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Handball: Nur Schwabmünchen jubelt

Handball

Schwabmünchen trotzt schwierigen Bedingungen

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    Kilian Stuhler trotzt den Spielern der SG 1871 Augsburg/Gersthofen.
    Kilian Stuhler trotzt den Spielern der SG 1871 Augsburg/Gersthofen. Foto: Felix Dahlheim

    Die Voraussetzungen vor dem Spiel hätten für Schwabmünchen kaum schwieriger sein können: Gleich drei Spieler mussten krankheitsbedingt passen, in der Halle herrschten eisige Temperaturen und zudem musste komplett ohne Harz gespielt werden. Dennoch ließ sich die Mannschaft davon nicht aus der Ruhe bringen und hielt die Motivation von Beginn an hoch. Nach den ersten Minuten fanden die Gelb-Blauen gut in die Partie und konnten sich früh etwas absetzen. Wie erwartet entwickelte sich eine extrem körperliche Begegnung. Vor allem die langen Angriffe der Gastgeber brachten die Schwabmünchner Abwehr phasenweise ins Wanken, doch das Team bewahrte einen kühlen Kopf und baute den Vorsprung Schritt für Schritt weiter aus. Auch auf den Rückhalt zwischen den Pfosten war Verlass: Torhüter Niklas Seidler entschärfte mehrere freie Würfe und hielt seine Mannschaft so auf Kurs. Eine Rote Karte auf Seiten der Gastgeber spielte Schwabmünchen zusätzlich in die Karten, sodass man mit einer verdienten 19:15-Führung in die Halbzeitpause gehen konnte.

    Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gelb-Blauen zunächst nahtlos an die starke Phase vor der Pause an. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte wuchs der Vorsprung weiter an, und vieles deutete auf einen kontrollierten Auswärtssieg hin. Ab der 40. Spielminute folgte jedoch eine Schwächephase, die die SG nutzte, um bis auf drei Tore heranzukommen. In dieser kritischen Phase zeigte sich erneut die mentale Stärke der Schwabmünchner: Mit kühlem Kopf im Angriff und einem starken Torhüter im Rücken überstand man den Druck und übernahm wieder klar das Kommando. Am Ende stand ein verdienter 38:34-Erfolg.

    Bobingen rettet späten Punkt

    Beim Aufeinandertreffen des TSV Bobingen mit der Zweitvertretung des VfL Günzburg kam es beim umkämpften 24:24 zu schlussendlich verdienten Punkteteilung. Es war das erste Heimspiel seit längerem für die Truppe von Trainer Müller. Die eigene Mannschaft war dieses Raster offenbar nicht mehr gewohnt, zu spätes erscheinen in der Halle hatten dann eine unkonzentrierte Spielvorbereitung zur Folge.

    Als das Spiel dann los ging, wurde schnell offenkundig, dass es nicht wie zuletzt ein Torspektakel werden würde. Insgesamt konnten die Gäste dann aber ihre guten Spieler einbinden und trafen. Bobingen sah sich beim Stand von 5:9 zu einer Auszeit genötigt, welche sie wieder in die Spur brachte. Der bessere Abschluss sorgte dafür, dass man Tor für Tor aufschließen konnte, doch Günzburg konnte noch einmal auf 3 Tore vor erhöhen. Der Pausenstand lautete 11:14.

    Bobingen verbesserte sich vor allem in der Offensive und konnte zum 20:20 ausgleichen und bald vorbeiziehen. Technische Fehler und mangelnde Konzentration führten dazu, dass man sie Führung wieder hergab. „Es war das selbe Muster wie in den letzten Partien, irgendwann musst du mal die Lehren aus dem stetigen schlechter werden in den wichtigen Minuten ziehen, sonst sind wir weit oben in der Tabelle“, erklärte Kapitän Müller. Günzburg nutzte die Schwächen aus um sich zwei Tore Vorsprung zu erarbeiten und nur durch einen Kempa in letzter Sekunde konnten die Gastgeber einen Punkt retten.

    Königsbrunn verliert Nachbarschaftsduell

    Der BHC Königsbrunn musste sich im Auswärtsspiel beim TSV Haunstetten II mit 22:28 geschlagen geben und konnte den Schwung aus dem Sieg gegen Günzburg nicht mitnehmen. In einem intensiven Nachbarschaftsduell entschieden letztlich Konsequenz im Abschluss und kleine Nachlässigkeiten in der Defensive die Partie zugunsten der Hausherren. Dabei zeigte der BHC über weite Strecken eine engagierte und phasenweise stabile Abwehrarbeit, schaffte es jedoch zu selten, die Angriffe der Haunstetter wirklich bis zum Schlusspfiff zu verteidigen. Immer wieder führten späte Unachtsamkeiten zu ärgerlichen Gegentoren. Bereits zur Pause lag Königsbrunn mit 11:15 zurück.

    Im Angriff tat sich der BHC schwer, klare Durchbrüche zu erzielen. Das Zusammenspiel kam nicht wie erhofft zur Geltung. Dadurch fehlte die nötige Durchschlagskraft, um die gut aufgelegte Defensive von Haunstetten II dauerhaft unter Druck zu setzen. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen dagegen konsequent und präsentierten sich vor dem Tor effizienter. In der Schlussphase versuchte Königsbrunn noch einmal alles, um das Spiel zu drehen. Mit erhöhtem Risiko stemmte sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage, musste dadurch jedoch auch weitere Gegentore hinnehmen, die eine Wende verhinderten. (AZ)

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