutschen Titel bedeuten mir sehr viel. Ich hätte auch bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig starten können, habe mich aber für die Seniorentitelkämpfe in Erfurt entschieden“, sagt die Berufsschullehrerin. Die 35-Jährige unterrichtet Chemie und Ernährungswissenschaften. Mit ihrem Alter kokettiert die stets fröhliche Athletin.

„Mit meinem Trainer und Lebensgefährten Ivan Seyov haben wir auch schon über eine Teilnahme an den Senioren-Europameisterschaften nachgedacht.“

Mit 35 will Leichtathletin Sonja Keil noch mal durchstarten

Die Jagd nach neuen Bestzeiten wurde zwischenzeitlich vom Coronavirus gestoppt. „Ich habe durchtrainiert und bin im Wald gelaufen. Jetzt bin ich aber wieder auf der Bahn und werde meinen ersten Freiluftstart am 5. Juli in München über die 400 Meter absolvieren.“

Deutsche Meisterschaft als großes Ziel

Ein großes Ziel für dieses Jahr sind die deutschen Meisterschaften in Braunschweig Anfang August. „Ob ich starten kann, hängt von den Kriterien des Verbandes ab. Ich werde aber versuchen, ein Startrecht zu erhalten“, verrät die erfolgreiche Läuferin, die 2020 in der Halle auch süddeutsche und bayerische Hallen-Vizemeisterin der Aktiven über 400 Meter wurde.

Dabei war ihre Karriere 2007 eigentlich schon beendet. Eine Herzmuskelentzündung und das Studium in München zogen eine Pause bis 2015 nach sich. „Eine Freundin fragte mich nach einem Trainer und ich empfahl meinen Lebensgefährten, der auch mich dann fit machte“, berichtet die Königsbrunnerin, die dem TSV Inningen angehört und für die LG Augsburg startet.

Die Leichtathletik-Karriere, die beim TSV Gräfelfing begann, nahm dann einen rasanten Verlauf. Nach mehrjähriger Wettkampfpause wurde Sonja Keil 2015 bayerische Vizemeisterin über 400 Meter und in den Jahren 2016 und 2017 bayerische Meisterin über die 400 Meter Hürden.

Bis zu den deutschen Hallentiteln der Senioren war Rang fünf über die 400 Meter Hürden bei der deutschen U20-Meisterschaft 2002 in Fulda das beste Ergebnis von Sonja Keil, deren Talent in der Schule entdeckt wurde.

Ihr Trainer ist auch der Lebensgefährte

Und wie klappt das, wenn der Trainer gleichzeitig der Lebensgefährte ist? „Natürlich gibt es zwischen mir und Ivan auch ab und zu gegensätzliche Ansichten, aber wir harmonieren. Ivan war ja auch schon in Gräfelfing mein Trainer“, verrät Sonja Keil, deren Erfolgshunger noch lange nicht gestillt ist. „Ich hoffe, in diesem Jahr noch einiges erreichen zu können, und fühle mich gut. An ein Ende der Karriere denke ich noch lange nicht. Das hängt aber auch von der Gesundheit ab“, so die 35-Jährige.

„In meine Familie passe ich eigentlich nicht rein, denn da habe ich keine Vorbilder in puncto Leichtathletik. Die sind alle anders orientiert“, sagt Sonja Keil. Sie verfolgt ihre Ziele akribisch, und da ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht.

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