Leichtathletik

05.08.2019

Neue Bestzeiten bei den Deutschen

Julia Stuhler aus Schwabmünchen auf der berühmten blauen Bahn in Berlin: Die Leichtathletin belegte Rang zwölf über 400 Meter Hürden bei den deutschen Meisterschaften.
Bild: Tobias Petzak

Julia Stuhler und Kerstin Hirscher kehren mit guten Ergebnissen von den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften aus Berlin zurück

Eine starke Vorstellung lieferten die beiden Leichtathletinnen aus der Region bei den deutschen Meisterschaften in Berlin: Julia Stuhler wurde in neuer Bestzeit Zwölfte über 400 Meter Hürden, und Kerstin Hirscher über 1500 Meter Fünfte. Beiden liefen neue perönliche Bestleistungen.

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Julia Stuhler von den Schwabmünchner Leichtathleten trat über die 400m Hürdenstrecke an und überzeugte zum Saisonhöhepunkt auf ganzer Linie.

Eine besondere Erfahrung

Ins altehrwürdige Berliner Olympiastadion einzulaufen war für die 21-Jährige schon eine besondere Erfahrung, hatte sie die einzigartige blaue Bahn bisher nur im Fernseher oder von der Tribüne aus bewundert. Und auch der ganze Ablauf bei einer deutschen Meisterschaft war ungewohnt, so die Jurastudentin nach ihrem Saisonhöhepunkt: „Der Weg vom Aufwärmplatz außerhalb des Stadions durch die Katakomben der Anlage war ganz schön lang.“ Auch das Prozedere mit Callroom, aus dem die Athletinnen dann geschlossen ins Stadion geführt wurden, erlebe man nicht alle Tage, so die Schwabmünchnerin nach ihrem Rennen.

Neue Bestzeiten bei den Deutschen

Doch Julia Stuhler war absolut fokussiert und ließ sich auch vom ungewohnt zahlreichen Publikum nicht beeindrucken. In einem runden Rennen konnte sie sogar ihre persönliche Bestzeit nochmals um 35 Hundertstel auf 61,14 Sekunden verbessern.

In ihrem Halbfinal-Lauf wurde sie damit starke Vierte, was für das Finale zwar erwartungsgemäß nicht reichte, mit dem die TSV-Athletin absolut zufrieden war.

Ebenfalls happy war auch der große, mitangereiste TSV-Fanblock, bestehend aus Familie, Freunden und TSV-Kollegen. Und auch die nicht mit angereisten Menkinger Vereinskollegen, die den Hürdensprint im Livestream der ARD verfolgten, honorierten Julias Erfolg.

Trainer verpasst den Lauf

Nur Coach Wolfgang Ritschel, der nicht mit nach Berlin gereist war, hatte technische Probleme mit seinen PC und verpasste daher den Lauf seiner Athletin. Er wurde dennoch kurz nach dem Rennen persönlich von seinem Schützling informiert und durfte sich mit Julia über deren starken zwölften Platz in Deutschland freuen.

Julia Stuhler zu ihrem Erfolg: „Ich war zu meinem Saisonhöhepunkt topfit. Dass so viele Leute im Stadion waren, hab ich erst nach dem Lauf mitbekommen, dann aber umso mehr genossen.“ Für die Athletin geht es zunächst in den Urlaub, ehe im September noch ein Team-Wettkampf ansteht, bei dem sie ihre Vereinskolleginnen unterstützt.

Auch die zweite Starterin aus der Region ist sehr zufrieden gewesen mit ihrem Ergebnis: Kerstin Hirscher, die bei der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn arbeitet, belegte über 1500 Meter Rang fünf. „Es war von Anfang an ein schnelles Rennen, sodass ich mit einem super fünften Platz auch noch eine neue Bestzeit von 4:18,52 laufen konnte“, schrieb die Läuferin, die in Täfertingen (Landkreis Augsburg) wohnt und für Quelle Fürth startet, auf Facebook. (SZ)

Lesen Sie auch: Was sich Julia Stuhler bei der Deutschen erwartet

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