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Umfrage

25.02.2020

In der CDU kämpfen nur Männer um den Chefposten: Für viele ist das kein Thema

Armin Laschet will AKK nachfolgen, Friedrich Merz und Norbert Röttgen (nicht im Bild) wollen das ebenso.
Bild: Thomas Reisener, dpa (Archiv)

Exklusiv Unsere Exklusiv-Umfrage zeigt: Nur einer Minderheit der Deutschen ist es wichtig, dass auch eine Frau Teil der CDU-Kandidatenriege ist.

Merz, Laschet, Röttgen: In der CDU wird das Ringen um die Nachfolge für Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer wohl unter diesen drei Männern ausgetragen. Eine Frau hat sich bislang nicht als Kandidatin für die CDU-Spitze ins Rennen gebracht. Friedrich Merz kündigte am Dienstag lediglich an, er wolle im Fall seiner Wahl eine Frau als CDU-Generalsekretärin vorschlagen. Norbert Röttgen wiederum will "als zweite Person" in seinem Team eine Frau benennen. Details nannte er nicht. Armin Laschet machte beim Thema Frauen in Führungspositionen nur deutlich, dass er hier Nachholbedarf sieht.

Dass Frauen in der Diskussion um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer bislang kaum eine Rolle spielen, scheint für viele Bürger aber kein Problem zu sein. Denn die Wählerschaft lässt diese Frauenfrage in der Union offenbar weitgehend kalt, wie eine Umfrage des Instituts Civey für unsere Redaktion ergab.

So sind nur 37,8 Prozent der Befragten der Ansicht, dass eine Frau Teil der neuen CDU-Spitze werden sollte, sollte diese aus einem Team bestehen. 29,9 Prozent sprechen sich wiederum dagegen aus. Auffällig: Mit rund einem Drittel (32,3 Prozent) ist der Anteil derjenigen, die in der Frage unentschieden sind, recht hoch.

 

Unter Wählern der Union selbst ist die Stimmung nicht viel anders: In etwa ebenso viele wären für eine Frau im Bewerber-Team (32,3 Prozent) wie dagegen (31,8 Prozent). Die meisten Befürworter finden eine Lösung mit Frau unter Anhängern von Grünen (58,6 Prozent), SPD (53,9 Prozent) und Linken (51,2 Prozent). Bei Wählern der AfD befürwortet wiederum nur rund jeder Zwanzigste (4,5 Prozent) eine Lösung mit Frau.

 

Frauen sprechen sich etwas öfter als Männer für eine Lösung mit Frau aus. Von den Frauen sind 42,3 Prozent dafür, 26,2 Prozent dagegen, 31,5 Prozent unentschieden. Bei den Männern wären 33,3 Prozent dafür, 33,6 Prozent dagegen, 33,1 Prozent unentschieden.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage „Sollte Ihrer Meinung nach eine Frau Teil der neuen CDU-Spitze werden, falls die Partei sich für ein Team aus mehreren Personen entscheidet?“ wurden im Zeitraum vom 21.02. bis 22.02.20 die Antworten von 5000 Teilnehmern aus Deutschland berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

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