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Fußball, A-Klasse

31.10.2019

Wer strauchelt als Nächstes?

Das Bild täuscht: Nicht Jonas Ammann (gelbes Trikot) und die SpVgg Langerringen brachten den SV Hurlach ins Straucheln, sondern anders herum. Die Hurlacher stürzten am Wochenende Langerringen von der Tabellenspitze.
Bild: Christian Kruppe

Drei-Klassen-Gesellschaft: Fünf Teams spielen um den Aufstieg, vier um den Abstieg

So langsam kristallisiert sich in der A-Klasse Augsburg Süd der Fußballer eine Drei-Klassen-Gesellschaft heraus. Fünf Teams spielen um den Aufstieg, vier Mannschaften stehen im gesicherten Mittelfeld und vier weitere machen die hinteren Plätze unter sich aus.

Ein Team, das von Beginn an oben erwartet wurde, scheint sich nun endlich gefunden zu haben. Herbert Wiest kann mit dem Türk SV Bobingen am Sonntag auf Platz zwei der Tabelle springen und damit den Holperstart in die Saison endgültig vergessen machen. „Was wir zu Beginn gespielt haben, war gar nichts“, erinnert sich Wiest zurück.

„Dafür machen wir es jetzt seit einigen Spielen umso besser, gerade wenn man die teils widrigen Bedingungen bedenkt, unter denen wir trainieren.“ Der Trainer ist hörbar unzufrieden über den Trainingsplatz beim Türk SV. So verfüge man zwar über ein anständiges Flutlicht, habe aber gleichzeitig nur rund 400 Quadratmeter bespielbaren Rasen. Der Rest sei von Maulwürfen durchwühlt. Die Verhandlungen mit der Stadt über einen angedachten Umzug an den Wiesenhang gestalteten sich als zäh.

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Dennoch lässt sich Wiest seine positive Grundstimmung nicht nehmen. „Wir wollen auch gegen Straßberg gewinnen und an Langerringen vorbeiziehen.“ Die Straßberger hatten zuletzt mit einem 3:3 gegen Türkgücü Königsbrunn aufhorchen lassen. „Wir müssen jedes Spiel für sich angehen“, warnt Wiest. „Wir sind uns immer selbst der größte Gegner.“

Zum gesicherten Mittelfeld zählt derzeit die SpVgg Lagerlechfeld II, die nach vier Spielen endlich wieder einen wichtigen Sieg in Gessertshausen einfahren konnte. „Ich sehe das lieber positiv“, so Trainer Roland Hausner „immerhin haben wir jetzt auch vier Spiele nicht verloren.“ Mit dem Sieg in Gessertshausen brachte sein Team nun noch etwas mehr Luft zwischen sich und den Tabellenkeller. „Das war mit Sicherheit kein Leckerbissen. Aber ich denke, unter dem Strich waren wir die bessere Mannschaft.“ Mit dem SV Reinhartshausen kommt nun ein direkter Konkurrent, bei dem es in den letzten Wochen auch nicht immer läuft. In den letzten sechs Spielen gab es nur einen Sieg. „Wir wollen mindestens einen Punkt holen, besser noch gewinnen. Ich denke Reinhartshausen ist derzeit keine Übermannschaft. Das sollten wir nutzen“, erklärt Hausner, der gleichzeitig Respekt vor der Reinhartshauser Offensive hat. „Wir wissen natürlich, dass Dennis Biber immer für einen Treffer gut ist.“ Mit zwölf Treffern in zehn Spielen führt Biber die Torjägerliste in der A-Klasse an. Generell ist Hausner nicht unzufrieden mit der bisher gespielten Runde, weshalb der Trainer auch ein anspruchsvolles Ziel bis zur Winterpause formuliert: „Ich zähle uns als Aufsteiger jetzt schon zum Mittelfeld der Liga. Darum will ich aus den letzten drei Spielen auch sechs Punkte holen. Wir wollen uns Stück für Stück festigen.“

Gefestigt hat auch der TSV Bobingen II seinen Platz im Mittelfeld mit dem deutlichen Sieg zuletzt gegen den TSV Königsbrunn II. Am Sonntag steht das Duell der Bezirksliga-Reserven bei Türkgücü Königsbrunn II an. Keine leichte Aufgabe, denn Türkgücü hat noch überhaupt kein Spiel in dieser Saison verloren. Zuletzt stockte allerdings der Motor ein wenig. Von den fünf vergangenen Spielen endeten vier remis. Wollen die Königsbrunner Kontakt nach oben halten, sollten sie also tunlichst wieder siegen.

Einen Sieg könnte auch der SSV Bobingen gebrauchen. Nach sieben Spielen ohne Dreier, drohen die Siedler den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Mit Kaufering II reist allerdings das nächste Spitzenteam an. Königsbrunn II hofft gegen den ebenfalls im Keller stehenden SV Gessertshausen auf die ersten drei Punkte. Dazu wird man die schlechteste Defensive der Liga mit 53 Gegentreffern irgendwie schließen müssen. Auf eine Überraschung hofft der TSV Klosterlechfeld gegen den Spitzenreiter aus Hurlach. Die Hurlacher gewannen sieben Spiele in Serie und stürzten zuletzt sogar die SpVgg Langerringen II vom A-Klassen-Thron.

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