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Handball

10.02.2018

So ein Torwurf sollte diesmal nicht nötig sein

Das Spiel gegen Kissing war aus. Nach Diskussionen gab es aber noch einen Freiwurf beim Stand von 26:27. Normalerweise legen die Spieler dann einen Alibiwurf hin, da die Chance auf einen Treffer über die Mauer extrem niedrig ist. Leo Scholz warf an ihr vorbei und traf. So spannend sollten es die Menkinger diesmal nicht machen.
Bild: Radloff

Schwabmünchen hofft mit beiden Spitzenteams auf Siege. Sind die Gegner wirklich schwächer?

Noch nichts vor am Faschingssamstag, oder noch auf der Suche nach dem richtigen Auftaktprogramm für einen ausgelassen-närrischen Abend, oder ohnehin Schwabmünchner Handballfan? Dann sollte der Weg am Samstagabend auf jeden Fall in die Grundschulhalle führen, wo die Bezirksoberliga-Männer um 18 Uhr den TSV 1871 Augsburg empfangen, bevor um 20 Uhr die erste Frauensieben in der Bezirksoberliga den VfL Günzburg II empfängt. Beide Menkinger Teams wollen wichtige Zähler im Kampf um die Meisterschaft sammeln und hoffen auf viel Unterstützung von den Rängen.

Nach einem aus Schwabmünchner Sicht optimalen Spieltag ist das Titelrennen in der Männer-Bezirksoberliga tatsächlich wieder offen. Mit nur einem Minuspunkt Rückstand auf den zuletzt zweimal gestrauchelten Tabellenführer Haun-stetten II sind die Gelb-Blauen wieder in Schlagdistanz, müssen allerdings erst einmal ihre Hausaufgaben machen, bevor im März vielleicht wieder einmal ein „Finale“ in der Haunstetter Halle ansteht.

Dabei kann das Gastspiel des stark abstiegsbedrohten TSV 1871 Augsburg vor den anstehenden Derbys gegen Bobingen und Göggingen wohl eher noch in die Kategorie Pflichtaufgabe eingeordnet werden. Natürlich gibt es auch vor einem solchen Spiel zu Recht viele Mahner und Warner. Allerdings hat sich die Mannschaft von Coach Marcus Wuttke unabhängig vom Gegner bisher immer sehr konzentriert und fokussiert gezeigt.

„Die Augsburger sind ein unangenehmer Gegner, gegen den wir vor allem die notwendige Geduld aufbringen müssen, um auch gegen die erwartet langen Angriffe konsequent zu verteidigen. Wenn die Jungs im Umschaltspiel und im Positionsangriff die gute Tendenz der vergangenen Wochen fortsetzen können, sollten beide Zähler bei uns verbucht werden“, gibt sich der Coach berechtigt zuversichtlich.

Personell gibt es trotz einiger kleinerer Blessuren aktuell kaum Fragezeichen. Somit sollte eine starke und top motivierte Männermannschaft in die Grundschulhalle einlaufen. „Wir alle spüren, dass jetzt noch einmal ganz besondere Wochen auf uns zukommen. Wir wollen für uns und unsere Fans im Titelkampf alles in die Waagschale werfen“, gibt Spielmacher Leo Reichenberger die Richtung für das 1871-Spiel und die nächsten Wochen vor.

Spannender Vierkampf im Titelrennen

Absolute Hochspannung verspricht der Titelkampf in der Frauen-Bezirksoberliga, denn mit Schwabmünchen, Königsbrunn und Haun-stetten III führen drei Teams punktgleich die Tabelle an. Der Viertplatzierte TSV Wertingen ist mit einem Minuspunkt weniger bei einem Spiel Rückstand sogar der heimliche Spitzenreiter. Es kommen also aufregende Wochen auf die Schwabmünchnerinnen zu, die allerdings gerade jetzt mit einigen personellen Problemen zu kämpfen haben. Nachdem die bereits länger verletzte Sarah Nagel jetzt auch für den Rest der Saison absagen musste und Rechtsaußen Bettina Schaumann nach einem im Training ausgekugelten Ringfinger zumindest zwei weitere Wochen ausfällt, hat sich jetzt auch Julia Ratzek aus dem Kader verabschiedet. „Natürlich haben wir uns alle für Julia und den im Sommer anstehenden Nachwuchs riesig gefreut, aber handballerisch hinterlässt sie in den jetzt anstehenden entscheidenden Wochen schon eine große Lücke“, weiß Trainer Holger Hübenthal um die sicher schwieriger gewordenen Voraussetzungen im Titelkampf.

Dennoch geht auch der reduzierte Schwabmünchner Kader beim Heimspiel gegen den VfL Günzburg II favorisiert ins Rennen. Die Lego-Städterinnen, im vergangenen Jahr noch lange ein Kandidat für die Meisterschaft, sind in dieser Saison überhaupt nicht in Tritt gekommen, bleiben mit einem eigentlich gut besetzten Kader aber immer ein extrem gefährlicher Gegner.

„Wir müssen einfach gemeinsam die richtige Einstellung finden. Zuletzt ist uns das gegen die TSG Augsburg perfekt gelungen. Auch ohne Julia müssen wir das einfach wieder hinbekommen“, gibt Team-Captain Caro Bischof die Devise für diese sehr wichtige Heimaufgabe aus.

Die Gelb-Blauen hoffen auch am Faschingssamstag dabei auf eine ähnlich tolle Unterstützung wie bei den letzten Heimauftritten. (pr)

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