Handball

25.01.2020

Pflicht und Kür

Für Schwabmünchens Herren steht beim punktlosen Schlusslicht Niederraunau II eine mehr als nur lösbare Aufgabe an. Trotzdem dürfen Felix Hänsel (gelbes Trikot) und seine Teamkameraden den Gegner nicht unterschätzen.
Bild: Felix Dahlheim

Während Schwabmünchens Bezirksoberliga-Herren beim punktlosen Schlusslicht Niederraunau klarer Favorit sind, treten die Landesliga-Damen beim Spitzenreiter HT München als klarer Außenseiter an

Jeweils auswärts müssen Schwabmünchens Handballfrauen und -männer am Samstagabend antreten und die jeweilige Ausgangslage könnte kaum unterschiedlicher sein. Während die erste Männersieben beim bisher noch punktlosen Schlusslicht Niederraunau II ab 19 Uhr im Krumbacher Schulzentrum scheinbar nur vor einer Pflichtaufgabe steht, dürfte die Hürde für die Landesligafrauen beim Spitzenreiter HT München (Anpfiff 18 Uhr in Taufkirchen) nur extrem schwer zu meistern sein.

Eine Woche nach der doch sehr ordentlichen Vorstellung beim Heimsieg gegen den TSV Aichach gehört das Gastspiel bei der Landesligareserve des TSV Niederraunau für die Schwabmünchner Bezirksoberliga-Handballer in die Kategorie undankbar.

Die Raunauer Zweite hat sich in den bisherigen zwölf Spieltagen als zu leichtgewichtig für das schwäbische Oberhaus erwiesen und wartet nach wie vor auf den ersten Punktgewinn. Die sportliche Leitung der Westschwaben hat bisher auch nicht auf die Möglichkeit zurückgegriffen, Spieler aus dem großen Landesligakader oder der sehr talentierten Jugend verstärkt in der Zweiten einzusetzen. Sollte das auch am Samstagabend so bleiben, gehen die Schwabmünchner natürlich klar favorisiert ins Rennen.

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Personell sieht die Lage für das Trainerduo Pfänder/Knoke nach wie vor nicht wirklich rosig aus, denn neben den verletzten Spielern kamen in dieser Woche auch einige krankheitsbedingte Absagen dazu. „Ich gehe davon aus, dass wir trotz der klaren Ausgangssituation die richtige Einstellung finden werden. Vielleicht ist unser knapper Kader hier in puncto Motivation eher sogar eine Hilfe wie ein Hindernis.“, gewinnt Malte Knoke der Situation sogar etwas Positives ab.

Wie schnell der Schuss nach hinten losgehen kann, erlebte zuletzt der Lokalrivale des TSV Bobingen, der sein Gastspiel beim Vorletzten in Ichenhausen verlor.

Eine gefühlsmäßige Achterbahn waren die ersten beiden Spieltage 2020 für die Schwabmünchner Landesligahandballerinnen.

Verbreitete der überraschende Erfolg über Ingolstadt zunächst viel Euphorie und doch etwas Aufbruchstimmung, war die Ernüchterung nach der glatten Heimniederlage gegen Biessenhofen/Marktoberdorf förmlich greifbar. „Wir müssen einfach in allen Teilbereichen ans Limit kommen, um in dieser Liga gerade gegen die arrivierten Teams konkurrenzfähig zu sein. Das kann natürlich nicht immer klappen und dennoch gilt es für uns insgesamt zu konstanteren und vor allem konzentrierteren Leistungen zu finden“, gibt Trainer Holger Hübenthal die Richtung für die kommenden Wochen vor.

Beim Tabellenführer HT München wird es einen außergewöhnlichen Abend geben müssen, wenn die Schwabmünchnerinnen etwas Zählbares aus der Taufkircher Sporthalle mitnehmen wollen.

So völlig unverwundbar wie noch vor Weihnachten scheinen die Münchnerinnen allerdings nicht mehr zu sein, denn ohne die in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehende Starspielerin Saskia Putzke gab es zuletzt ein Remis im Schlager in Laim sowie die erste Niederlage beim 25:29 in Kissing. Dennoch bleiben die Gelb-Blauen im Duell des Ersten gegen den Zwölften klarer Außenseiter – der aber Lust auf diesen Auftritt hat.

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