Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Lokalsport
  4. Patzer, Verletzung und Comeback: Die Torhüter im Blickpunkt

Fußball-Nachlese

19.10.2020

Patzer, Verletzung und Comeback: Die Torhüter im Blickpunkt

Königsbrunns Keeper Daniel Morhart wurde bei einem Ausflug an der Mittellinie rüde gestoppt.
Bild: Marcus Angele

Plus Der eine Torwart patzt, der andere verletzt sich nach einem Ausflug an die Mittellinie und der dritte startet ein Comeback, obwohl er schon lange aufhören wollte.

Sichtbar geknickt saß Schwabmünchens Trainer Paolo Maiolo einsam am Spielfeldrand. Reden wollte er eigentlich gar nicht. Zu sehr schmerzten ihn die vorhergegangenen Minuten. Erneut zeigte seine Mannschaft beim 2:4 gegen Deisenhofen eine gute Leistung, und diesmal klappte es sogar mit dem Tore schießen. Dass es aber nicht zu Punkten reichte, lag an einem anderen Mannschaftsteil. Bei allen vier Gegentoren sah die Schwabmünchner Hintermannschaft alles andere als gut aus.

Schwabmünchen macht unnötige Fehler

Nach einem tiefen Seufzer war dann Maiolo dann doch bereit, ein Fazit zu ziehen. „Wir waren besser, hatten das Spiel in der Hand. Und dann passieren uns solche Fehler“, schüttelt er den Kopf. Gemeint hat er damit Nikola Aracic. Der junge Abwehrmann vertändelte in einem unnötigen Dribbling den Ball und durfte so den Ausgleich auf seine Kappe nehmen. „Ich hab ihm immer wieder gesagt, dass er köpfen kann und grätschen. Aber er kann nicht dribbeln. Das kann er nicht. Aber wenn der Trainer was sagt, ist das nicht immer was wert“, schimpft Schwabmünchens Coach. Auch beim dritten Gegentor machte Aracic keine gute Figur.

Doch das Talent war es nicht alleine, der die Niederlage verschuldet hat. Schon beim ersten Gästetreffer sah die Schwabmünchner Hintermannschaft nicht gut aus. Ein langer Ball hebelte, wie auch beim dritten Treffer, die Defensive aus. Nicht vergessen werden sollte auch, dass bei beim 2:2 und 2:3 mehrere Deisenhofener mutterseelenallein im Strafraum unterwegs waren. Auch das sollte in der Bayernliga nicht vorkommen. „Die haben fast nur mit langen Bällen agiert und wir konnten das nicht lösen“, stellt Maiolo fest.Und auch das Spiel hat, trotz zweier Treffer, noch Luft nach oben. Mit einem dritten Treffer wäre es wohl nicht so weit gekommen. „Aber wir sind immer noch zu umständlich im Abschluss“, zeigt sich der Schwabmünchner Trainer konsterniert.

Da hat Paolo Maiolo nicht unrecht. Manchmal entsteht der Eindruck, als wollen die Schwabmünchner den Ball über die Linie tragen. Aber das ist eine andere Sportart. Schon allein der zweite Treffer der Schwabmünchner – eingeleitet durch einen Zucker-Pass von Robert Markovic-Mandic – war auch ein Geschenk des Gästekeepers Enrico Caruso. Der hatte beim Herauslaufen wohl doch zu viel Respekt vor den heranstürmenden Maik Uhde und agierte im Kampf eher unsouverän – oder so, wie es ein Manuel Neuer nicht machen würde.

Königsbrunns Torwart wie Manuel Neuer

Den Bayernkeeper hat sich wohl auch Daniel Morhart vom Kreisklassisten TSV Königsbrunn als Vorbild genommen. Wie der Nationalkeeper hat er im Spiel gegen Untermeitingen zu einem Sololauf angesetzt, der an der Mittellinie ein jähes und grobes Ende fand. Doch nach langer Behandlung ging es für Morhart weiter. Den nächsten Ausflug wird er wohl eher zum Angeln an die Wertach planen.

Ein weiterer Torhüter hat in der Kreisklasse – zumindest bei Insidern – für Überraschung gesorgt. Erst vor zwei Wochen berichtete uns Hiltenfingens Trainerduo Janis Danke und Andreas Rucht über ihr Problem zwischen den Pfosten. Die Nummer eins der Hinrunde, Jannis Behr, fehlt verletzungsbedingt noch lange. Stefan Kerler aus der Reserve steht häufig aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung, somit bleibt nur der in der Pause gekommene Ömer Isler. „Darum haben wir den Grüni reaktiviert“.

Grüni, das ist Tobias Grünecker, mittlerweile 37 Jahre alt. Der Hiltenfinger kam in den letzten sechs Spielzeiten auf ganze 25 Einsätze für Schwabmünchen, Lamerdingen und Hiltenfingen. Seine Karriere hat der selbständige Heizungsbauer schon mehrfach beendet. Um dann doch wieder zurück zu kommen. Am Sonntag stand er im Kasten der Hiltenfinger Kreisklassenmannschaft – und spielte zu null.

Trainerwechsel in Bobingen

Einen Trainerwechsel gibt es beim A-Klassen-Dritten Türk SV Bobingen: Herbert Wiest hat den Club verlassen, für ihn übernimmt Talip Tonar.

Eigentlich hatte der Türk SV, der noch gute Chancen auf den Relegationsplatz hat, Großes vor Herbert Wiest, der auch schon mehrere Landesliga-Teams gecoacht hat. „Wir wollten mit ihm so schnell wie möglich den Sprung in die Kreisliga schaffen, aber leider hat es nicht geklappt“, bedauert der Vorsitzende des Türk SV Bobingen, Haluk Ates, den Weggang von Herbert Wiest.

Herbert Wiest

Zu den Gründen sagt er: „Die Trainingsbeteiligung war nach der Corona-Pause sehr schlecht, so dass wir uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben. Ich bedauere das sehr.“ Bis zur Winterpause übernimmt Talip Tonar, der auch schon den Lokalrivalen SSV Bobingen trainiert hatte.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren