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Eishockey

27.01.2020

Zwischendurch kochen die Emotionen hoch

Nach einem Foul an Tormann Nico Hetzel kochen kurz die Emotionen hoch, Paul Siegler (weiß im Vordergrund) verteidigt seinen Schlussmann.
Bild: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn kommt in der Bayernliga zu einem äußerst wichtigen Erfolg beim ERV Schweinfurt. Unter dem Strich wird der Sieg aber teuer bezahlt

Mit einem 5:2-Sieg beim ERV Schweinfurt holt sich der EHC Königsbrunn in der Eishockey-Bayernliga wichtige drei Punkte im Kampf um eine gute Platzierung in der Qualifikationsrunde.

Nach langer Pause durfte Paul Siegler sein erstes Spiel für die Brunnenstädter absolvieren. Allerdings musste EHC-Coach Waldemar Dietrich neben dem erkrankten Abwehrchef Dominic Auger auch auf Defensiv-Ass Alexander Strehler verzichten, der sich am Donnerstag im Training verletzte und wohl bis Saisonende ausfallen wird.

Der EHC startete gut in die Partie und ging gleich in der dritten Spielminute durch den Treffer von Nicolas Baur mit 1:0 in Führung. In der zunächst zerfahrenen Begegnung kamen die Schweinfurter immer besser in die Partie, waren aber im Abschluss zu harmlos und konnten auch in Überzahl nicht treffen. In der 16. Spielminute nutzte der ERV dann aber einen eklatanten Abwehrfehler der Königsbrunner zum Ausgleich. Gleich zwei gegnerische Stürmer tauchten mutterseelenallein vor EHC-Goalie Nico Hetzel auf und ließen ihm keine Chance.

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Im mittleren Spielabschnitt hatte der EHC mehr vom Spiel und ging durch den Überzahltreffer von Jakub Srámek in der 26. Spielminute erneut in Führung, sechs Minuten später traf er dann nach einem schönen Alleingang ein zweites Mal und erzielte das 3:1 für Königsbrunn. Danach verpasste es der EHC aber den Vorsprung auszubauen.

Dafür klappte es aber zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum dritten Drittel, Nicolas Baur bediente mit einer schönen Vorlage Jannik Reuß, dieser netzte dann zum verdienten 4:1 ein. Doch nur vier Minuten später traf auch Schweinfurt, und die Partie drohte jetzt zu kippen. Dies lag auch daran, dass Anton Zimmer zunächst fehlte, weil auf der Bank genäht werden musste, nachdem er von einem Puck im Gesicht getroffen wurde.

Max Arnawa kassiert eine Spieldauerstrafe

Zudem hatte Schweinfurt ab der 48. Spielminute vier Minuten Überzahl, da die Schiedsrichter nach einer eher harmlosen Auseinandersetzung Paul Siegler auf die Strafbank schickten und Max Arnawa mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine verbannten. Schweinfurt verpasste es jedoch, die Überzahl zu nutzen. In der 54. Spielminute sorgte dann Tim Bullnheimer mit seinem Treffer zum 5:2 für die Entscheidung, der EHC verwaltete danach bis Spielende das Ergebnis.

Königsbrunn gewann am Ende verdient und hält Anschluss an die obere Tabellenhälfte, bezahlte allerdings auch einen sehr hohen Preis, denn Mauro Seider verletzte sich im letzten Drittel und Max Arnawa musste wegen seiner Spieldauerstrafe gestern Abend im Heimspiel gegen Peißenberg (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) aussetzen.

Der ERV Schweinfurt steht nach der Niederlage gegen Königsbrunn punktlos auf dem letzten Platz der Qualifikationsrunde.

EHC-Trainer Waldemar Dietrich war froh über den Sieg, fand aber auch kritische Worte: „Wir standen mächtig unter Druck, sind dann aber gut in die Partie gestartet. Dann haben wir aber den Faden verloren und mussten das 1:1 hinnehmen. Schweinfurt kam danach besser ins Spiel und wir teilweise ins Schwimmen, aber unser Goalie hat uns im Spiel gehalten. Wir haben es im zweiten Drittel besser gemacht und auch in Überzahl gut gespielt. Im letzten Drittel war es entscheidend, dass wir die vier Minuten Unterzahl gut überstanden haben, nach dem fünften Treffer für uns war die Partie dann gelaufen. Es war kein schönes Spiel, aber beide Teams hatten heute viel Druck.“

Das Spiel im Stenogramm

Tore 0:1 Baur (Neuber) (3.), 1:1 Marquardt (Ozollapa, Kracht) (16), 1:2 Srámek (Seider, Rau) (26.), 1:3 Srámek (32.), 1:4 Reuß (Baur, Neuber) (42.), 2:4 Ozollapa (Kouba) (46.), 2:5 Bullnheimer (Neuber, Reuß) (54.)

Strafen ERV Schweinfurt 12+10 Minuten; EHC Königsbrunn 16 + 30 Minuten sowie Spieldauerstrafe für Max Arnawa.

Zuschauer 400.

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