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Schießen

21.05.2013

Überraschungssieg des Topfavoriten

Das Siegerteam der Singoldschützen Großaitingen mit (hinten von links) Hermann Müller, Michael Herzinger, Maximilian Geiger, Fridolin Mayr junior, Dominik Jenik sowie (vorne von links) Stefan Müller, Barbara Bleicher, Maximilian Schuster und Kristina Harrand.
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Das Siegerteam der Singoldschützen Großaitingen mit (hinten von links) Hermann Müller, Michael Herzinger, Maximilian Geiger, Fridolin Mayr junior, Dominik Jenik sowie (vorne von links) Stefan Müller, Barbara Bleicher, Maximilian Schuster und Kristina Harrand.

Der Bundesligist Singold Großaitingen sichert sich zum fünften Mal in Folge den Landkreispokal, obwohl er auf etliche Stars verzichtet und der Jugend eine Chance gibt

Großaitingen Am Ende siegte mit dem gastgebenden Bundesligisten Singold Großaitingen beim 20. Finalturnier um den Landkreispokal der Schützen zwar der im Vorfeld als Topfavorit gehandelte Rekordgewinner, doch es kam letztlich einer großen Überraschung gleich, dass die Singoldschützen sich den Landkreispokal zum fünften Mal in Folge sicherten und vor Grünholder Gablingen, Tell Tronetshofen/Willmatshofen und den Auerhahnschützen Reinhartshausen gewannen.

Die Großaitinger verzichteten beim Jubiläumsfinale des Landkreispokals nämlich auf etliche Stars aus dem Bundesligakader der ersten Mannschaft sowie auf mehrere Leistungsträger aus dem Bayernligakader der zweiten Mannschaft und gaben der Jugend eine Chance.

Im Viertelfinale nur das drittbeste Ergebnis

Nach dem Viertelfinale sah es noch so aus, dass die Singoldschützen heuer kein Sieganwärter sind und dass es auf ein Duell zwischen Tell Tronetshofen/Willmatshofen und Grünholder Gablingen hinauslaufen wird, denn die Großaitinger schossen im Viertelfinale nur das drittbeste Ergebnis. Sie hatten dabei das Glück, mit den erstmals im Finale stehenden Buschelbergschützen Aretsried einen Gegner zu haben, der bei seiner Premiere zu Beginn noch mit seinen Nerven zu kämpfen hatte und ihnen deshalb nicht gefährlich werden konnte.

Im Halbfinale waren die Tell-Schützen Tronetshofen/Willmatshofen aufgrund ihrer überzeugenden Leistung im Viertelfinale klarer Favorit gegen den Bundesligisten, zog dann aber recht überraschend mit 1198,1:1201,5 Ringen knapp den Kürzeren.

„So leicht war es noch nie, die Großaitinger zu schlagen!“ Dieses Fazit zog Walter Angerer, der Vorsitzende der Tell-Schützen Tronetshofen/Willmatshofen nach der knappen Halbfinal-Niederlage seines Teams. „Ich hätte mir gewünscht, gleich im Viertelfinale gegen die Singoldschützen anzutreten. Es ist schade, dass wir die Chance zum Einzug ins Finale nicht genutzt haben.“

Barbara Bleicher zeigt eine Weltklasseleistung

Ausschlaggebend für die Niederlage der Tronetshofer waren zwei Aspekte: Zum einen die Weltklasseleistung der für Großaitingen schießenden Barbara Bleicher, die mit 207,8 Ringen das beste Ergebnis des gesamten Turniers erzielte. Zum anderen die Rotation in der eigenen Aufstellung nach dem Viertelfinale. Für Robert Patalewski aus der in der Gauoberliga schießenden dritten Mannschaft, der im Viertelfinale noch starke 201,7 Ringe erzielt hatte, brachten die Tell-Schützen Maria-Theresia Eckert aus dem Schwabenligateam, die jedoch mit 186,3 Ringen weit unter ihren Möglichkeiten blieb.

Durch den knappen Sieg gegen den alten Rivalen Tronetshofen/Willmatshofen, der am Ende Dritter wurde, zogen die Großaitinger einmal mehr ins Finale ein. Dort wartete mit Grünholder Gablingen ein weiterer alter Bekannter, der im Halbfinale Auerhahn Reinhartshausen ganz souverän besiegt hatte.

Während den Gablingern, die nur mit sieben statt der zehn möglichen Schützen nach Großaitingen gekommen waren, ohne ihren im Stau stehenden Topschützen Jürgen Weislein mehr und mehr die Kräfte schwanden, wuchsen bei den Großaitingern vor allem die erstmals im Finale mitschießenden Youngsters Stefan Müller und Dominik Jenik fast über sich hinaus. Beide waren maßgeblich daran beteiligt, dass ihr Team schon nach dem ersten Finaldurchgang klar vorne lag und am Ende auch gewann. Auch im zweiten Durchgang knüpften sie an ihre guten Leistungen an.

Für viel Gesprächsstoff sorgte zu Beginn des zweiten Finaldurchgangs Michael Herzinger von den Singoldschützen Großaitingen, denn er brachte den ersten Schuss nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit auf die Scheibe, so dass für ihn 0,0 Ringe gewertet wurden. Dies hinterließ bei einigen der fachkundigen Zuschauer einen faden Beigeschmack, denn die waren nicht überzeugt davon, dass Herzinger den Schuss nicht hätte abgeben können. „Der wollte halt nochmals für Spannung sorgen“, meinte beispielsweise Wolfgang Braun von den Auerhahnschützen Reinhartshausen mit süffisantem Unterton.

Ungeachtet dessen war die Stimmung unter den fast 150 Zuschauern, die dem von Peter Geiger (Vorsitzender der Singoldschützen Großaitingen) moderierten Schlussdurchgang beiwohnten, bestens. Die zwölf noch am Stand stehenden Schützen erhielten für ihre Leistungen viel Beifall. Angetan von der Atmosphäre des Wettkampfes war auch Anni Fries, die stellvertretende Landrätin. "Seite 1

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