Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Lokalsport
  4. Was eine Bobingerin bei den Olympischen Jugendspielen erlebt

Eishockey

29.01.2020

Was eine Bobingerin bei den Olympischen Jugendspielen erlebt

Katharina Häckelsmiller aus Bobingen war bei den Olympischen Jugendspielen Kapitän der deutschen Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft.
2 Bilder
Katharina Häckelsmiller aus Bobingen war bei den Olympischen Jugendspielen Kapitän der deutschen Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft.

Plus Katharina Häckelsmiller aus Bobingen führte als Kapitän bei den Olympischen Jugendspielen das deutsche Team aufs Eis. Was sie in der Schweiz erlebt hat.

Nach zwei Spielen waren für Katharina Häckelsmiller die Olympischen Jugendspiele in Lausanne (Schweiz) wieder beendet: Mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft schied die 15-jährige Spielerin aus Bobingen nach der Vorrunde aus. Trotzdem nimmt sie ein ganz besonderes Erlebnis mit nach Hause.

Mit Titelverteidiger Schweden hatte die deutsche Mannschaft zum Auftakt gleich ein ganz schweres Los gezogen. Doch die deutschen Mädchen hielten sehr gut mit, nach dem ersten Drittel ging es torlos in die Kabine. Im zweiten Abschnitt allerdings zog Schweden schon auf 3:0 weg, ehe den Deutschen der erste Treffer gelang. Schließlich erhöhte Schweden noch auf 4:1, am Ende setzten sich die Titelverteidigerinnen mit 7:2 durch.

Doppelschlag sorgt für das Aus

Jetzt musste gegen die Slowakei im zweiten Spiel ein Sieg her – und es sah lange sehr gut aus. Dabei durfte die Bobingerin, die seit 2017 bei den Riverkings in Landsberg spielt (aktuell U17) und in Königsbrunn ausgebildet wurde, ein besonderes Erfolgserlebnis feiern: Sie erzielte in der 23. Minute den Führungstreffer für die deutsche Nationalmannschaft. Doch im letzten Drittel sorgte die Slowakei mit einem Doppelschlag für die Entscheidung: Innerhalb von vier Minuten drehten die Slowakinnen die Partie und setzten sich am Ende auch mit 2:1 durch.

Den Puck, mit dem Katharina Häckelsmiller die deutsche Mannschaft in Führung gebracht hatte, bekam sie nicht als Andenken mit. „Das macht man nur beim ersten Tor“, sagt sie – und in der Nationalmannschaft hat sie schon öfter getroffen. Da es aber trotzdem nicht gereicht hat, war die Enttäuschung natürlich groß. „Vor allem, weil wir dieses Spiel durchaus hätten gewinnen können.“ Aber ein Fehler in der Abwehr hatte den Slowakinnen den zweiten, entscheidenden Treffer ermöglicht.

Eigentlich geht man davon aus, dass man trotzdem die Zeit bei den Olympischen Spielen nutzt, um möglichst viel zu erleben. Doch da machte der jungen Sportlerin eine heftige Erkältung einen Strich durch die Rechnung. „Aber bei einem Ausflug in die Berge war ich mit dabei“, erzählt sie. Dort besuchte man die Wettbewerbe der Alpinen. „Wir haben bei den Skifahrern und den Snowboardern in der Halfpipe zugeschaut“, erzählt die 15-Jährige.

"Ein unheimlich tolles Erlebnis"

Auch das Olympische Museum wurde besichtigt und beim Empfang der deutschen Mannschaft war die Kapitänin der Damen-Eishockeymannschaft natürlich auch mit dabei. „Es war alles ein unheimlich tolles Erlebnis“, schwärmt sie, auch wenn die Spiele nicht nach Wunsch gelaufen sind. „Es war auch schön, mit den anderen Sportlern in Kontakt zu kommen.“

K. Häckelsmiller

Schon bald steht das nächste Großereignis vor der Tür: Anfang Februar findet der Vier-Nationen-Cup in Tschechien statt. „Wir sind zwar nicht Titelverteidiger, aber wir haben in diesem Jahr gute Chancen auf einen Gesamtsieg“, ist sie zuversichtlich. Zum Eishockey ist die Realschülerin, die die neunte Klasse der Heinrich-von-Butz-Realschule in Augsburg besucht, über ihren älteren Bruder gekommen. „Er hat zuerst Fußball gespielt, das wollte ich dann auch.“ Nachdem ihr Bruder vom Fußball zum Eishockey wechselte, machte sie es ihm nach – und ist jetzt deutsche Nationalspielerin.

Die Erkältung ist übrigens nicht das einzige Andenken, dass sie von den Olympischen Jugendspielen mit nach Hause gebracht hat: „Wir durften die Kleidung, die wir zum Aufwärmen hatten, mitnehmen.“ Und auch das schwarze Spielertrikot – in ihrem Fall mit dem großen C auf der Brust.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren