Fußball Kreisklasse

02.10.2019

Spannung im Staudenderby

Wer macht am Tag der Deutschen Einheit den größeren Satz: Walkertshofen (lila Trikots) aus dem Tabellenkeller oder Fischach (rot-weiße Trikots)? Das Derby in Fischach verspricht auf jeden Fall Spannung und Dramatik pur.
Bild: Marcus Angele

Im Duell der Aufsteiger will Walkertshofen gegen Fischach endlich wieder punkten

So richtig will sich in der Kreisklasse Süd kein Team absetzen. Nach dem Sieg gegen Inningen verpasste Schwabegg mit einer 1:2-Auswärtsniederlage die Chance, sich etwas vom Feld abzusetzen. Auch Margertshausen bekleckerte sich beim 1:1 in Ustersbach nicht mit Ruhm.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

So stehen hinter dem neuen Tabellenführer Inningen mit dem ASV Hiltenfingen und dem FC Kleinaitingen zwei Mannschaften, die wohl keiner so auf dem Zettel hatte. Die Kreisklasse teilt sich somit gerade in zwei Hälften: In der oberen spielen sieben Teams um die Spitze und ab Platz acht geht es gegen den Tabellenkeller.

Inningen zeigte sich nach der Niederlage in Schwabegg gut erholt und konnte sich glücklich gegen den TSV Königsbrunn mit 2:0 durchsetzen. Am Tag der Deutschen Einheit muss der Tabellenführer nun zum Kellerkind nach Wehringen reisen, der in Untermeitingen keine große Nummer war und mit 0:3 baden ging. Dies war bereits die vierte Niederlage im fünften Spiel und gegen Inningen stehen die Chancen auf einen Punktgewinn auch eher Richtung Null. Aber wer weiß: Bisher konnte kein Tabellenführer seine Position über den nächsten Spieltag retten.

Spannung im Staudenderby

Königsbrunn hat nach dem Spiel gegen Inningen gleich das nächste Schwergewicht vor der Brust. Mit dem ASV Hiltenfingen kommt eine kämpferisch unermüdliche Truppe zu den Brunnenstädtern, die gegen Schwabegg die bessere Mannschaft war. Dabei verwandelte sich Dennis Pfender innerhalb von drei Minuten vom Pechvogel zum Mann des Tages. Zunächst erzielte er nämlich per Eigentor den Ausgleich für den SVS, schoss aber dann fast im Gegenzug den letztendlich verdienten Siegtreffer zum 2:1. In der jetzigen Verfassung dürfte der ASV durchaus Ambitionen auf einen Auswärtssieg in Königsbrunn haben. Dagegen hofft TSV-Trainer Wolfgang Missenhardt wieder auf die Rückkehr seiner beiden etatmäßigen Stürmer, die in Inningen doch sehr fehlten.

Der bisherige Tabellenführer Schwabegg erwischte dagegen einen gebrauchten Tag, an dem fast nichts zusammen. Nun kommt der TSV Ustersbach mit einem guten 1:1 aus dem Match gegen Margertshausen ins Schwabegger Rund. Dabei hatten die Gelb-Blauen auch noch Pech, da der Ausgleich erst in der 93. Minute für den Favoriten aus dem Nachbarort fiel. Dementsprechend war die Laune von Spielertrainer Dominik Schubert: „Wir haben taktisch 90 Minuten hervorragend gespielt und dann sind wir im entscheidenden Moment einfach zu passiv und fangen uns das 1:1. Das ist ärgerlich, weil es uns in dieser Saison schon zum zweiten Mal passiert ist“. Thomas Kempter vom SSV Margertshausen war am Ende mit dem Punkt zufrieden, obwohl sich der SSV mehr ausgerechnet hatte und sein Team erst nach dem Rückstand eine gute Reaktion zeigte. Nun empfängt Margertshausen den FSV Großaitingen, der gegen Langenneufnach endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern durfte. Dabei hatte die Schlögel-Truppe auch etwas Glück bei einer sehr unglücklichen Schiedsrichterentscheidung vor der Pause, die zum 2:1 für Großaitingen führte. Letztlich täuscht das deutliche Ergebnis aber doch über ein eher ausgeglichenes Spiel hinweg. Aber im Fußball zählen nun mal die Tore und da vergab Langenneufnach zwei, drei gute Chancen. Vielleicht lag es aber am Langenneufnacher Oktoberfest, dass Fuß und Auge bei der SpVgg nicht so ganz vor dem Tor harmonierten. Während die Staudenelf spielfrei ist, muss Großaitingen in Margertshausen schon eine sehr konzentrierte Abwehrleistung auf den Rasen bringen, um vielleicht etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

In der Vorsaison war das Staudenderby Fischach gegen Walkertshofen noch das Spitzenderby in der A-Klasse. Doch nur vier Monate später haben die beiden Aufsteiger in der Kreisklasse doch erheblichen Gegenwind. Fischach kann dabei noch relativ zufrieden mit sieben Punkten aus fünf Spielen sein. Leider müssen sie weiter auf ihren verletzten Goalgetter Dominik Bröll verzichten, der wohl frühestens im Frühjahr wieder aufs Feld zurückkehren kann. Ein zusätzlicher Wermutstropfen ist die Verletzung von Abwehrboss Markus Bröll, der gegen den TSV Walkertshofen voraussichtlich ebenfalls ausfällt. In Walkertshofen hängen die Köpfe nach der Niederlage gegen Kleinaitingen tief, da man durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte. Hier passt derzeit auch der Spruch „zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“. Mit einem Derby-Sieg könnte sich die Vogg-Elf vom Tabellenende schießen und ganz wichtige Körner für das Selbstvertrauen tanken.

Schließlich treffen in Kleinaitingen noch der FCK und der SV Untermeitingen aufeinander. Nach langer Durststrecke durfte Untermeitingen endlich wieder über einen Dreier jubeln. Gegen Wehringen mussten die Fans allerdings bis zur 75. Minute zittern, ehe Nikolai Petereit das erlösende 1:0 erzielte. Davor vergab man einige sehr gute Chancen, was man sich so gegen Kleinaitingen wohl nicht leisten darf. Die sind nämlich gerade auf den Geschmack gekommen und punkten konsequent von Spiel zu Spiel. Mit drei Siegen und drei Unentschieden ist der FCK auch das einzige Team ohne Niederlage in der Kreisklasse Süd. Daher sollte die Heimmannschaft doch favorisiert in die Partie gehen, bevor es dann im Restprogramm gegen die richtig harten Brocken geht.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren