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Bayern-Monitor

11.10.2018

CSU fällt in Umfrage auf neuen Tiefstand

Mit unserem Politikexperten Holger Sabinsky-Wolf haben wir uns die aktuellen Umfragewerte zur Wahl genauer angesehen.
Video: Marina Mengele

Exklusiv Kurz vor der Wahl kennen die Umfragewerte der CSU nur eine Richtung: nach unten. Auch der SPD droht am Sonntag ein Debakel. Die Grünen erreichen ein Rekordhoch.

Wenige Tage vor der Wahl steht die CSU im „Bayern-Monitor“ so schlecht da wie nie. In der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion und Spiegel Online kommt die Partei nur auf 32,9 Prozent. Das sind noch einmal 3,1 Prozentpunkte weniger als in unserer Auswertung vor zweieinhalb Wochen.

Eine absolute Mehrheit scheint für die CSU damit praktisch unerreichbar. Möglich wäre aber eine Koalition mit den Grünen, die mit 18,5 Prozent (plus 0,6) ein neues Allzeithoch erreichen. Auch ein Bündnis von CSU, Freien Wählern (9,8 Prozent; plus 1,2) und FDP (5,9 Prozent; plus 0,9) wäre rechnerisch drin.

Der Umfragewert der Liberalen liegt jedoch so nahe an der Fünf-Prozent-Marke, dass sich statistisch nicht sicher sagen lässt, ob die FDP in den Landtag einzieht. Dasselbe gilt für die Linke, die mit 3,9 Prozent (plus 0,6) aber schlechtere Chancen auf den Einzug ins Parlament hat. Geht man davon aus, dass die FDP knapp ins Maximilianeum einzieht und die Linkspartei nicht, würde es ebenso wenig für eine bayerische GroKo aus CSU und SPD wie für Zweier-Bündnisse von CSU mit FDP oder den Freien Wählern alleine reichen.

Eine historische Pleite droht am Sonntag nicht nur der CSU, sondern auch der SPD. Die Sozialdemokraten, die vor fünf Jahren 20,6 Prozent der Stimmen erhalten hatten, kommen in unserem „Bayern-Monitor“ nur auf 11 Prozent (minus 1). Welche Partei am Sonntag drittstärkste Kraft in Bayern wird, ist offen. Das dürfte sich zwischen Freien Wählern, SPD und der AfD (12,8 Prozent; minus 0,4) entscheiden.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der bayerischen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage wurden die Antworten von 5063 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent. Das Ergebnis der Umfrage ist keine Prognose für das Wahlergebnis am Sonntag, sondern der letzte Stand der Wahlpräferenz der bayerischen Wahlberechtigten im Zeitraum von 6. bis 10. Oktober 2018.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. Mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst untersuchen wir in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Die Ergebnisse werden regelmäßig in unserer Zeitung und in unserem Online-Portal veröffentlicht. Zusätzlich zu den vier dauerhaft laufenden Umfragen befragen wir Sie in einzelnen Umfragen zu aktuellen Themen - wie zur Frage, ob Seehofer und Söder gut zusammenarbeiten werden. Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

In der aktuellen Folge unseres Podcasts "Bayern-Versteher" widmen wir uns der Landtagswahl am Sonntag. Hier können Sie reinhören:

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11.10.2018

Der „C“SU-Vorsitzende und vom Hof verjagte bayerische Ex-Ministerpräsident Seehofer hat Söder quasi amtlich eine Schwäche seines Charakters und eine Neigung zu Schmutzeleien bescheinigt. Doch vor der Wahl erklärt Seehoferer, Söder sei „das Beste, was Bayern zu bieten hat“. Mal abgesehen von den Seehoferschen Widersprüchen, ist das eine Beleidigung für viele Bayern! Seehofer mag Recht haben, dass Söder das Beste ist, was die „C“SU zu bieten hat - und selbst das dürften etliche anständige „C“SUler anders sehen.
Auf mich wirkt Söder mit seinem höfischen Auftreten überheblich, arrogant, falsch, unglaubwürdig, verantwortungslos, respektlos, unanständig und unsympathisch. Auch ich kann einen solchen Typen nicht wählen! Abstürzende Wahlprognosen, wie sie derzeit durch den Seehofer-Söder-Dobrindt-Effekt zu beobachten sind, schaffen eine häßliche Atmosphäre, Herr Söder!
Was wir endlich wieder brauchen in der politischen Auseinandersetzung ist Anstand, Respekt und Menschenwürde anstelle von Angstmacherei und Hass-Parolen. Und das geht weder mit der Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU und mit der AfD schon gar nicht!
Wider den aktuellen Zeitgeist!
https://youtu.be/JNjh46zpQFA

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11.10.2018

Söders gewissenlose und gemäß dem „C“SU-Ehrenvorsitzenden Theo Waigel, törichte Wahlkampfstrategie lässt sich auf folgende Formel verkürzen: Söder first, „C“SU second, Bayern third, Deutschland?, Europa ?? Also ganz gegen die erfolgreiche Doktrin von Franz Josef Strauß: „Bayern ist unsere Heimat, Deutschland unser Vaterland, Europa unsere Zukunft“.
Übrigens ist Söders Strategie bei der Schuldfrage für den beispiellosen Absturz der Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU genau umgekehrt: Söder last, ...

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11.10.2018

Der Seehofer-Söder-Dobrindt-Effekt stürzt die „C“SU - nach über einem halben Jahrhundert - mit nur kurzer 5-jähriger Unterbrechung - absoluter Mehrheit in einer beispiellosen Abwärtsspirale in eine Katastrophe: minus 15%! Eine Katastrophe biblischen Ausmaßes! Aus „C“SU-Sicht, nicht aus bayerischer Sicht! Und es ist noch kein Ende in Sicht! Und das ist gut so!
Die Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU hat Anstand und Respekt in der politischen Auseinandersetzung verloren, Ängste und Hass geschürt und ihr christliches Menschenbild verraten! Am besten für diese „C“SU wäre jetzt eine Erneuerungsphase - ohne die Scharfmacher Seehofer, Söder, Dobrindt, Scheuer, Blume, ... - aus der bayerischen Opposition heraus!
Aber mal ehrlich? Selbst 33% sind für so eine miese Performance noch zuviel!

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