Newsticker

Teil-Lockdown bis 10. Januar 2021 verlängert - Söder deutet Verschärfung an

Fußball

24.11.2018

Reine Kopfsache

Die Körpersprache von Fabio Maiolo sagt alles: Bei den Schwabmünchner Bayernligafußballern läuft es gerade nicht gut.
Bild: Christian Kruppe

Schwabmünchens Bayernligakicker stehen gegen Holzkirchen unter Zugzwang. Ausgerechnet jetzt fängt der Gegner an zu siegen. Warum der TSV eine Woche nicht trainiert hat

Nur zu gerne denken die Schwabmünchner Bayernligafußballer und ihre Fans an die Sommermonate zurück. Nicht nur, weil es da wesentlich angenehmer zu spielen war. Es machte auch allen mehr Spaß, Fußball zu spielen. Denn da lief es rund bei der jungen Mannschaft. Der Ball lief und die Tore fielen. Doch das ist seit ein paar Wochen vorbei. Aus den letzten neun Partien gab es gerade einmal vier Punkte, auch der von vielen als Befreiungsschlag empfundene Sieg bei den kleinen Löwen erwies sich nicht als solcher.

Das von Trainer Paolo Maiolo ausgegebene Ziel, vor der Winterpause 30 Punkte zu sammeln, ist in weite Ferne gerückt. Sechs Punkte sind noch zu holen, wie viele es werden, hängt stark von der heutigen Partie ab.

Ab 14 Uhr geht es in der Schwabmünchner „Augusta Massivhausarena“ gegen das Schlusslicht aus Holzkirchen. Ein Gegner, der einer Mannschaft, die so tief wie die Schwabmünchner in der Krise steckt, gerade recht kommen sollte. Doch just in der Vorwoche feierten die Oberbayern ihren ersten Saisonsieg. Schwabmünchens sportlicher Leiter Manfred Bock kann da nur den Kopf schütteln. „Ausgerechnet jetzt. Das macht die Lage schwerer, als sie es schon ist“, stellt er fest. Ähnlich sieht es auch Trainer Paolo Maiolo. „Die kommen nun mit neuem Selbstvertrauen. Das wird ein richtig schweres Spiel“, weiß der Trainer.

„Wir brauchen und wollen den Sieg“, so Maiolo, dem es egal ist, wie dieser zustande kommt. „Wir müssen geduldig sein. Das wird ein hartes Spiel. Ich erwarte einen Gegner, der sehr robust spielt und aus einer gesicherten Deckung kommt.“

Dabei hofft Schwabmünchens Trainer auch auf den Faktor Glück. „Das hat uns in den vergangenen Wochen auch immer wieder mal gefehlt. Vielleicht kommt es wieder einmal zurück“, hofft er.

Das nötige Rezept für den Erfolg scheint ganz einfach zu sein. „Wir müssen nur mal wieder in Führung gehen“, urteilt Manfred Bock. „Gegen München hat dies geklappt und wir haben gewonnen“, ergänzt er. Bei dieser Meinung ist er ganz bei seinem Trainer. „In Führung gehen wäre elementar wichtig. Aber es wird ganz schwer, denn inzwischen stellt sich jeder Gegner gegen uns nur noch hinten rein“, stellt Maiolo fest.

Der Trainer leidet sehr unter der Niederlagenserie. „Ich bin ehrgeizig. So was macht mich fertig. Vor allem habe ich eine solche extreme Serie noch nie erlebt“, gesteht er. „Ich mache mir da momentan am meisten Druck. Zudem versuche ich, den Druck vom Team zu nehmen. Die Jungs sollen keinen Druck haben“, fährt er fort.

Aus diesem Grund gab es auch in dieser Woche trainingsfrei für die Mannschaft. „Die sollen den Kopf freibekommen, an was anderes denken“, erklärt Maiolo die ungewohnte Maßnahme. In seinen Augen hat sich die Mannschaft selbst zu viel Druck gemacht. „Den muss ich irgendwie wegbekommen. Das ist meine Aufgabe“, erklärt der Trainer.

Nun gilt es, gegen Holzkirchen wieder die Ernte einzufahren. Neben dem gesperrten Elias Herzig wird auch Gabriel Merane „nicht zum Kader gehören“, so Maiolo. Der gegen Nördlingen beruflich verhinderte Maik Uhde steht dafür wieder zur Verfügung. Ob sein Bruder Tim, der in der vergangenen Woche in der zweiten Mannschaft seine ersten Gehversuche machte, dabei ist, legt Maiolo in Uhdes Hände. „Dass muss Tim selbst entscheiden. Wenn er sich bereit fühlt, ist er im Kader“, so Maiolo. Egal ob mit oder ohne Tim Uhde, die Marschrichtung ist klar. „Wir wollen mit aller Macht das Spiel gewinnen“, so Paolo Maiolo.

Doch Gegner Holzkirchen hat Blut geleckt. Das stellt auch deren Teamleiter Adrian Saft klar: „Wir haben gegen Hankofen von Anfang an dominiert und so gespielt, wie wir uns das schon länger vorstellen. Der erste Sieg ist jetzt endlich unter Dach und Fach, an die Leistung wollen wir zum Abschluss in Schwabmünchen anknüpfen, uns so teuer wie möglich verkaufen und etwas mit nach Hause nehmen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren