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Kreispokal: Pokalfights und eine Überraschung

Fußball

Pokalfights und eine Überraschung

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    Das war die Entscheidung. In der 82. Minute erzielte Benedikt Rehm (lila Trikot) das Siegtor für Schwabegg.
    Das war die Entscheidung. In der 82. Minute erzielte Benedikt Rehm (lila Trikot) das Siegtor für Schwabegg. Foto: Elmar Knöchel

    Die dritte Pokalrunde ist ausgespielt. Während sich die SV Schwabegg und der TSV Walkertshofen im Derby einen spannenden Pokalfight lieferten, tat sich die SpVgg Lagerlechfeld gegen den Kreisklassisten Suryoye Assyrer Augsburg lange schwer. Der FC Köngisbrunn musste eine Klatsche von der SV Gold-Blau Augsburg hinnehmen, jedoch erklärt der Königsbrunner Terminkalender das deutliche Ausscheiden. Der TSV Bobingen tankte gegen die TSG Stadtbergen mit einem Schützenfest Selbstbewusstsein für die Liga.

    Schwabegg und Walkertshofen liefern sich im Derby Pokalfight

    Es war ein spannender Pokalfight am Donnerstagabend im Walkertshofer Stadion. Im Duell Kreisklasse gegen Kreisliga hatte lange Zeit Kreisklassist Walkertshofen mehr vom Spiel. Während Schwabegg in der ersten Hälfte nur reagierte, gingen die Gastgeber motiviert und spielfreudig zu Werke. Bereits in der zehnten Spielminute ging Walkertshofen durch den sehr aktiven Tim Rost in Führung. Nur vier Minuten später konnte Tobias Fendt ausgleichen. Insgesamt dreimal konnte Walkertshofen in Führung gehen und dreimal gelang Schwabegg der Ausgleich. Den zweiten Treffer für Kreisklassist Walkertshofen erzielte Felix Strobel. Somit ging das Team von Trainer Alexander Böhn mit 2:1 in die Pause.

    Schwabegg kam dann etwas wacher und aggressiver aus der Kabine. Mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit erzielte Sebastian Kraus den 2:2-Ausgleich. In der 51. Minute patze die Schwabegger Abwehr und erneut konnte Tim Rost sein Team in Führung bringen. Doch nur sieben Minuten später lief das Spiel genau andersherum. Jetzt war es die Walkertshofer Defensive, die mit einem katastrophalen Rückpass Stefan Wiedemann den 3:3-Ausgleich praktisch auf den Fuß legte. Danach war das Spiel relativ ausgeglichen und beide Mannschaften versuchten, keine Fehler zu machen. Als sich Zuschauer und Spieler schon langsam mit dem Gedanken an ein Elfmeterschießen anfreundeten, überbrückte Schwabegg mit einem langen Pass das Mittelfeld. Benedikt Rehm lief der Abwehr davon und konnte in der 82. Minute den entscheidenden Treffer setzen.

    „Blaues Auge“ für Schwabegg

    Danach versuchte Walkertshofen zwar, noch einmal zurückzukommen, hatte aber keine zwingenden Chancen mehr. Die Schwabegger konnten als Kreisligist insgesamt nicht überzeugen, jedoch nutzte die Elf von Wolfgang Misenhardt die Wahlkertshofer effektiv aus. Letztlich sei Schwabegg „mit einem blauen Auge davongekommen“, räumte der Schwabegger Trainer nach dem Spiel ein. „Wir haben ein schweres Spiel erwartet. Unsere Vorbereitung war katastrophal. Wir haben nur fünf bis sechs Mann, die fit sind. Das sieht man auch.“

    Walkertshofen sei der erwartet schwere Gegner gewesen: „Sie stehen gut und spielen sauber von hinten raus.“ In der zweiten Halbzeit habe sein Team besser dagegengehalten und wäre aggressiver gewesen, so Missenhardt, der schon einen Wunsch für die nächste Pokalrunde hat: „Vielleicht bekommen wir ja in der nächsten Runde einen attraktiven Bezirksligisten als Gegner“. Schwabeggs Kapitän Sebastian Kraus wird die nächste Rund aufgrund einer roten Karte in der 87. Minute gesperrt verpassen.

    Die SpVgg Lagerlechfeld müht sich in die nächste Runde

    Auf fünf Positionen routierte die SpVgg Lagerlechfeld im Vergleich zum Bezirksligaauftakt am vergangenen Wochenende. Nach der Auftaktniederlage in der Liga, gelang es der Elf von Daniel Raffler gegen den Kreisklassisten Suryoye Assyrer Augsburg nicht, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Nach 35. Minuten erzielte Milan Vajagic den Führungstreffer für den Underdog. Mit vier Wechseln reagierte Raffler auf die erste Halbzeit seiner Mannschaft, die sich nun gegen die Pokalüberraschung wehrte. In der 54. Minute gelang Thomas Müller der Ausgleich, Baschar El Fayyad erzielte in der 77. Minute den 2:1-Siegtreffer für den Bezirksligisten.

    Mit einer 1:6-Klatsche schied der FC Königsbrunn gegen den Kreisklassisten SV Gold-Blau Augsburg aus dem Pokal aus. Was auf den ersten Blick wie ein Pokalwunder aussieht, erklärt sich mit einem Blick auf den Spielplan des Bezirksligisten. Nur einen Tag nach dem Pokalspiel, müssen die Köngisbrunner in der Liga gegen den Aufsteiger aus Langerringen ran. Dementsprechend trat der FC in großen Teilen mit seiner Zweitvertretung gegen die Augsburger an. Diese entschieden durch Treffer von Andrii Makarenko (4.), Vitalii Dolyna (19.) und Valdyslav Panasiuk (42.) schon in der ersten Hälfte die Partie. In der Schlussviertelstunde wurde das Ergebnis aus Sicht der Königsbrunner dann richtig bitter. Marko Zelniuk (74.) und Dolyna (85. und 87.) brachten den Kreisklassisten mit 6:0 in Führung. Der eingewechselte Patrick Schmalz erzielte in der 90. Minute den Ehrentreffer zum 6:1-Endstand.

    Der TSV Bobingen sammelt Selbstbewusstsein

    Nach der 1:3-Niederlage zum Ligaauftakt, holte sich der TSV Bobingen bei der TSG Stadtbergen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein zurück. Mit einem 13:1-Sieg zeigten der Bezirksligist dem Aufsteiger in die Kreisklasse die Grenzen auf. Vor allem Neuzugang Georg Zimmermann stach mit sechs Treffern hervor. Colin Gansert und Nicolas Prestel trafen doppelt. Die übrigen Treffer steuerten Jannick Piller, Denis Klinger und Michael Zedelmaier bei. Das 13:1 stellt den höchsten Pflichtspielsieg der Bobinger Geschichte dar.

    Der FSV Großaitingen wehrte sich lange gegen das Pokalaus. Gegen den Bezirksligisten VfL Kaufering, der mit seiner zweiten Mannschaft auflief, durfte der A-Klassist lange an eine Überraschung glauben. Die favorisierten Kauferinger gingen nach 22 Minuten durch Benedikt Braunmüller in Führung, im Anschluss hielten die Großaitinger aber munter mit. Bis in die Nachspielzeit blieb die Partie offen, erst in der 92. Minute besiegelte das 0:2 des eingewechselten Daniel Haller das Ausscheiden des FSV Großaitingen.

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