Königsrunn

03.02.2020

Roman Jocher ist deutscher Meister

Roman Jocher (links) feierte mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft im Siebenkampf seinen bislang größten Erfolg. Kerstin Hirscher (rechts) wurde bayerische Meisterin über 800 und 1500 Meter.

Roman Jocher wird in Leverkusen deutscher Meister im im Siebenkampf. Und noch eine andere Athletin aus der Region war erfolgreich.

 Einen tollen Erfolg gab es für den Leichtathleten Roman Jocher: Der 16-Jährige vom TSV Königsbrunn gewann in der Altersklasse U18 in Leverkusen den Titel im Siebenkampf.

Vor allem am zweiten Tag der Hallenmeisterschaften trumpfte Roman Jocher groß auf. Mit 110 Punkten Rückstand startete er als Zweitplatzierter in den Wettkampf und setzte schon beim Hürdenlauf ein deutliches Ausrufezeichen: In 8,38 Sekunden sprintete er über die 60 Meter und ließ der Konkurrenz keine Chance. Auch im Hochsprung war Roman Jocher mit 1,95 Metern Herr im Haus. 3:01,89 Minuten über 1000 Meter reichten dem vorjährigen deutschen Zehnkampf-Vizemeister der U18, um 5.035 Punkte einzufahren und damit den Titel zu gewinnen. Am Ende betrug sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Simon Büthe (LC Paderborn), der nach Tag eins noch vorne lag, 156 Punkte. Die Leistungen des neuen deutschen Meisters vom ersten Tag: 7,57 Sekunden im 60-Meter-Sprint, 6,50 Meter im Weitsprung, 13,72 Meter im Kugelstoßen, 4,10 Meter im Stabhochsprung.

Vier neue Bestleistungen für Roman Jocher

Vier Bestleistungen (60 Meter Sprint und Hürden, Weitsprung, Kugelstoßen) und eine eingestellte Bestleistung im Stabhochsprung standen am Ende für Roman Jocher zu Buche. Groß Zeit zum Feiern blieb dem frischgebackenen deutschen Meister aber nicht: Um 16 Uhr war der Wettkampf zu Ende, und dann hieß es schnell ins Auto, wo eine sechsstündige Rückfahrt nach Königsbrunn anstand, denn am nächsten Tag musste er wieder in die Schule. „Mit der Familie haben wir am Sonntagabend dann aber nochmal angestoßen auf die deutsche Meisterschaft“, berichtet Roman Jocher, der nicht unbedingt mit dem Erfolg gerechnet hatte: „Ich habe mir einen Platz unter den ersten drei erhofft, aber nicht damit gerechnet, dass ich gewinne, weil die Konkurrenten einfach sehr stark sind.“ Vor zwei Jahren war er im Mehrkampf in seiner Altersklasse deutscher Vizemeister, ebenso wie 2017 im Zehnkampf. „Jetzt deutscher Meister zu werden ist natürlich mein bislang größter Erfolg“, sagt der 16-Jährige, der in Königsbrunn aufs Gymnasium geht.

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Kerstin Hirscher holt zwei bayerische Meistertitel

Ebenfalls erfolgreich war am Wochenende die Mittelstrecken-Läuferin Kerstin Hirscher, die in Neusäß wohnt und bei der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn arbeitet: Sie gewann die Titel über 800 und 1500 Meter bei den Frauen. Damit war die 30-Jährige, die für die LAC Quelle Fürth startet und von Georg Kusterer aus Großaitingen trainiert wird, erfolgreichste Sportlerin bei den Titelkämpfen in München.

Über die 800 Meter siegte sie in der Zeit von 2:13,33 Minuten. Ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte betrug mehr als sieben Sekunden. „Ich bin die ersten beiden Runden so mitgelaufen und habe in den letzten beiden dann Gas gegeben“, schildert Kerstin Hirscher das Rennen. „Es ging mir dabei nicht um eine neue Bestzeit, sondern die Überprüfung meiner Form für die süddeutschen Meisterschaften, die am kommenden Wochenende in Sindelfingen stattfinden.“

Noch klarer war ihr Erfolg am zweiten Tag, als sie über 1500 Meter in der Zeit von 4:24,30 ins Ziel kam. Satte 22 Sekunden Vorsprung hatte sie am Ende auf die bayerische Vizemeisterin Theresa Osterreiter aus München.

Die Königsbrunner Bereitschaftspolizistin hat sich bereits für die deutschen Hallenmeisterschaften 2020 qualifiziert, die am 22./23. Februar in Leipzig stattfinden. Dort ist ihr Ziel ein Platz im vorderen Teilnehmerfeld.

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