Fußball Bezirksliga

12.10.2019

Undurchsichtige Voraussetzungen

Bobingens Gegner Friedberg hat den Trainer gefeuert. Wie wirkt sich das für das Spiel aus?

„Das hat Spaß gemacht“, sagt Julian Peitzsch, wenn er an die beiden vergangenen Spiele seines TSV Bobingen zurückdenkt. Gegen die favorisierten Teams aus Neu- gablonz und Erkheim haben er und sein Team vier Punkte geholt.

Peitzsch hat dabei den zweiten Treffer gegen Neugablonz vorbereitet und stand auch gegen Erkheim in der Startformation. „Es läuft bei ihm“, wie es neudeutsch so schön heißt. Dabei war das vor Kurzem noch gar nicht absehbar. Der 19-Jährige verweilte in August und September mehrmals im Urlaub und verpasste einige Spiele. Dann brauchte er etwas, um wieder in Tritt zu kommen, was nicht verwundern durfte. Schließlich war der Student in der vergangenen Rückrunde durchgehend verletzt und pausierte ein halbes Jahr. „Es freut mich natürlich, dass ich nun den Anschluss geschafft habe und der Trainer mir auch Einsatzzeiten gibt“, erklärt Peitzsch und fügt an: „Ich hoffe, dass ich eine verletzungsfreie Saison spielen kann, auch um der Mannschaft noch mehr zu helfen.“

Dass der kleine, wendige und abschlussstarke Mittelfeldspieler das Potenzial dazu hat, steht außer Frage. Diese Fähigkeiten gilt es auch am kommenden Sonntag (15 Uhr) in Friedberg einzusetzen. Die Tabellenregion, Friedberg steht derzeit auf dem Abstiegsrelegationsrang, des Gastgebers darf dabei keine Rolle spielen. „Ich erwarte Friedberg nicht schwächer als Neugablonz oder Erkheim. Zudem kann so ein Trainerwechsel auch immer einen neuen Impuls geben“, erklärt Peitzsch.

Die Friedberger haben nach einem soliden Saisonstart etwas den Faden verloren. So gelang in den letzten sechs Partien nur ein Sieg. Zu wenig für Ex-Trainer Ali Dabestani, der sein Team, glaubt man den Verantwortlichen, zu harsch kritisierte. Die Wege trennten sich und bereits am vergangenen Spieltag stand Co-Trainer Dragan Kozul als Interimslösung an der Seitenlinie. Undurchsichtige Voraussetzungen für den TSV Bobingen, zumal Friedberg mit Siegen gegen Bad Grönenbach und Neugablonz oder beim Unentscheiden gegen Türkgücü bereits aufhorchen ließ. Für Julian Peitzsch spielt die Situation eine Nebenrolle. „In dieser Liga sind viele Teams ähnlich stark. Das heißt, wir müssen auch gegen Friedberg ein gutes Spiel machen, um drei Punkte zu holen“, stellt er abgeklärt fest. (SZ)

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