Newsticker
Labordaten von Biontech: Booster nötig für Schutz vor Omikron
  1. Startseite
  2. Specials Redaktion
  3. Bayern-Monitor
  4. Umfrage: Knapp jeder Zweite findet Söders Verhalten gegenüber Laschet nicht korrekt

Umfrage
08.10.2021

Knapp jeder Zweite findet Söders Verhalten gegenüber Laschet nicht korrekt

Hat sich Markus Söder (links) nach der Wahl korrekt Armin Laschet gegenüber verhalten? Knapp jede und jeder Zweite in Deutschland sagt: nein.
Foto: Kay Nietfeld, dpa (Archivbild)

Exklusiv Während sich Armin Laschet weiter an die Jamaika-Hoffnung klammert, verpasst ihm Markus Söder die nächste Breitseite. Über die Zukunft der Union gehen die Meinungen auseinander.

Markus Söder hat es wieder getan. Schon vor der Bundestagswahl stichelte er mal mehr, mal weniger offensichtlich gegen Armin Laschet. Nun gab es auch nach der Wahl eine Breitseite für den CDU-Chef. 48 Prozent der Deutschen empfanden sein Verhalten nach Laschets Wahlniederlage als nicht korrekt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion. Demnach bewerteten sogar 29 Prozent der Befragten Söders Auftreten "auf keinen Fall" als fair. Mehr als jeder und jede Dritte sieht das anders, der Rest ist unentschlossen.

Eine Spitze setzte der bayerische Ministerpräsident unter anderem am Mittwoch gegen den CDU-Chef. Kurz nachdem Laschet vor die Presse getreten war und verkündet hatte, dass die Union weiterhin für Jamaika-Sondierungsgespräche bereit sei, beerdigte Söder die Idee. Eine Ampelkoalition sei nun der klare Favorit und die Union diene nicht als Ersatzrad, wenn andere Koalitionen scheiterten, sagte er. Es war der vorläufige Höhepunkt wochenlanger Sticheleien des Franken gegen Laschet.

Geteilt ist die Meinung zu Söders Verhalten in den unterschiedlichen politischen Lagern: Während Anhängerinnen und Anhänger der Grünen es mehrheitlich (53 Prozent) als nicht fair bewerten, sieht das knapp die Hälfte der Unionswählerinnen und -wähler anders. Allerdings sagen auch bei den Christdemokraten vier von zehn Befragten, dass Söder nicht gerade in feiner Art und Weise mit Laschet umgegangen sei. Nahezu ausgewogen sind die Meinungen laut Umfrage in Bayern: 43 Prozent fanden Söders Verhalten korrekt, 41 Prozent nicht.

Unklare Zukunftsaussichten: Wird Markus Söder nun der neue starke Mann der Union?

Unklar ist, wie es in der Union weitergeht, sollte sie tatsächlich nach 16 Jahren nicht mehr an der Regierung beteiligt sein. Wird Söder gar der neue starke Mann der Union? Die Menschen in Deutschland sind bei dieser Frage geteilter Meinung: 44 Prozent glauben, dass Bayerns Ministerpräsident nun die entscheidende Führungsrolle bei den Christdemokraten übernimmt. 43 Prozent sind hingegen anderer Meinung, der Rest ist unentschieden. Genau das gleiche Ergebnis kann Söder in seinem Heimat-Bundesland verbuchen.

Überzeugt davon, dass Söder in der Union künftig eine noch tragendere Rolle einnehmen wird, sind laut Umfrage am ehesten Sympathisantinnen und Sympathisanten von Union und FDP. Jeweils rund die Hälfte glaubt an den 54-Jährigen als Gesicht der Christdemokraten. Anders sehen das Wählerinnen und Wähler von AfD und Linken: Dort glaubt nur jeweils gut ein Drittel an einen weiteren Aufstieg des Nürnbergers.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Deutschlands Bevölkerung gewichtet. Für die Fragen "Hat sich Ihrer Meinung nach Markus Söder nach der Bundestagswahl gegenüber Armin Laschet korrekt verhalten?" und "Denken Sie, dass Markus Söder nun die entscheidende Führungsrolle in der Union einnehmen wird?" wurden im Zeitraum vom 06.10. bis 07.10.2021 die Antworten von 5002 für die erste und 5001 Teilnehmenden aus Deutschland für die zweite Frage berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt jeweils bei 2,5 Prozent.

Wenn Sie sich für Meldungen aus Augsburg interessieren, hören Sie doch auch mal in unseren neuen News-Podcast rein: Der "Nachrichtenwecker" begleitet Sie von Montag bis Freitag ab 5 Uhr morgens in den Tag.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

10.10.2021

Ich wage mal eine Prognose für unseren Noch-MP: spätestens bei der nächsten Landtagswahl, wenn die CSU zum 2. Mal in ihrer Geschichte 2n Prozentquote bekommt wird M. Söder Geschichte sein.

Permalink
08.10.2021

War mein Letzter Kommentar so Verletzlich an Herrn Thoma, dass er nicht erscheint?

Permalink
08.10.2021

Söder gegen Laschet nicht korrekt, Söder gegen Aiwanger nicht korrekt, Söder gegen Seehofer nicht korrekt etc. Nur bei Frau Merkel war Söder von vorn bis hinten voll korrekt. Was sagt das uns?

Permalink
08.10.2021

„48 Prozent der Deutschen empfanden sein (Söders) Verhalten nach Laschets Wahlniederlage als nicht korrekt.“

Wen wundert das, wenn man die Berichterstattung in unseren Medien verfolgt. Gestern Abend z. B. war Markus Lanz mittendrin, mit Markus Söder und den zugeschalteten Peter Altmaier wegen fehlender Loyalität an den Pranger zu stellen. Und der Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, Gregor Peter Schmitz, hatte dabei offensichtlich Gefallen gefunden.

Dann aber kam der große Auftritt der Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann (ab 32. Minute). Sie gab der ganzen Diskussion eine Wendung, z. B. mit folgenden Sätzen: „Ich finde es, das muss man ehrlich sagen, wahnsinnig anstrengend, dass immer auf die Mitleidsdrüse gedrückt wird, wenn es um Herrn Laschet geht. Also man muss ja mal sehen, was der gemacht hat. Er wurde nicht gewollt. Die Bundestagsfraktion wollte ihn nicht geschlossen; die JU wollte ihn nicht; die Mittelstandsvereinigung wollte ihn nicht; die Mehrheit der CDU wollte ihn nicht, und zwar weder der Parteigremien noch der Wähler noch der Basis. Keiner wollte ihn außer Wolfgang Schäuble plus Herrn Bouffier.“
Und nach diesem Lagebericht: „Man muss mal klarkriegen, was da passiert ist, und zwar zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik. Eine Partei hatte die Idee, und die ist einfach wahnsinnig, Wahlkampf gegen die eigene Basis zu machen und gegen die eigenen Wähler.“

Permalink
08.10.2021

Sie machen ja nicht nur Wahlkampf gegen die Wähler, sondern auch Politik gegen die Wähler. Das kann man nach 16 Jahren auch mal festhalten.

Permalink
08.10.2021

Sie haben es richtig analysiert!

Permalink
08.10.2021

Um ehrlich zu sein ist die Berichterstattung in der AA was Söder angeht sehr neutral. Es wird nichts Böses geschrieben und wenn dann sehr gut versteckt.

Permalink
08.10.2021

@Michael K.:
Ehrlich gesagt, spätestens seit es „KT“ verbockt hat, versuche ich die Politiker nicht mehr in der Kategorie Sympathie zu messen; Söder sowieso nicht. Und ob sich Gregor Peter Schmitz gestern bei Markus Lanz als Journalist angemessen verhalten hat, kann natürlich gerne jeder, der die Sendung gesehen hat, für sich selbst entscheiden.

Auslöser für meinen Beitrag war, dass ich mich seit Jahren frage, womit sich die hohen Beliebtheitswerte unserer Kanzlerin erklären lassen. Als einzige schlüssige Erklärung fand ich, sie wurde eben von den Medien zur „Führerin der freien Welt“ hochstilisiert.

Deshalb wollte ich auf einen problematischen Ablauf hinweisen, der sich auch hier zeigt:
1. die Medien erzeugen mit Meinung (und nicht mit Fakten) ein Stimmungsbild
2. daraufhin wird eine Umfrage gestartet
3. die Medien „verkaufen“ das Umfrageergebnis als Beleg für die Richtigkeit ihrer Meinung.


Permalink
08.10.2021

Sehr geehrter Herr Eimiller

unter Frau Merkel hat die CDU/CSU-Granden permanent gegen ihre eigen Parteibasis Politik gemacht. DER Grund für Mitgliederschwund in der CDU und dem Erstarken der AfD.

Aber wie Sie richtig feststellen, erst jetzt fällt es den Medien urplötzlich auf. Warum? Weil die Medien alles tun, um wenn schon nicht R2G reicht, so doch die Ampel an den Start zu bringen.
Und da muss man jetzt die CDU in Grund und Boden schreiben. Und der Tor Söder liefert auf seinem Egotripp die perfekten Schlagzeilen dafür.

Und schon passiert das, was Die auch feststellen:

1. Die Medien berichten zur Ampel ausschließlich positiv und zu Jamaika negativ.
2. Nach einigen Tagen medialem Trommelfeuer macht man die Umfragen
3. Scholz erklärt sich zum Kanzler der Herzen
4. Die Ampel regiert

Permalink
08.10.2021

@Helmut Eimiller,

Das war auch nicht als Kritik gegen Sie oder Ihren Beitrag gemeint, sonder ist mir allgemein aufgefallen.Das Tagesblatt mit den 4 Buchstaben war immer pro Merkel, außer jetzt wo sich der Wind dreht versuchen Sie Rot Grün Gelb zu werden. Bis zum Wahlkampf haben Sie noch bis zur letzten Minute die Werbetrommel für CDU gerührt. Und die AA ist halt sehr auf Söder und seine CSU fixiert. Ich glaube es gibt kein öffentliches Medium mehr welches nicht voreingenommen ist.

Die Sendung habe ich leider nicht gesehen, aber es stimmt schon, die Medien bestimmen was wir von wem zu halten haben.

Permalink
08.10.2021

Man muss den Ärger von Söder und der CSU verstehen, hat Schäuble doch maßgebend Laschet zum Kanzlerkandidaten gemacht,
ohne die CDU-Basis und entgegen der Mehrheit der Wähler, die Söder als "Kandidat der Herzen" gewollt hätte. Man hätte ihn noch
rechtzeitig zum Kandidaten machen können, nachdem sich herausgestellt hat, dass Laschet nicht den nötigen Ernst mitbringt, sonst
hätte er in der Flutkatastrofe nicht gefeixt, zum anderen hat er im Wahlkampf nur immer wieder vor Rot-Rot-Grün gewarnt und SPD
und Grüne mit Unwahrheiten angegriffen. Echt gute Kandidaten konnte die CDU nicht aufbauen, da Merkel solche immer wieder weg-
gebissen hat. So gesehen hat Merkel auch eine Teilschuld am Wahldesaster der CDU, zusammen mit Schäuble.
W.Dietrich

Permalink
08.10.2021

Das Selbstverständnis von Herrn Söder ist schon speziell.
Die CSU stellt die im Bundeskabinett die lausigsten Minister. Die CSU überdeckt mit ihrem Erststimmenergebnis das schlechteste Zweitstimmenergebnis ever.
Söder selbst ist voll auf Merkelkurs eingeschwenkt und „vergisst“ dabei irgendwie, dass er die Frau noch vor 3 Jahren bekämpft hat.
Es waren auch wieder CSU-Amigos, die bei den Maskenskandalen ganz Vorne mit dabei waren.
Seine Corona-Politik, die schlechtere Ergebnis eintrug als fast im ganzen Rest der Republik, wurde nun in Teilen als Bruch der Landesverfassung gebranntmarkt. Dazu habe ich von dem Mann noch kein Wort gehört. Dabei ist der amtierende MP in Bayern ein Verurteilter Verfassungsbrecher.

Und er ist ein unfassbar untauglicher Taktiker. Mit seiner Absage an Jamaika hat Söder der FDP die Verhandlungsstärke zerstört und ohne Machtoption im Bund werden sich zukünftig noch viel mehr Wähler die Frage stellen, warum die CSU wählen sollen.
Und am Ende - auch in der CDU gibt es Menschen mit Gedächtnis. Glaubt Söder allen Ernstes, dass die CDU in 4 Jahren den bayrischen „Königsmörder“ auf den Schild heben wird?

Permalink
08.10.2021

Schreiben sie mal ihre Parteizugehörigkeit, was sich dann da ableiten lässt! Dass Laschet nie der richtige weichgewaschene Kanzler wäre, war ja vom Anfang doch schon klar. Auch eine größere Partei sollte mal kleine Brötchen backen.

Permalink
08.10.2021

Thomas

Ich stimme voll zu.

Söder hat den Wahlkampf torpediert in der Hoffnung, anschließend als der starke Mann in der Union zu gelten und so in 4 Jahren als K-Kandidat in die Bundestagswahlen zu gehen.

Ich denke auch, dass die CDU nun bestmöglich versuchen wird, die bayerische Schwester kalt zu stellen und mit einem starken CDU-Mann wird Söder auch nicht mehr so umgehen.

Er wird sich eher anbiedern vermute ich und auf die richtige Gelegenheit warten, um dann wieder hinterrücks zuzuschlagen.

Eine furchtbare Person in meinen Augen und charakterlich absolut ungeeignet für jedwede Art der Verantwortung.

Permalink
08.10.2021

Sehr geehrter Herr Theo N.

Meine Parteizugehörigkeit ist: KEINE
Aber mir wurde hier schon AfD und Abseitigeres unterstellt.

Und prinzipiell bin ich der Meinung, dass keiner der 3 Kandidat/innen das Format zur Kanzlerschaft besitzt. Das ist hier aber auch gar nicht Thema.
Thema ist Herr Söder und Sinn- und Substanzbefreites Keulen Richtung CDU.
Wenn seine persönliche Befindlichkeit nach einer internen Niederlage in der Zerstörung seiner eigenen Partei mündet, zeigt das nur, wie ungeeignet auch dieser Mann für das Amt wäre

Permalink
08.10.2021

Seit wann ist denn Herr Söder für die Stärke der FDP zuständig? Manch Foristen haben schon Ideen im Kopf!

Permalink
08.10.2021

Thomas T. das ist mal eine Ansage. Söder war und ist ein Politiker, der nur an sein persönliches Fortkommen denkt und keinerlei politische Prinzipien hat. Noch eine Niederlage und seine "Parteifreunde" jagen ihn vom Hof. Da machen die nicht viel Federlesens. Und vermissen wird ihn sicher keiner.

Permalink
08.10.2021

Ich merke schon sie sind der Spezialist für alles , nur schade dass sie in keiner Partei sind sonst wäre sie auch noch ein Kandidat für den Bundestag mit Wahlerfolgen.

Permalink
08.10.2021

Sehr geehrter Herr Werner S.

Wenn man eigene Interessen vertreten sehen will, wenn man noch eine Chance auf Regierungsbeteiligungen hat, dann blinkt man nicht vor Ende Richtung Seitenstreifen.
Söder hat aber nichts anderes als seine persönlichen Chancen in 4 Jahren im Blick. Dafür darf kein anderer Schwarzer, oder was ich als echten Coup empfunden hätte, ein Grüner in einer Jamaika-Koalition Kanzler werden. Und so fährt Söder aus nichts als egoistischen Gründen, als plumper Machtpolitiker ohne Kompass und Idee Jamaika an die Wand. Das werden sich Wähler, Grüne, Gelbe und die CDU sehr gut merken. Söder ist bundespolitisch tot und nur das Wohlwollen der Medien, die seinen Egotripp zur Absicherung von Roten Koalitionen brauchen, schützt ihn davor, als Verfassungsbrecher nicht vom Hof gejagt zu werden.
Meine Meinung

Permalink