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Umfrage
03.07.2021

Mehrheit der Deutschen: Grüne hätten auf Habeck setzen sollen

Annalena Baerbock hatte sich intern gegen ihren Co-Vorsitzenden Robert Habeck durchgesetzt.
Foto: dpa

Exklusiv 60 Prozent halten Annalena Baerbocks Kandidatur anstelle von Robert Habeck inzwischen für einen Fehler. An einen Einzug ins Kanzleramt glaubt nur eine Minderheit.

Haben die Grünen ihre erste realistische Chance auf das Kanzleramt verspielt? Aktuell scheint es so: Mit jeder Diskussion um Nebeneinkünfte, Lebensläufe, Bücher wachsen die Zweifel an Spitzenkandidatin Annalena Baerbock, die die parteiinterne K-Frage im Vergleich zu ihrem Unions-Kontrahenten Armin Laschet im April noch geradezu geräuschlos für sich entschieden hatte. Heute allerdings, rund zweieinhalb Monate später, hält eine Mehrheit der Deutschen die Entscheidung der Grünen für Baerbock und damit gegen Co-Parteichef Robert Habeck für falsch.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion erklären sechs von zehn Befragten, die Partei habe die falsche Wahl getroffen. Mehr als vier von zehn Deutschen sagen gar, die Entscheidung der Grünen sei - Stand heute - "auf keinen Fall" die richtige gewesen. Unmittelbar nach der Bekanntgabe von Baerbocks Kandidatur hatten lediglich 37,1 Prozent der Befragten Habeck für den besseren Kandidaten gehalten. 39,6 Prozent hatten damals erklärt, es sei richtig, dass die Grünen mit Baerbock an der Spitze in den Wahlkampf ziehen. Dieser Wert ist seither erheblich eingebrochen: Heute vertritt nur noch rund jeder vierte Deutsche diese Ansicht, wie unsere Umfrage zeigt.

Juli:

April:

 

Großen Rückhalt erfährt die Grünen-Spitzenkandidatin weiterhin in der eigenen Partei. Mehr als sechs von zehn Grünen-Wählern halten Baerbock für die Richtige im Kampf um das Kanzleramt, vier von zehn Befragten beantworten die Frage sogar mit "Ja, auf jeden Fall". Anderer Ansicht ist rund jeder Vierte, der sein Kreuz bei der Öko-Partei macht. Wenngleich die Unterstützung in den eigenen Reihen weiterhin groß ist, so hat sie auch dort in den vergangenen Wochen gelitten: Im April hatten sich bei unser damaligen Umfrage drei von vier Grünen-Anhängern hinter die frischgekürte Spitzenkandidatin gestellt. Klar an Boden verloren hat Baerbock auch bei den Anhängern der anderen im Bundestag vertretenen Parteien: War das Bild im April noch gemischt, halten diese nachträglich alle mehrheitlich Habeck für den geeigneteren Kandidaten.

Juli:

April:

 

Daran, dass Annalena Baerbock sich gegen ihre Hauptkonkurrenten Armin Laschet und Olaf Scholz durchsetzt und Kanzlerin wird, glaubt zumindest in diesen Tagen nur noch ein kleiner Teil der Deutschen. Laut einer weiteren Civey-Umfrage für unsere Redaktion gehen aktuell lediglich 14,3 Prozent der Befragten davon aus, dass Baerbock die Nachfolge von Angela Merkel antritt. Im April war dieser Wert noch doppelt so groß gewesen. Rechneten damals rund sechs von zehn Deutschen nicht mit der Grünen im Kanzleramt, liegt der Anteil derer, die nicht oder nicht mehr an Baerbock glauben, heute bei 79,4 Prozent.

Juli:

April:

Die Hoffnung nicht aufgegeben haben Grünen-Wähler: 47,9 Prozent von ihnen rechnen laut aktueller Umfrage weiterhin mit einer Kanzlerin Baerbock, 37,8 Prozent sehen es derzeit nicht kommen, dass ihre Partei die nächste Regierung anführt. Im April hatten noch zwei von drei Anhängern der Grünen an einen Sieg geglaubt, auch jeder dritte Wähler von SPD und Linken konnte sich demnach vorstellen, dass es so kommt. Daran dass Merkels Nachfolgerin Baerbock heißen wird, glauben nun jedoch nur noch vereinzelte Wähler der Konkurrenz. Besonders niedrig ist deren Anteil unter Anhängern der Union: 97,9 Prozent von ihnen denken nicht, dass Baerbock das Kanzleramt erobern wird.

Juli:

April:

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "War es Ihrer Meinung nach die richtige Entscheidung der Grünen, Annalena Baerbock statt Robert Habeck als Kanzlerkandidatin zu bestimmen?" wurden im Zeitraum vom 19.04. bis 03.05.2021 bzw. vom 01.07. bis 02.07.2021 die Antworten von 5117 bzw. 5008 Teilnehmern aus Deutschland berücksichtigt. Für die Frage "Wird es den Grünen Ihrer Meinung nach mit Annalena Baerbock gelingen, nach der Bundestagswahl die Kanzlerin zu stellen?" wurden im Zeitraum vom 19.04. bis 20.04.2021 bzw. vom 01.07. bis 02.07.2021 die Antworten von 5019 bzw. 5049 Teilnehmern aus Deutschland berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt jeweils bei 2,5 Prozent.

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.07.2021

Wer schon im Wahlkampf die Flügel streckt, kann wohl kaum der Belastung im Kanzleramt stand halten. Aber das war ja schon absehbar. Die Grünen sind hochgejazzte Scheinriesen im Lummerland der Medien.

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04.07.2021

Egal ob Baerbock oder Habeck, beide sind so unglaubwürdig wie ihre Partei!!!

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03.07.2021

Wenn man Kanzlerkandidat wird, nur weil man eine Frau ist, ist das schon sehr befremdlich. Auch haben die Grünen offenbar Probleme, wenn ein Mann auf Listenplatz 1 steht. Männer haben anscheinend wegen ihres Geschlechts bei den Grünen ein Problem.

Also warum soll ich die wählen?

Reine Frauenpartei oder?

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03.07.2021

Der Vater von Boris Palmer war ein Schreihals und sonst nix. Wer ihn und seine Familie kannte, weiß wie schwer die Familie es mit dem Vater hatte.

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03.07.2021

Da sieht man wieder mal, wie die Mehrheit der Deutschen funktioniert oder sind die Meldungen nur wieder täuschende Latrinenparolen?

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03.07.2021

Wenn man die Aussagen der Beiden in Interview sieht und hört, vergeht einem "das Hören und Sehen". Besonders bei Habeck merkt man dann, dass dieser von der Realität eines regierenden Politikers keine Ahnung hat und auch nicht von der politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland und weltweit. Hier den Anspruch zu haben, Kanzler zu werden ist schon ein Witz. Eine Wirtschaftsnation wie Deutschland braucht erfahrene und durchsetzungsfähige Politiker, die auch in der EU und weltweit akzeptiert und respektiert werden. Man kann zu Merkel stehen wie man will, aber es gibt nur wenige Politiker weltweit, die so angesehen sind und respektiert werden wie Merkel.

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03.07.2021

Wenn die Medien nur lange genug auf eine Kandidatin herumhacken, ändert das Wahlvolk seine Meinung.
Das lässt sich dann beliebig oft wiederholen.

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03.07.2021

Vor Allem, wenn man eine Civey Umfrage dazu nutzt!

Das scheint ja auch eine recht einfache Weise, die Zeitung voll zu kriegen - nur Civey ist nicht unumstritten und deren Umfragen haben mit Repräsentativität wenig zu tun!

Experten aus der Marktforschung haben da eine eigene Meinung:

"Ihre Meinungsforscher schäumen, wenn es um Civey geht. Matthias Jung,
Leiter der Forschungsgruppe Wahlen, sagt: „Da lasse ich mich gern
zitieren: Das ist Bullshit. Es ist Scharlatanerie.“ Forsa-Chef Manfred
Güllner meint: „Das ist eine ganz üble Masche, das grenzt an Gaunerei.“
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/aufruhr-auf-dem-meinungsforschermarkt

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03.07.2021

Das ist immer so was mit der Mehrheit der Deutschen - jeder Trottel ist ein Teil davon. Im übrigen hat Habeck auch seine Schwächen - keiner von beiden ist für höhere politische Weihen geeignet.

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03.07.2021

Es wäre das beste, wenn die Frau Baerbock Kanzlerin wird. Dann sind nach 4 Jahren die Grünen Geschichte.

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03.07.2021

Da haben sie vollkommen recht !! dabei haben die Grünen im Tübinger Oberbürgermeister einen der es absolut kann !!! Boris Palmer . den Vornahmen hat er von einem großen Russen ! und auch der Name Palmer bürgt für Qualität , lach , hat schon sein Vater bewiesen . was für Tübingen gut ist kann auch für Deutschland gut sein .

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03.07.2021

Unsere Wirtschaft aber auch....

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