Eishockey

09.12.2019

Spielabbruch in Königsbrunn

In Königsbrunn musste am Sonntagabend das Eishockeyspiel gegen Dorfen nach dem zweiten Drittel abgebrochen werden, weil die Eismaschine defekt war.
Bild: Reinhold Radloff (Archivbild)

In Königsbrunn gab es lange Gesichter: Nach dem 3:1 gegen Dorfen musste das Spiel abgebrochen werden, weil die Eismaschine defekt war. Wie es weiter geht.

Mit 3:1 lag der EHC Königsbrunn nach vierzig Spielminuten gegen die „Eispiraten“ aus Dorfen in Führung. Ein Defekt an der Eismaschine sorgte dann aber für lange Gesichter bei den Zuschauern.

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Als im Mitteldrittel wie immer das Eis aufbereitet wurde, verlor die Eismaschine durch einen Defekt warmes Wasser. Dadurch entstanden mehrere Löcher im Eis, die so tief waren, dass sie nicht mehr ausgebessert werden konnten. Der Hauptschiedsrichter brach daraufhin die Partie ab, da die Sicherheit der Spieler nicht mehr gewährleistet werden konnte. „Die Partie wird am Freitag, 3. Januar, wiederholt“, sagte der EHC-Vorsitzende Willi Bertele am Montag gegenüber unserer Zeitung. Beginn ist um 20 Uhr in der Königsbrunner Eishalle. Die Partie beginnt bei null und wird in voller Länge ausgetragen. Die Karten behalten die Gültigkeit.

Noch in der Nacht wurde das Loch repariert. „Der Publikumslauf und die anderen Veranstaltungen finden wie geplant statt“, sagte Max Semmlinger, Geschäftsführer der für die Eishalle zuständigen Betreibergesellschaft BVE.

Spielabbruch in Königsbrunn

Für Dorfen hat dieser Termin einen Vorteil. Denn erst kürzlich bekamen die Kontingentspieler Miculka und Vrba deutsche Pässe, so dass die Eispiraten auf dem Transfermarkt aktiv werden und einen weiteren Kontingentspieler neben dem Slowaken Martin Saluga nachverpflichten könnten. Königsbrunn rutscht wegen den fehlenden Punkten auf den neunten Rang ab und hat dadurch nun zehn Punkte Abstand auf den anvisierten sechsten Platz.

Auch in der DEL gab es einen Spielabbruch

Kurioserweise gab es am Sonntag auch in der höchsten deutschen Eishockey-Liga einen Spielabbruch. Bei der Partie zwischen den Kölner Haien und den Nürnberg Ice Tigers kam es zu einem Rettungseinsatz nach einem medizinischen Notfall auf der Tribüne. Die Partie wurde kurz nach Beginn abgebrochen.

Und Spielabbrüche wegen eines Lochs im Eis gibt es immer wieder mal – zum Beispiel 2009 bei der DEL-Partie zwischen Düsseldorf und Ingolstadt. Auch in den DEL-Playoff-Spielen der vergangenen Saison zwischen Augsburg und München sorgte ein Loch im Münchner Eis gleich bei zwei Begegnungen für Verzögerungen, doch die Spiele konnten jeweils fortgesetzt werden.

Vor dem Eisstadion fand am Sonntag der Nikolausmarkt statt, so dass viele Zuschauer zusätzlich den Weg in die heimische Eisarena fanden. Es schien ein rauschendes Eishockeyfest vor gefüllten Tribünen zu werden.

EHC Königsbrunn startet mit Selbstbewusstsein ins Spiel

Mit viel Selbstbewusstsein startete Königsbrunn in die Partie, die Mannschaft wollte das Wochenende unbedingt mit sechs Punkten abschließen. Nach gerade mal 49 Sekunden zappelte der Puck schon im Tor der Eispiraten, Dominic Auger netzte zum 1:0 ein. Zuvor hatte sich der EHC im gegnerischen Drittel festgesetzt und aggressiv den Puck behauptet. Im Gegensatz zum Hinspiel zeigte aber auch Dorfen viel Einsatz und Zug zum Tor, die Mannschaft präsentierte sich als ernstzunehmender Gegner. Den nächsten Treffer markierte aber erneut Königsbrunn, in Überzahl traf dieses Mal Hayden Trupp zur 2:0- Führung für den EHC. Die Brunnenstädter erarbeiteten sich auch weitere Torchancen, scheiterten aber spätestens beim Goalie der Eispiraten Simon Freiherr von und zu Fraunberg. Wie auch Jennifer Harß im Tor der Königsbrunner lieferte er eine bärenstarke Partie ab und zeigte starke Saves.

Im mittleren Spielabschnitt legten die Gäste noch eine Schippe nach und drängten auf den Ausgleich, doch der EHC verteidigte gut und ließ nur wenige Möglichkeiten zu. Aber auch die Eispiraten hielten gut dagegen und lieferten den Königsbrunnern einen intensiv geführten Kampf auf Augenhöhe. In der 36. Spielminute setzte sich dann die jüngste Angriffsreihe der Brunnenstädter im gegnerischen Drittel durch und schloss mit dem 3:0 durch Jannik Reuß ab. Doch nur zwei Minuten später verloren die Königsbrunner in Überzahl die Scheibe und wurden gnadenlos von Luká Miculka ausgekontert, der zum 3:1 einschoss. Mit dem leistungsgerechten 3:1 ging es dann zum letzten Mal in die Kabine.

Das nächste Heimspiel der Königsbrunner steht am Sonntag, 15. Dezember, an. Dann steigt das Derby gegen den HC Landsberg. Wegen des zu erwartenden großen Zuschauerzuspruchs startet schon am Dienstag der Kartenvorverkauf bei der Bäckerei Forster.

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