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Eishockey

17.11.2019

Viel Betrieb vor den beiden Toren

Die Königsbrunner Torfrau Jenny Harß hatte beim Derby in Landsberg jede Menge zu tun. Sie hielt, was zu halten war, kassierte aber ebenso wie ihr Landsberger Kollege sieben Treffer.
Foto: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn erzielt beim packenden Derby in Landsberg sieben Treffer, muss sich aber dann im Penaltyschießen doch noch geschlagen geben

Landsberg/Königsbrunn Nach 60 Minuten stand es noch 7:7, erst im Penaltyschießen musste sich der EHC Königsbrunn in der Eishockey-Bayernliga noch dem HC Landsberg mit 7:8 geschlagen geben. Dabei hatte die Partie keinen Sieger verdient, am Ende gewann die glücklichere Mannschaft.

Zunächst lief es für die Landsberger „Riverkings“ vor der beeindruckenden Kulisse von 1225 Fans nach Plan, denn schon in der zweiten Spielminute musste die Königsbrunner Torfrau Jennifer Harß das erste Mal hinter sich greifen. Die Freude über die frühe Führung währte aber nur kurz, denn eine Minute später sorgte Jakub Srámek für den Ausgleich und zwei Minuten später netzte Julian Becher zur 2:1-Führung für Königsbrunn ein. In der zehnten Spielminute konnte Nico Baur sogar auf 3:1 erhöhen. Doch die Gastgeber bissen sich zurück und sorgten mit einem Doppelschlag innerhalb von sechzig Sekunden für den 3:3-Ausgleich. Bis zur ersten Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Auch im mittleren Spielabschnitt lieferten sich beide Teams einen heißen und intensiven Kampf auf dem Eis, mit viel Einsatz drängten die Kontrahenten auf den nächsten Treffer. In der 23. Spielminute sorgte Julian Becher in Überzahl mit seinem zweiten Tor für die erneute Königsbrunner Führung, doch nur drei Minuten später fiel der Ausgleich zum 4:4. In der 31. Spielminute hatte der EHC erneut Überzahl, Hayden Trupp traf zum 5:4 für Königsbrunn. Das 5:5 ließ aber erneut nicht lange auf sich warten.

Der Treffer zum 7:7 fiel 48 Sekunden vor Spielende

In den letzten 20 Spielminuten legte der EHC erneut vor, Hayden Trupp wurde von Jakub Srámek bedient und schoss zum 6:5 ein. Sechs Minuten vor Spielende glich Landsberg ein weiteres Mal aus und legte dann zwei Minuten vor Spielende das Tor zur 7:6-Führung nach, die Partie schien gelaufen zu sein. 48 Sekunden vor Spielende ließ dann Daniel Rau den zahlreich mitgereisten Königsbrunner Anhang jubeln, als er zum 7:7 einschoss. Nach 60 Spielminuten ging es jetzt in die Verlängerung.

Beide Teams traten nun für fünf weitere Spielminuten mit jeweils drei Feldspielern plus Goalie gegeneinander an. Letztlich blieb die Verlängerung torlos. Die Entscheidung musste nun im Penaltyschießen fallen. Für den EHC konnte lediglich Hayden Trupp verwandeln, Landsberg traf hingegen einmal mehr, der Treffer von Thomas Fischer entschied dann die Partie.

EHC-Coach Waldemar Dietrich war nach dem Spiel ein wenig enttäuscht, fand aber viel Lob für seine Mannschaft: „Wir haben ganz gut angefangen und mit 3:1 geführt, Landsberg wurde dann aber immer stärker und fand in das Spiel zurück. Wir haben heute gutes Überzahlspiel gezeigt, die Jungs bewiesen ihre tolle Moral, vor allem als wir kurz vor Schluss noch in Rückstand gerieten. Trotzdem sind wir zurückgekommen und waren in der Verlängerung die bessere Mannschaft, haben es aber verpasst, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Für die Zuschauer war das sicher ein unterhaltsames Spiel, viele Tore und eine tolle Kulisse, so macht Eishockey Spaß. Wir müssen jetzt aber weiterhin um jeden Punkt kämpfen.“

Zu Gast in Landsberg war übrigens auch Erich Kühnhackl, der „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“. Ihm wurde richtig was geboten. Schon nach dem ersten Drittel war Kühnhackl begeistert. „Es ist ein tolles Spiel“, lautete sein Kommentar, während er sich unter die Zuschauer mischte, zahllose Autogramme schrieb und für jeden ein freundliches Wort hatte.

Tore 1:0 Kerber (Wedl, T. Fischer) (2.), 1:1 Srámek (Auger) (3.), 1:2 Becher (5.), 1:3 Baur (Trupp) (10.), 2:3 Reuter (M. Fischer) (13.), 3:3 Sturm (Kerber, T. Fischer) (14.), 3:4 Becher (Srámek, Trupp) (23.), 4:4 T.Fischer (Jänichen, Sturm) (26.), 4:5 Trupp (Srámek, Auger) (31.), 5:5 Sturm (Carciola, M. Fischer) (34.), 5:6 Trupp (Srámek) (48.), 6:6 Mitchell (54.), 7:6 Sturm (58.), 7:7 Rau (Srámek, Trupp) (60.), 8:7 T. Fischer (n. P..).

Zuschauer 1225. (SZ)

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