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Bayern-Monitor

26.03.2020

Umfrage: Zufriedenheit mit Söder in Bayern sprunghaft gestiegen

Die Zufriedenheit der Bayern mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten Markus Söder ist zuletzt sprunghaft angestiegen.
Bild: Peter Kneffel/dpa

Exklusiv Bayerns Ministerpräsident Markus Söder profitiert von seinem rigiden Durchgreifen in der Corona-Krise. Zwei Drittel der Bayern sind aktuell zufrieden mit seiner Arbeit.

Die Zufriedenheit der Bayern mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten Markus Söder ist im vergangenen Monat stark angestiegen, in der vergangenen Woche sogar sprunghaft. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion geben gegenwärtig 60,7 Prozent der Bayern an, zufrieden mit Söders Arbeit zu sein. Vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 52 Prozent, vor einer Woche bei 53,6 Prozent. Jeder dritte (33,7 Prozent) der 5032 Befragten zeigt sich aktuell sogar "sehr zufrieden". Der Anteil derjenigen, die unzufrieden sind, ist innerhalb des vergangenen Monats von 29,8 Prozent auf 22,4 Prozent gesunken.

Söders rigides Durchgreifen in der Corona-Krise dürfte ihm zugutekommen

Damit kann der Bayerische Ministerpräsident den positiven Trend der vorangegangenen Monate fortsetzen. Lediglich zu Beginn des Jahres war ein kurzes Abflachen in seinen steigenden Zufriedenheitswerten zu erkennen. Dieses lässt sich wohl zurückführen auf Söders Vorstoß, das Bundeskabinett zu "verjüngen und zu erneuern". Zeitgleich hielt er jedoch an CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer fest - trotz dessen schlechter Umfragewerte und des Untersuchungsausschusses zur Maut-Vergabe. Profitiert haben dürfte Söder zuletzt vor allem von seinem rigiden Durchgreifen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen.

In der Corona-Krise gilt Söder nicht nur als treibende Kraft, als über Schulschließungen diskutiert wurde. Noch bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über eine gemeinsame Linie bei Ausgangsbeschränkungen beraten konnte, verordnete Markus Söder am vergangenen Freitag weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den Freistaat, die zunächst 14 Tage lang gelten sollen. Andere Bundesländer, Städte und Gemeinden zogen rasch nach. Am Sonntag beschlossen Bund und Länder dann ein zusätzliches bundesweites Kontaktverbot.

Dass die Bayern das offensive Krisenmanagement ihres Regierungschefs begrüßen, zeigt auch eine kürzlich veröffentliche Civey-Umfrage im Auftrag des Spiegel. Demnach sind 61 Prozent der Bayern sehr oder eher zufrieden mit dem Agieren der Staatsregierung in der Coronakrise. Nur 25 Prozent sehen die Maßnahmen und ihre Umsetzung kritisch. Im bundesweiten Zufriedenheitsvergleich liegt Bayern damit auf Platz eins.

Zufriedenheit mit Söder unter Anhängern aller Parteien gestiegen

Die Zufriedenheit der Bayern mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten ist zuletzt unter Anhängern aller Parteien gestiegen. Mit rund 90 Prozent sind die CSU-Wähler erwartungsgemäß am zufriedensten. Auch Anhänger von Freien Wählern und FDP zeigen sich mit klarer Mehrheit zufrieden. Unter Wählern der SPD sowie der Grünen gibt rund jeder Zweite an, zufrieden mit Söders Arbeit zu sein. Wähler der Linken sind geteilter Meinung, lediglich unter Anhängern der AfD überwiegt die Anzahl derjenigen, die sich unzufrieden zeigen.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage wurden im Zeitraum vom 26.2.20 bis 25.3.20 die Antworten von 5032 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

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Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

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Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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26.03.2020

Leider sehr viel heiße Luft von Herr Söder, Hört sich alles toll an, die Bevölkerung bleibt ruhig.
Als Gaststätten Betreiber wurde bereits letzte Woche schnelle Unbürokratische Hilfe zugesagt, stellte meinen Antrag letzten Mittwoch persönlich in der Regierung von Schwaben. Auf Nachfrage heute, also 8 Tage später, sagte man mir keine Ahnung wann ich Geld bekäme, vielleicht nächste Woche, vielleicht in zwei Wochen oder drei...... heißt also jetzt schon 11 Tage ohne Einnahmen - helft uns oder lasst uns wieder öffnen - Wir ertrinken sonst in Schulden...... In meinem Fall lebt eine Vierköpfige Familie von meinem Betrieb, inkl. ein kleines Baby.....

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26.03.2020

Danke für dieses Stimmungsbild... Für mich macht Markus Söder zur Zeit auch einen souveränen Eindruck!
Was ich mich aber immer frage, wenn ich solche Aufstellungen von euch lese:
Ab wann wird die Ödp regelmäßig mit in die Parteienübersicht aufgenommen?
Sie gehört immer mehr zu politischen Landschaft in Bayern und taucht doch bei Umfragen und schaubildern sehr selten auf (in München erhielt die Ödp 4 Prozent bei den aktuellen Kommunalwahlen und ist daher viertstärkste Kraft im Stadtrat vor FW, FDP und den Linken!!

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26.03.2020

Hätte nicht gedacht das ich dass mal schreibe, aber ich finde er macht einen super Job!!!

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26.03.2020

Eine Ausgangssperre zu verhängen ist für einen Ministerpräsidenten mit einem sehr geringem Aufwand verbunden, die Bevölkerung muss die Belastung tragen. Dennoch ein Kompliment für das schnelle, entschiedene Handeln, anderswo wird nur gelabert.
Die nächste politische Leistung ist, genug Corona- Tests zu bekommen damit jeder, der es will, sich testen lassen kann, und nicht bloss wie bisher in Stichproben, wenn jemand bereits schwere Krankheitssymptome hat. Derzeit bleiben schätze ich mal, ca. 90% der infizierten unerkannt, können weiterhin die Krankheit unwissentlich verbreiten und das ist das eigentliche explosive Risiko einer Durchseuchung.

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