Newsticker

Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni
  1. Startseite
  2. Specials Redaktion
  3. Bayern-Monitor
  4. Ausgangsbeschränkungen: Die Bayern verlieren die Geduld

Umfrage

25.04.2020

Ausgangsbeschränkungen: Die Bayern verlieren die Geduld

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, bestehen im ganzen Land Ausgangsbeschränkungen.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Exklusiv Die Zustimmung für die Ausgangsbeschränkungen in Bayern sinkt. Besonders 30- bis 39-Jährige sind ungeduldig. Auch Menschen mit Abitur drängen auf Lockerungen. Hier die Detailauswertung.

Die Bayern verlieren langsam die Geduld: Die Zustimmungsquote der Bürger für die aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen ist in der vergangenen Woche deutlich gesunken.

Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen ergeben. Hatten bis 2. April noch 84,3 Prozent der 2503 Befragten gesagt: „Ja, die Ausgangsbeschränkungen sind angemessen“, lag die Zustimmung am 24. April nur noch bei 61,1 Prozent (2126 Befragte).

Jeder dritte Bayern möchte Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen

Jeder dritte Bayer gab in der aktuellen Erhebung an, die Einschränkungen im Alltag für nicht mehr angemessen zu erachten. Zum Vergleich: Dieser Wert lag bei der ersten Befragung lediglich bei 11,3 Prozent. Unentschieden waren diesmal 5,5 Prozent der Befragten, Anfang April waren es 4,4 Prozent.

Die größten Befürworter der Ausgangsbeschränkungen bleiben die Menschen jenseits der 65. 77,2 Prozent von ihnen antworteten mit „Ja, die Ausgangsbeschränkungen sind noch angemessen“. Für „Nein“ votierte in dieser Altersgruppe nur jeder Fünfte.

Doch auch bei den Älteren scheinen einige ins Grübeln zu kommen: Anfang April hatte die Zustimmungsquote der Menschen über 65 noch bei 93,7 Prozent gelegen.

Viele 30- bis 39-Jährigen in Bayern wollen eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen

Besonders ungeduldig scheinen die Menschen zwischen 30 und 39 Jahren zu sein: Nur knapp die Hälfte der Befragten (50,8 Prozent) findet die Verlängerung der Einschränkungen richtig.

Immerhin 41,5 Prozent der 30- bis 39-Jährigen sprechen sich mindestens für eine Modifizierung der aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen aus. Bei der ersten Befragung hatten noch 73 Prozent in dieser Altersgruppe die Beschränkungen als richtig bewertet.

Vergleichsweise negativ bewerten aktuell Befragte mit Abitur die geltenden Ausgangsbeschränkungen: 34,9 Prozent von ihnen gaben an, die anhaltenden Einschränkungen als „nicht angemessen“ anzusehen.

Zum Vergleich: Nur 29,6 der Befragten ohne Abschluss bzw. mit Hauptschulabschluss wählten die Negativoption. Noch geringer fällt die Ablehnung der Maßnahmen in der Gruppe der Befragten mit Mittlerer Reife aus. 28,8 Prozent drückten ihr Missfallen aus.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage wurden im Zeitraum vom 24.3.20 bis 3.4.20 die Antworten von 2053 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 3,3 Prozent. An der aktuellen Umfrage vom 18.4.29 bis 24.4.20 nahmen 2126 Menschen teil. Der statistische Fehler liegt bei 3,9 Prozent.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

28.04.2020

>> Ausgangsbeschränkungen: Die Bayern verlieren die Geduld <<

Ein Resultat der Vollkaskomentalität die der Staat den Bürger vorgaukelt!

Beim nächsten Lockdown wird einfach die nächste Milliardenwelle losgetreten.

Erst wenn die klare Ansage kommt, dass rückläufige Wirtschaftskraft 1:1 an die Bürger weiterbelastet wird, tritt hier Mitverantwortung an die Stelle von Umverteilungs-Ellbogenbewusstsein.

Permalink
27.04.2020

Tja, es bleibt spannend. Wir werden in absehbarer Zeit sehen, wohin die Reise geht. Dass man Deutschland im Moment bewundert, weil es die Krise einigermaßen in den Griff bekam, kann ganz schnell in Hohn und Spott umschlagen, wenn eine zweite Welle kommt, nur weil viele Menschen etwas hyeraktiv waren. Es wäre besser gewesen, die Wirkung der ersten Lockerungen abzuwarten, zu bewerten und dann weiterzugehen. Das wäre logisch und bedarf keiner täglichen Erklärung. Wir sind ja keine kleine Kinder, denen man ständig erklären muss, warum uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt. Oder vielleicht doch?
Noch ein Wort zu den vielzitierten Umfragen: man muss ja nur die richtigen fragen, dann klappt es auch mit den Antworten, gel?

Permalink
26.04.2020

Schäuble (CDU nicht AfD) bringt's auf den Punkt:
„In Coronavirus-Krise nicht alles dem Schutz von Leben unterordnen“.

Schon gar nicht die Wirtschaft . . .

Permalink
25.04.2020

Anscheinend haben viele noch nicht begriffen, dass uns der Staat uns schützen möchte, und zwar unser Leben und nicht unsere Freiheit. Wer ist denn sich so sicher, dass er nicht sich diesen Virus einfängt, wer so denkt kann nur eine Fantast sein. Schaut hinaus über eueren Tellerrand, dann seht ihr das Übel.

Permalink
25.04.2020

Ich hätte eigentlich gedacht, daß der Krug schon viel früher zu oft zum Brunnen gegangen ist.

Permalink
25.04.2020

Im Landkreis Günzburg leben 125.000 Menschen. Zwei sind bisher im Landkreis verstorben, bei denen der Corona-Virus nachgewiesen werden konnte. Allerdings konnte auch nachgewiesen werden, das ein Toter nicht am Coranavirus oder dessen Folgen verstorben ist.
Somit kommen im Landkreis Günzburg auf 125.000 Einwohner ein Toter.
Täglich sterben Menschen im Landkreis durch Verkehrsunfälle oder dessen Folgen oder werden schwer verletzt.
Werden deshalb etwa der Verkauf von PKWs gestoppt, Auto- und Bundesstraßen gesperrt ?
Oder anderes Beispiel: Jährlich sterben etwa 40.000 Menschen durch Infektionen in Krankenhäusern, ohne das sie etwas dafür können. Das sind 109 Menschen pro Tag in ganz Deutschland. Wurde deshalb auch nur ein Krankenhaus geschlossen ?
Was die Menschen wirkklich krank macht, ist die Propaganda, die ihnen auf allen Kanälen eingeimpft wird.
Und erste Politniks warnen bereits vor einem neuen und noch härteren Shutdown.
Na dann.. Gute Nacht Deutschland & Willkommen im Irrenhaus!

Permalink
26.04.2020

Was die Menschen wirkklich krank macht, ist die Propaganda, die ihnen auf allen Kanälen eingeimpft wird.

Die zwischengelagerten Leichen auf US-Kühllastern oder in den dortigen Massengräbern, die Kolonnen italienischer Militärlaster mit Coronaopfern sind Propaganda?
Zu unserem Glück haben unsere "Politniks" anders auf die Seuche reagiert und widerstehen (noch) dem Druck der Wirtschaftslobby sowie dem Geschwätz der Verharmloser. Ersterer bedeuten Menschenleben, das große Leid in Senioren- und Pflegeheimen offenbar nicht viel während die Verharmloser die Dynamik hinter der weltweiten Ausbreitung des Virus noch nicht begriffen haben.
Wird eine neuerliche Vollbremsung nötig, können sich die Herrschaften diesen "Erfolg" an die Fahnen heften.
Immerhin sind die etwa 6000 Corona-Toten in Deutschland innerhalb von ca. 2 Monaten etwa die doppelte Anzahl der Verkehrstoten von 2019. Trotz Shutdown.
Das Problem der Krankenhauskeime in Deutschland hat viel mit der Sparpolitik im Gesundheitswesen zu tun.






Permalink
28.04.2020

(edit/mod/unwahre Behauptungen gelöscht)

Permalink
28.04.2020

@ Knut E.

Der übliche dummgrüne Vergleich "Tote durch Terror/Virus/Autoverkehr".

Der Autoverkehr bringt Nutzen - Virus und Terror nicht - zu schwierig für Sie?

Permalink
25.04.2020

ich weiß nicht ob sie es schon mitbekommnen haben, daß viele Menschen wegen Corona keine Arbeit mehr haben bzw in Kurzarbeit sind? Glauben Sie wirklich, daß Leuten denen das Wasser schon über dem Hals steht Parties feiern ?

Permalink
25.04.2020

Dito.
Es gilt abzuwägen, woran wir am ehesten zugrunde gehen wollen.

Permalink
25.04.2020

Vielen in dieser Spassgesellschaft ist immer noch nicht klar, dass Gesundheit vor Event und Party kommt.

Permalink
25.04.2020

Meine Empfehlung: TV abschalten und Kopf einschalten.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren