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Wilde Weiber ziehen als Paradiesvögel durch Großaitingen und stürmen das Rathaus

Großaitingen

Die Wilden Weiber wurden zu bunten Paradiesvögeln

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    Bürgermeister Erwin Goßner musste den goldenen Schlüssel an die Wilden Weiber abtreten. Links Heike Fluck und rechts Jessica Stellbrink.
    Bürgermeister Erwin Goßner musste den goldenen Schlüssel an die Wilden Weiber abtreten. Links Heike Fluck und rechts Jessica Stellbrink. Foto: Hieronymus Schneider

    Mit Spannung wurde darauf gewartet, unter welchem Motto die Wilden Weiber heuer am lumpigen Donnerstag durch die Straßen ziehen. Und kurz vor acht Uhr wurde eine Horde bunter Paradiesvögel in der Nähe der Schule am Schächerweg gesichtet. Mit lautstarker Unterstützung ihrer Musikbox sangen sie ihr neues Lied „Ja wir sind wilde Weiber – direkt aus dem Paradies“.

    In der großen Mehrzweckhalle der Grundschule warteten schon maskierte Schülerinnen und Schüler und hatten ihre Freude am Tanz mit den Wilden Weibern. Mit Lehrerinnen, Lehrern und einem Hausmeister wurden lustige Spiele um Hahn, Henne und Ei gemacht und dann ging der Zug weiter von Geschäft zu Geschäft.

    Der Bürgermeister war gut versteckt

    Den Schwung zum Sturm auf das Rathaus um 11.11 Uhr holten sich die bunten Vögel an der Tankstelle. Die Wilden Weiber hatten aber Anfangsschwierigkeiten, den Bürgermeister Erwin Goßner zu finden. Der hatte sich in einem Bürocontainer ganz hinten versteckt, da das Rathaus gerade umgebaut wird. Schließlich entdeckten sie ihn aber doch und zuerst musste seine Krawatte dran glauben, die mehrmals gekürzt wurde. Unerbittlich forderten die Wilden Weiber die Herausgabe des Goldenen Schlüssels, denn nun übernehmen sie bis Aschermittwoch die Macht in der Gemeinde.

    Wilde Weiber sollen Bürgermedaille bekommen

    Zum Feiern und Tanzen ging es dann in einen leer geräumten Raum ins Rathaus, und dort warteten schon die Bürgermeisterkollegen Rupert Fiehl (Kleinaitingen) und Andreas Reiter (Oberottmarshausen) auf die bunte Gesellschaft. Sie mussten sich genauso den lustigen Spielen unterziehen wie Tim Novak und Angie Klingler von der Jugendarbeit OMI, die sich passend dazu als Omas verkleidet hatten. Beim lustigen Treiben versprach Bürgermeister Goßner, dass er die Wilden Weiber wegen ihrer Verdienste für die Bürgermedaille „Pro Großaitingen“ vorschlagen werde. In den 23 Jahren ihres Bestehens fiel der Zug der Wilden Weiber nur dreimal unverschuldet aus. Nach dem obligatorischen Foto vor dem Rathaus zogen die Paradiesvögel weiter in Richtung Bahnhof bis zum Ausklang im Wirtshaus „Beim Wendl“.

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