Startseite
Icon Pfeil nach unten
Specials Redaktion
Icon Pfeil nach unten
Augsburg checkt's
Icon Pfeil nach unten

Faktencheck Augsburg checkt‘s: Wetter ist nicht gleich Klima

Augsburg checkt‘s

Video von Schnee auf der Akropolis ist mehrere Jahre alt

  • |
  • |
  • |
  • |
    Dieses Foto von der Akropolis im Schnee stammt vom 16. Februar 2021.
    Dieses Foto von der Akropolis im Schnee stammt vom 16. Februar 2021. Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

    Es ist Winter in Europa, und ein Nutzer teilte auf Facebook eine Luftaufnahme einer schneebedeckten Akropolis in Athen. „Die Klimaerwärmung lässt es auf der Akropolis schneien…“, schreibt der User dazu. Aber sind die Aufnahmen überhaupt aktuell?

    Bewertung

    Die Verbreitung des Videos im Winter 2026 ist ohne Einordnung irreführend. Das Video ist zwar echt, zeigt aber nicht das aktuelle Wettergeschehen. Es stammt aus dem Winter 2021.

    Fakten

    Das Video einer schneebedeckten Akropolis, das Anfang 2026 in den sozialen Medien verbreitet wird, stammt nicht aus diesem Jahr, sondern aus dem Winter 2021. Medien wie GreekReporter und AFP berichteten damals über „den ungewöhnlichen Wintereinbruch“. Eine Google-Rückwärtssuche führt zu mehreren Veröffentlichungen aus dieser Zeit - etwa vom Februar 2021.

    Auch ein Wetterrückblick (hier und hier) zeigt, dass die Temperaturen in Athen im Januar 2026 durchgehend über 0°C lagen, mit Tiefstwerten um 4-6°C. Zu keiner Zeit fiel die Temperatur unter den Gefrierpunkt, was die Bildung einer Schneedecke in der Stadt unmöglich macht. 

    Zwar fiel Anfang Januar 2026 tatsächlich Schnee in der Region Attika, doch nicht auf der Akropolis. Laut verschiedenen Medienberichten (Oema und Greek City Times) lag die Schneefallgrenze bei etwa 300 Metern - die Akropolis erhebt sich nur rund 150 Meter über den Meeresspiegel und liegt damit weit unterhalb der damaligen Schneefallgrenze.

    Extreme Wetterereignisse sind Folge des Klimawandels

    Solche starken Wintereinbrüche wie 2021 widersprechen dem Klimawandel nicht. Denn der Klimawandel beschreibt langfristige Veränderungen im Wettergeschehen, nicht einzelne Wetterereignisse. Fachleute weisen darauf hin, dass die durchschnittlichen Temperaturen weltweit seit Jahrzehnten steigen und in tieferen Lagen, wie Athen, die Zahl der Schneetage insgesamt abnimmt.

    Gleichzeitig kann eine wärmer werdende Atmosphäre mehr Feuchtigkeit halten. Wenn es dann doch einmal kalt wird, kann diese Feuchtigkeit abregnen oder als Schnee fallen. Das bedeutet: Gelegentliche, aber ungewöhnlich intensive Schneefälle sind sogar ein mögliches Zeichen für die Auswirkung des Klimawandels.

    (Stand: 12.2.2026)

    Recherche vertiefen? Hier geht‘s zu den Links

    Haben auch Sie einen Sachverhalt, den man einmal unter die Lupe nehmen sollte? Ein Foto, Video oder eine Aussage, die geprüft werden sollte? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an die dpa-Faktenchecker unter 0160 3476409 via WhatsApp (Keine Gewähr für die Bearbeitung).

    Transparenzhinweis

    Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in gemeinsamer Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, den Stadtwerken Augsburg, der Augsburger Allgemeinen und der Deutschen Presseagentur. Stadt und Stadtwerke stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Auf Inhalte haben sie keinen Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden über die Augsburger Allgemeine publiziert. 

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren