Fußball

06.09.2019

Nur nicht aus dem Tritt kommen

„Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen wird.“Weiter im Tritt bleiben und nicht ins Straucheln kommen – das ist das Motte der Schwabmünchner Bayerligafußballer, hier Toptorschütze Thomas Rudolph (weiß), nach der bitteren Niederlage in Deisenhofen. Morgen soll gegen Hankofen der nächste Erfolg eingefahren werden.
Bild: Christian Kruppe

Fußball Bayernliga Schwabmünchen will nach der deutlichen Niederlage gegen Deisenhofen zeigen, dass diese nur ein Ausrutscher war. Mit Hankofen kommt am Sonntag ein ungeliebter Gegner zur Wiedergutmachung

Schwabmünchen Wie tritt das Schwabmünchner Bayernligateam nach der derben 7:2-Klatsche in Deisenhofen auf? Dies ist die vielleicht meistdiskutierte Frage im Vorfeld der Heimpartie der Schwarz-Weißen am Sonntag (17 Uhr) gegen die SpVgg Hankofen-Hailing.

Geht es nach den Trainingseindrücken von Trainer Paolo Maiolo aus der vergangenen Woche, wird das Team eine positive Antwort darauf geben. Wohl auch, weil der Trainer auf eine große Schelte wegen der Niederlage verzichtet hat. „Ich mache dem Team keinen Vorwurf. Wir haben saisonübergreifend mehr als zehn tolle Spiele gezeigt. In Deisenhofen hatte alle zusammen einen rabenschwarzen Tag. Das darf passieren“, urteilt Maiolo rückblickend. „Aber nicht noch einmal“, schiebt er nach.

Doch zur Wiedergutmachung wartet ein äußerst unangenehmer Gegner. Hankofen zählt nicht gerade zu den Schwabmünchner. Denn die die Bilanz gegen den aktuell Drittletzten der Bayernliga ist ausbaufähig. Nur drei Siege konnten die Schwabmünchner gegen die „Dorfbuam“ aus Niederbayern in 14 Partien erzielen. Paolo Maiolo nennt Hankofen „unbequem“ und warnt vor allem vor deren Kampfgeist. „Die haben in den vergangenen beiden Spielen jeweils den Ausgleich in der Nachspielzeit gemacht. Wir müssen also bis zum Abpfiff hellwach und konzentriert sein“, mahnt er.

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Das Konzept, mit dem die Niederbayern bezwungen werden sollen, klingt recht einfach: „Wir müssen uns nur auf unsere Stärken besinnen“, fordert der Trainer von seinem Team.

Das scheint auch zu wollen. „Die Trainingsleistung diese Woche war hervorragend“, lobt er. Dies muss die Mannschaft am Sonntag nun auf dem Platz bestätigen – und auch zeigen, dass die vorige Woche wirklich nur ein Ausrutscher war.

Denn Gegner Hankofen will möglichst schnell aus dem Tabellenkeller kommen. Auch wenn Schwabmünchen auf dem Papier klar in der Favoritenrolle ist, sieht sich Hankofens Trainer Gerry Huber nicht ganz in der Rolle des Außenseiters. „In dieser Saison gibt es in der Liga keinen schwachen Gegner. Da müssen wir in jedem Spiel an die hundert Prozent kommen, sonst haben wir keine Chance. Daher ist es auch egal, wie der Gegner heißt. Wir wollen auch dieses Mal wieder versuchen, drei Punkte zu holen, die uns angesichts der Tabelle gut tun würden“, so der Trainer der Niederbayern.

Es dürfte also ein intensives Duell anstehen, denn beide Teams haben genug Gründe, auf Sieg zu spielen.

Dabei muss Hankofen mit Daniel Rabanter und Tobias Richter auf zwei wichtige Stützen aus dem bisherigen Saisonverlauf verzichten.

Aber auch Schwabmünchen ist von Ausfällen nicht verschont. Am meisten schmerzt Paolo Maioll der Ausfall von Verteidiger Timo Prechtl, der auf Grund einer Muskelverletzung wohl noch länger fehlen wird. Dazu gesellen sich Manuel Ebeling, Nico Gröb und Maximilian Aschner. Der Einsatz von Turgay Karvar ist zudem fraglich.

Nun wird sich zeigen, ob der Schwabmünchner Kader die von Maiolo oft gelobte Tiefe bringt, um dies zu kompensieren. Dabei wird auch die Rückkehr von Lucas Kusterer helfen.

Maiolo ist zuversichtlich, das die Schwabmünchner Erfolgsserie nicht gerissen ist. „Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft am Sonntag ein ganz anderes Gesicht zeigen wird“, bekennt er sich klar zu seinem Team.

Nun liegt es an der Mannschaft, genau diesen Beweis zu erbringen. Die kann dann gleich doppelt gute für sich tun: Deisenhofen dann endgültig zu den Akten legen und zudem die Bilanz gegen Hankofen verbessern, was auch durchaus bitter nötig ist.

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