Vielleicht ist es ja ein gutes Omen. Denn wie schon zu Saisonbeginn starten die Schwabmünchner Landesliga-Fußballer ohne Cheftrainer in die Vorbereitung. Dies aber nicht, weil der TSV auch in diesem Jahr die Tradition der Trainer-Trennung im Winter fortgeführt hat. Coach Emanuel Baum war zu Beginn der Vorbereitung schlicht und ergreifend krank. Was ihn aber nicht daran gehindert hat, auf dem Laufenden zu sein.
„Sebastian Deutscher und Luckmann Abdallah machen das hervorragend“, so Baum am Telefon. Die Ziele für die Rückrunde sind klar: Die Schwabmünchner wollen endlich wieder in die Bayernliga zurückkehren. Mit einer starken Hinrunde, bei der es erst zum Ende die erste Niederlage gab, haben die Schwarz-Weißen einen soliden Grundstein gelegt. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Durach, der jedoch ein Spiel weniger bestritten hat.
Das Auftaktprogramm hat es in sich
Die Schwabmünchner müssen, mit Blick auf die ersten Gegner, die Leistung der Hinrunde abrufen. Denn mit Pfaffenhofen, Manching, Aindling und Rain stehen schon zum Auftakt richtige Brocken an. „Wir dürfen uns nicht von unserem Vorsprung zum Leichtsinn verleiten lassen“, stellt Trainer Baum klar. Der ist aktuell froh, dass das Team in der Vorbereitung komplett ist und im Training Gas gibt. Einzig Luca Boyer ist aus beruflichen Gründen bislang nicht mit dabei, er wird in den nächsten Wochen wieder zum Team stoßen. Da trifft es sich gut, dass Benedikt Berger nach langer Verletzungspause wieder voll im Training ist.
Sind dann Berger und Boyer wieder voll im Saft, hat auch die Schwabmünchner Defensivkette fast schon ein Überangebot an Topspielern. Aber das werden die Schwarz-Weißen brauchen, um ihr Ziel zu erreichen. Trainer Baum ist erst einmal froh, dass die Mannschaft bei der aktuellen Witterung dank des Kunstrasens schon im Training ist: „Anderswo geht noch nichts. Das ist gut für uns.“ Bevor es losgeht, erwartet die Schwabmünchner ein durchaus knackiges Vorbereitungsprogramm. Dreimal die Woche steht die Mannschaft auf dem Feld, einmal pro Woche geht es ins Fitnessstudio. Dazu kommen Testspiele gegen teilweise starke Teams. Bei der 2. Mannschaft des TSV 1860, dem Spitzenreiter der Bayernliga gab es eine 0:4-Niederlage, wobei den Schwabmünchnern eine gute Leistung attestiert wurde.
Neuzugang Konstantin Ott erhöht die Optionen in der Offensive
Benedikt Berger in der Defensive ist aufgrund seiner langen Verletzungspause ein „gefühlter Neuzugang“, Konstantin Ott dagegen ist ein „echter“ Neuer. Der 21-jährige Offensivspieler kommt vom TSV Murnau (Landesliga Südost). Dort wollte er eigentlich nicht weggehen, doch Ott ist im Sommer aus privaten Gründen nach Augsburg gezogen. „Die Fahrten waren einfach zu viel“, erklärt er. Schon vor der Winterpause hat er sich in der Region umgesehen, in Aindling und Schwabmünchen mittrainiert. Dass es dann Schwabmünchen wurde, begründet Konstantin Ott so: „Hier ist vieles hochwertig. Das sportliche Niveau, die Anlage. Vor allem aber hat mich die Stimmung im Team beeindruckt.“ Ein weiterer Fakt, der für Schwabmünchen sprach, ist der Umstand, dass jeder Spieler im Kader seine Chancen bekommt.
Nach den ersten Einheiten mit der Mannschaft zeigte sich der Neuzugang guter Dinge: „Ich bin hier gut aufgenommen worden. Die Mannschaft ist super.“ Positiv äußert sich auch Trainer Emanuel Baum: „Das, was ich bisher gehört habe, ist gut. Konstantin ist eine Bereicherung, vor allem weil er in der Offensive flexibel einsetzbar ist.“ Was Ott kann, hat er bei der Testspielniederlage gegen den TSV Landsberg, der punktgleich mit den Junglöwen an der Spitze der Bayernliga steht, gezeigt. Kurz vor dem Landsberger Siegtreffer verhinderte nur der Pfosten einen Treffer des Neuzugangs. Die Partie gegen Landsberg war trotz der schwierigen Bedingungen ein gutes Spiel auf Augenhöhe.
Den nächsten Test bestreiten die Schwabmünchner am Dienstagabend ab 19.30 Uhr gegen den TSV Merching. Da kommt es zu einem Wiedersehen mit den ehemaligen TSVlern Moritz Willis und Jona Köhler.
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