Eine Straßenumfrage zeigt, welche Veränderungen sich die Bürger in Bobingen wünschen. Oben links: Gisela Thanner, unten Ingrid Walther.Foto: Anna Faber, Karl Rosengart
Was sollte sich in Bobingen ändern? Eine Umfrage im Stadtzentrum zeigt, dass es vor der Kommunalwahl am 8. März verschiedene Wünsche an den künftigen Bürgermeister gibt. Die Befragten sprechen fehlende Veranstaltungen, das geschlossene Stadtbad und den knappen Wohnraum an.
„Jetzt ist hier alles tot“
Ingrid Walther, 76 Jahre: „Es passiert nichts hier. Früher gab es regelmäßig ein Straßenfest, jetzt ist hier alles tot. Hier müsste mal was geschehen. Und es wäre schön, wenn die Innenstadt nicht nur Bäcker und Friseure zu bieten hätte, sondern auch etwas zum Einkaufen. Ältere Leute, die nicht weit laufen, können nur zum Edeka gehen.“
Ingrid Walther wünscht sich mehr Leben in der Stadt.Foto: Anna Faber
Markus Bruckner, 36 Jahre: „Es ist schade, dass wir kein Hallenbad mehr haben. Das ist anscheinend zu teuer, und jetzt steht es einfach leer. Es gibt nicht viele Angebote, wo man mal schnell mit den Kindern hingehen kann.“
Geschlossenes Hallenbad und zu schnelle Autofahrer im Zentrum
Beate Mayr und Fritz Ländle, beide 60: „Es gibt zu wenige Kneipen in der Stadt, Essensmöglichkeiten haben wir dagegen genug. Uns fehlt auch das Hallenbad sehr, da waren wir wirklich viel drin. Und für Ältere gibt es zu Fuß wenig zum Einkaufen. Sonst macht es der Klausi ganz gut (lacht). Wir sind gerne da.“
Gisela Thanner, 78: „Durch die 30er-Zone in der Innenstadt rasen viele Autofahrer. Da sollte mal ein Polizist stehen. Ich bin halt behindert, das ist dann schlecht, wenn ich über die Straße gehe. Aber es gibt auch rücksichtsvolle Autofahrer. Ansonsten läuft alles, ich bin jetzt über 45 Jahre hier in Bobingen.“
Die Polizei müsste in der Innenstadt mehr kontrollieren, meint Gisela Thanner.Foto: Anna Faber
Hans Kuhn, 75: „Ich bin eigentlich ganz zufrieden und meckere selten. Nur am Bahnhof sollte man echt was machen. Gerade für Menschen mit einem schweren Koffer ist die Situation scheußlich. Entweder müssen Rampen gebaut werden, die auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden, oder Aufzüge. So ist es jedenfalls unbefriedigend.“
Andere Bobinger bemängeln zu knappen Wohnraum, hohe Mieten oder die Unterführung in Richtung Königsbrunn. Sie wünschen sich, dass sich mehr Firmen niederlassen und mehr öffentliche Veranstaltungen in der Stadt stattfinden.
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