Judo

06.02.2019

Training mit einer Weltmeisterin

Die ehemalige Weltmeisterin Jane Bridge zeigte den jungen Judokas des Polizeisportvereins Königsbrunn einige Kniffe. Heute ist die 59-Jährige Vizepräsidentin des Europäischen Judoverbandes (EJU).
Bild: Alfred Fendt

Jane Bridge trainiert mit den Judokas des PSV Königsbrunn und nimmt an der Tagung „Polizei und Judo in Europa“ teil

Das war eine gelungene Überraschung für die Jugend und die erwachsenen Judokas des Königsbrunner Polizeisportvereins, denn eine Trainingsstunde mit einer früheren Weltmeisterin kommt nicht alle Tage vor. Jane Bridge aus England gewann den Weltmeistertitel im Jahre 1980 in New York und zeigte den Judosportlern etliche Kniffe zur effektiven Trainingsarbeit. Heute ist die 59-Jährige Vizepräsidentin des Europäischen Judoverbandes (EJU), und in dieser Eigenschaft kam sie auf Einladung von Johannes Daxbacher nach Königsbrunn.

Tagung nach der Trainingseinheit

Denn am Tag nach der Trainingseinheit fand bei der Bereitschaftspolizeiabteilung eine Fachtagung statt, die Daxbacher als historisch bezeichnete. Dabei trafen sich der Generalsekretär des Europäischen Polizeisportverbandes (USPE), Andreas Röhner, und der Vorsitzende des Deutschen Polizei-Sportkuratoriums (DPSK), Ralf Flohr, mit Jane Bridge. Röhner und Flohr sind erst Anfang des Jahres neu in ihre Ämter gewählt worden. An dem von Johannes Daxbacher als Fachwart für Selbstverteidigung/Judo organisierten kontinentalen Austausch „Polizei und Judo“ nahmen auch der DPSK-Geschäftsführer Karl-Heinz Hofmann und Stefanie Radenovic von der USPE-Geschäftsstelle teil.

Der Leiter der Königsbrunner Bereitschaftspolizeiabteilung, Polizeidirektor Thomas Fichtner, unterstrich als Hausherr mit den Worten „Sport und Judo ist wichtig für die Polizeibeamten“ die Bedeutung dieser Tagung. Der bayerische Spitzenjudoka Sebastian Seidl sprach über die Spitzensportförderung, die er selbst erlebte. Sein persönlicher Vortrag zur Ausbildung und den Rahmenbedingungen für die Koordination von Polizeiberuf und Spitzensport war sehr authentisch und wurde als enormer Gewinn erachtet. Norbert Schwalber unterstrich als Vizepräsident der Polizeisportvereine Deutschlands die positiven Aspekte in der Gesellschaft, wenn Polizeibeamte auch Kinder und Jugendliche im Judosport ausbilden.

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Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, übermittelte seine Botschaft, dass er „Judo neben der rein körperlich-sportlichen Komponente vor allem im technischen Bereich als einen großen Gewinn für die Polizei sieht, die immer mehr mit aggressiven Bürgern und steigender Gewalt konfrontiert ist“. Für Ferber zählen neben den Judotechniken auch die Judo-Werte wie Respekt und Wertschätzung entscheidend dazu.

Eintrag ins Goldene Buch

Jane Bridge freute sich über die Erfahrungen aus den allerersten „Mixed-Team-Meisterschaften für Polizei-Judo-Mannschaften“, die erstmals bei der deutschen Polizeimeisterschaft 2018 durchgeführt wurden. Dieser spannende Mannschaftskampf wird nun auch bei den Polizei-Europameisterschaften eingeführt. Johannes Daxbacher fasste seine langjährigen und internationalen Erfahrungen zum Tagungsthema zusammen: „Wir als deutsche Polizeibeamte genießen weltweit eine sehr hohe Anerkennung. Judo ist nicht nur eine olympische Sportart, sondern auch ein gutes Mittel für eine elegantere Konfliktlösung für Polizeibeamte.“ Als konkretes Ergebnis der informativen Tagung wird der DPSK-Vorsitzende Ralf Flohr eine Vereinbarung mit dem Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes über weitere Kooperationsmöglichkeiten bei „Polizei und Judo“ unterzeichnen. Königsbrunns Bürgermeister Franz Feigl würdigte das Engagement mit einem Empfang der Tagungsdelegation im Rathaus und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Jane Bridge (vorne) trug sich in das Goldene Buch der Stadt Königsbrunn ein. In der zweiten Reihe Bürgermeister Franz Feigl (links) und Norbert Schwalber. Dahinter von links: Johannes Daxbacher, Stefanie Radenovic, Thomas Fichtner, Andreas Röhner, Ralf Flohr und Karl-Heinz Hofmann.
Bild: Alfred Fendt
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