Problem

16.04.2019

Niemand will führen

Auf ein schmuckes Sportheim kann die SpVgg Langenneufnach verweisen. Was jedoch fehlt, ist ein neuer Vorsitzender.
Bild: Reinhold Radloff

Bei der SpVgg Langenneufnach findet sich kein neuer Vorsitzender

Es ist nur schwer zu verstehen. Da besticht ein Verein durch langjährige Kontinuität in der Vereinsführung, steht finanziell auf sehr soliden Beinen, verfügt über tolle Sportanlagen, hat intakte und erfolgreiche Abteilungen und auch sonst seine Hausaufgaben gemacht, und trotzdem findet sich niemand, der das Amt des Vorsitzenden übernehmen will.

Bereits vor mehr als einem Jahr hatte Stefan Sonnenberg angekündigt, dass er sein Amt als erster Vorsitzender, das er seit 2013 bekleidet, aus beruflichen und privaten Gründen abgeben will.

Bei der Hauptversammlung des Vereins im Januar konnte allerdings das Amt des Vorsitzenden mangels Kandidaten nicht besetzt werden. Die weiteren Vorstandsmitglieder traten ohne ersten Vorsitzenden ebenfalls nicht zur Wahl an, blieben aber kommissarisch im Amt. Dabei signalisierten die stellvertretende Vorsitzende Maritta Brecheisen, Kassierin Irmgard Winkler-Bauer und die erst kürzlich neu gewählte Schriftführerin Lisa Portner ihr Amt weiter führen zu wollen. Für den Posten des dritten Vorsitzenden zeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab. Alle Posten und Aufgaben im Vereinsausschuss sind ebenfalls besetzt. Die Suche nach einem Vorsitzenden soll jetzt bis zu einer weiteren Versammlung nochmals intensiviert werden.

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Sonnenberg und sein Vorstandsteam hatten in den zurückliegenden Monaten viele Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt, viel Interesse erfahren, aber letztlich doch Absagen eingefangen. Sonnenberg will insbesondere mit Erfolgen bei den Kandidaten werben, schließlich wurden in den vergangenen Jahren viele Baustellen abgearbeitet.

In seiner über zehnjährigen Amtszeit als erster und zweiter Vorsitzender wurden die Finanzen konsolidiert, zuletzt jährlich Überschüsse erwirtschaftet und die Schulden aus dem Neubau der Sportanlage weitgehend abgebaut. Die Sportplätze wurden um eine Beregnungsanlage erweitert, die Vereinssatzung, Jugend- und Ehrenordnung aktualisiert, die Datenschutzvorgaben konsequent umgesetzt. In den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Gymnastik und Laufen läuft der Betrieb reibungslos und erfolgreich. Was fehlt, ist eine Person die „den Hut aufsetzen“ und verantwortlich einen erfolgreichen Verein führen will. (SZ)

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