Schießen

14.05.2014

Spannend bis zum letzten Schuss

Eine ähnlich große Zuschauerkulisse wie hier beim Finale der letztjährigen Endrunde zwischen Grünholder Gablingen (vorne, von links: Alexandra Meyer, Yasmin Reiner und Alexander Baur) und Singold Großaitingen wird auch am morgigen Freitag beim 21. Finalturnier um den Landkreispokal der Schützen in Großaitingen erwartet.
Bild: Manfred Stahl

Der Bundesligist Großaitingen ist wieder erster Anwärter auf den Gewinn des Landkreispokals. Warum sich die Konkurrenten aber heuer gute Chancen ausrechnen

Mit großer Spannung wird bei den Freunden des Schießsports in der Region das Finalturnier um den heuer zum 21. Mal ausgeschossenen Landkreispokal des Landkreises Augsburg erwartet, das am morgigen Freitagabend auf den Schießanlagen der Singoldschützen Großaitingen und der ZSG Großaitingen ausgetragen wird. Sie dürfen sich auf hochklassigen Sport freuen, denn in dem acht Vereine umfassenden Teilnehmerfeld ist fast alles vertreten, was bei den Schützen in der Region derzeit Rang und Namen hat.

Für den heimischen Schießsport ist die 21. Endrunde des Landkreispokals, der zu den populärsten Wettbewerben der Schützen gehört und die über sieben Gaue und zwei Schützenbezirke verteilten Vereine des Landkreises im sportlichen Wettkampf zusammenführt, wieder einmal eine gute Gelegenheit, sich von seiner attraktivsten Seite zu zeigen und auch Zuschauer anzulocken, die sonst mit dem Schießsport wenig am Hut haben.

Deshalb kämpfen die acht Finalisten auch nach einem attraktiven Modus mit verkürztem Wettkampfprogramm und reduzierter Schießzeit im sogenannten K.-o.-System um den Turniersieg. Sehr zuschauerfreundlich ist zudem auch die Präsentation der Ergebnisse, die sofort nach der Auswertung von einem Moderator bekannt gegeben und zudem auch mit einem Beamer visuell dargestellt werden.

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Erster Anwärter auf den Gewinn des Landkreispokals ist auch heuer wieder der Bundesligist Großaitingen, der den Wettbewerb zuletzt fünfmal in Folge gewann. Eine Änderung beim Austragungsmodus mit einem „Shoot-off“ im entscheidenden Schlussdurchgang sorgt aber dafür, dass sich die Konkurrenten der Singoldschützen heuer durchaus Chancen ausrechnen, deren Siegesserie zu brechen.

Auf jeden Fall sorgt der neue Modus dafür, dass es spannend bis zum letzten Schuss bleibt und dass die wieder in großer Zahl erwarteten Zuschauer auf ihre Kosten kommen.

Bis zum Schlussdurchgang des Finalturniers, der gegen 21.40 Uhr beginnen soll, läuft alles noch wie gewohnt, doch dann wird es richtig spannend. Beide Finalisten treten mit ihren jeweils sechs besten Schützen an den Stand. Die geben nach dem Probeschießen jeweils einen Schuss ab, der auf Zehntelringe genau ausgewertet wird. Nach jedem Schuss scheidet der Schütze aus dem Wettbewerb aus, der das schlechteste Ergebnis erzielt hat. Sobald einer der beiden Finalisten keinen Schützen mehr am Stand hat, hat die andere Mannschaft den Finalwettkampf gewonnen.

Im Idealfall gibt es einen echten Showdown

Im Idealfall kommt es am Ende des Schlussdurchgangs zu einem Duell der jeweils letzten Schützen der beiden Finalisten und damit zu einem echten Showdown. Im ungünstigsten Fall sind alle sechs Schützen einer Mannschaft nach dem sechsten Finalschuss bereits ausgeschieden. Denkbar ist aber beispielsweise auch die Konstellation, dass zunächst fünf Schützen eines Vereins nacheinander ausscheiden und dass dann der letzte verbliebene Schütze den Wettkampf allein noch für sein Team entscheidet, weil danach alle sechs Schützen des Gegners nacheinander ausscheiden.

Als stärkste Konkurrenten der gastgebenden Singoldschützen Großaitingen, die sich von 1994 bis 2013 nicht weniger als zwölfmal in die Siegerliste eintragen konnten, gelten bei der 21. Auflage des in der Saison 1993/1994 ins Leben gerufenen Wettbewerbs einmal mehr die beiden Schwabenligisten Tell Tronetshofen/Willmatshofen (1996, 1997, 1998, 2002 und 2005 Gewinner des Landkreispokals) und der SV Grünholder Gablingen (2000, 2004 und 2008 Gewinner des Landkreispokals). Sie dürften den Großaitingern den sechsten Sieg in Folge am ehesten streitig machen können. Anwärter auf einen der vorderen Plätze sind aber auch der Schwabenligist SG 1880 Untermeitingen und der Bezirksoberligist SG 1898 Klosterlechfeld. Von der Papierform her nur Außenseiter sind die beiden Gauoberligisten Auerhahn Reinhartshausen und SV Frisch-Auf Mittelneufnach sowie der Gauligameister Hubertus Langenneufnach.

Alle drei haben in den vergangenen Jahren aber beim Landkreispokal in der Endrunde schon überraschende Erfolge gefeiert. Sie hoffen am Freitag auch auf Losglück, denn bei der Auslosung der Begegnungen des Viertelfinales werden gegen 18.30 Uhr wieder die Weichen für den weiteren Turnierverlauf gestellt. So könnte es passieren, dass sich im Viertelfinale ab 19 Uhr die zum engsten Favoritenkreis zählenden Teams bereits frühzeitig im direkten Duell gegenüberstehen.

Fast alle Teams eint aber vor der Auslosung der Wunsch, nicht gleich am Anfang gegen Großaitingen schießen zu müssen und zumindest das Viertelfinale zu überstehen, denn dann ist vieles möglich.

Die Kartei der Not steht schon als Sieger fest

Ein Sieger steht übrigens bereits jetzt fest: die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, denn sie erhält wieder die kompletten Startgebühren als Spende.

Der Zeitplan des Finalturniers

18.30 Uhr Auslosung.

19 Uhr Viertelfinalbegegnungen

20 Uhr Halbfinals und erster Durchgang der Platzierungsrunde.

21 Uhr Platzierungswettkämpfe um die Ränge drei, fünf und sieben sowie erster Durchgang des Finalwettkampfs.

21.40 Uhr Zweiter Durchgang des Finalwettkampfs.

22.30 Uhr Siegerehrung.

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